Regulierungs-ECHO China schafft Tatsachen, reagieren die USA?

David Barkhausen

von David Barkhausen

Am · Lesezeit: 2 Minuten

David Barkhausen

David Barkhausen hat als freier Journalist bereits für mehrere Tageszeitungen, Funk, Fernsehen und nebenbei seinen eigenen Blog geschrieben. Seit 2017 widmet sich der Master-Student der Politikwissenschaften der Universität Heidelberg dem Themenkomplex Blockchain. In diesem Zusammenhang fokussiert er sich vor allem auf die Bereiche Regulierung, Gesellschaft und Wirtschaftspolitik.

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US-Flagge und China-Flagge, die sich das bild teilen

Quelle: Shutterstock

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Über den Nachrichten vergangener Woche thront die Volksrepublik China. Erst seine digitale Zentralbankwährung, dann das staatliche Blockchain-Netzwerk – in Puncto Distributed-Ledger-Adaption schafft das Reich der Mitte Tatsachen. In den USA wollen Kongressabgeordnete auf diese Vorstöße mit eigenen Pilotanwendungen antworten. Sie fordern vom Finanzministerium den Blockchain-Einsatz bei der Ausschüttung von Corona-Hilfen.

Willkommen zum Regulierungs-ECHO. Das Wichtigste der vergangenen Woche zum Thema Regulierung rund um das Bitcoin-Ökosystem im Überblick.

One Belt, One Block: China expandiert mit staatlicher Blockchain

Im Schatten der anhaltenden Corona-Krise hat die Volksrepublik am vergangenen Wochenende sein Blockchain-based Service Network (BSN) in vollen Betrieb genommen. Das Netzwerk soll das technische Rückgrat für die Verknüpfung von Regierung, Unternehmen und Zahlungsdienstleistern schaffen. Strategisch dient die Technologie vor allem dazu, den Ausbau staatlicher Handelswege auf der ‚Neuen Seidenstraße‘ vorantreiben. Wie viel Blockchain in der Software wirklich steckt, lässt sich nicht genau sagen. Der Dezentralitätsgrad dürfte jedoch gering sein, die Kontrolle des Staates umso höher.

US-Demokraten fordern Blockchain-Einsatz bei Corona-Staatshilfen

Als Antwort auf den chinesischen Vorstoß fordern Kongressabgeordnete der demokratischen Partei derweil vom US-Finanzministerium, selbst Blockchain-Technologie zu erproben. In einem Brief an den Finanzminister Steven Mnuchin bringen sie den Einsatz heimischer Technologie für die Ausschüttung der derzeitigen Corona-Staatshilfen, dem CARES-Act, ins Spiel. Dieser sieht neben Stimulus-Zahlungen an US-Haushalte unter anderem Kredite, Beihilfen und Steuernachlässe für öffentliche Institutionen und Unternehmen vor. Darüber hinaus werden in den USA bereits weitere Hilfspakete wie auch ein bedingungsloses Grundeinkommen diskutiert, um die Wirtschaftsfolgen der Pandemie abzufedern. Blockchain-Piloten würden sich lohnen, befinden die Abgeordneten, um die vermeintliche Vorherrschaft im Tech-Sektor gegenüber China zu bewahren.

China: SenseTime soll bei CBDC helfen


Alsbald wurde dann auch bekannt, dass sich die chinesiche Zentralbank über prominente Hilfe aus dem Tech-Bereich freuen darf. So hat das Technologie- und KI-Unternehmen Sense Time seine Hilfe bei der Entwicklung der digitalen Zentralbankwährung angekündigt. Sense Time soll vor allem dabei helfen, die technologische Entwicklung im Einklang mit bestehenden Regulierungs-Richtlinien voranzutreiben.

USA bekommt neues Trading-Netzwerk

Seit vergangener Woche dürfen sich US-amerikanische Trader im Bitcoin– und Krypto-Bereich über ein neues Trading-Netzwerk freuen. So erreichte uns die Nachricht, dass die US-Börsenaufsicht (Securities and Exchange Comission, SEC) für das Public Private Execution Network grünes Licht gegeben hat.

Auch die Security-Token-Emittentin Securitize hat indessen eine neue Plattform angekündigt. Über ihr neues Netzwerk soll es möglich sein, Security Token in einem rechtlich sicheren Rahmen zu handeln.


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