Stimulus-Paket US-Demokraten fordern Blockchain-Einsatz bei Corona-Staatshilfen

David Barkhausen

von David Barkhausen

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David Barkhausen

David Barkhausen hat als freier Journalist bereits für mehrere Tageszeitungen, Funk, Fernsehen und nebenbei seinen eigenen Blog geschrieben. Seit 2017 widmet sich der Master-Student der Politikwissenschaften der Universität Heidelberg dem Themenkomplex Blockchain. In diesem Zusammenhang fokussiert er sich vor allem auf die Bereiche Regulierung, Gesellschaft und Wirtschaftspolitik.

100 US Dollar schein mit Corona Maske

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Für die schnelle und transparente Verteilung der Corona-Staatshilfen fordern elf Kongressabgeordnete der demokratischen Partei vom US-Finanzministerium den Einsatz von Blockchain-Technologie. Gleichzeitig gelte es mit diesem Schritt, die technologische Vorherrschaft der USA zu bewahren.

Im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie will die USA neue Wege gehen. Mit dem CARES-Act in astronomischer Höhe von insgesamt 2 Billionen US-Dollar brachten die Vereinigten Staaten Ende März das bislang umfassendste Hilfspaket ihrer Geschichte auf den Weg.


Internationale Wellen schlugen dabei zuletzt vor allem die Stimulus-Zahlungen an die Bevölkerung, die dessen Kaufkraft zumindest kurzfristig sichern sollen. Doch auch Unternehmen dürfen sich über staatliche Entlastungen freuen, die über den ersten Wirtschaftsschock hinweghelfen sollen. Längst hat jedoch alles Staatsgeld seinen Weg in die Hände der Bürger gefunden. Auch ein zweites Hilfspaket wird bereits diskutiert.

Kongressabgeordnete der demokratischen Partei setzen sich nun dafür ein, dass bei der Ausschüttung der Staatshilfen Blockchain-Technologien zum Einsatz kommen. In einem gemeinsamen Brief, der an diesem Dienstag, den 28. April veröffentlicht wurde, fordern die elf Volksvertreter das US-Finanzministerium auf, die Technologie-Lösungen amerikanischer Unternehmen für eine schnelle, sichere und transparente Verteilung der Zahlungen in den Blick zu nehmen.

Wir wollen das Finanzministerium entschieden dazu ermutigen, Innovationen aus dem privaten Sektor wie etwa Blockchain und DLT [Distributed Ledger Technologie] einzusetzen, um die notwendigen staatlichen Einrichtungen dabei zu unterstützen, Hilfsgelder zu verteilen und diese zu verfolgen […]. Solche Maßnahmen stellen sicher, dass Amerika seine technologische Vorherrschaft aufrecht erhält und die Hilfen kleine Unternehmen und Bürger schnell erreichen, die diese am meisten brauchen,

heißt es in dem Brief mit dem Verweis auf die jüngsten Fortschritte bei der Blockchain-Anwendung seitens der Volksrepublik China wörtlich.

Das Reich der Mitte hatte vergangene Woche den Startschuss seiner staatlichen Blockchain-Lösung BSN verkündet. Die Software soll das technische Rückgrat für die Vernetzung von Regierung, Unternehmen und Zahlungsdienstleistern schaffen. Dabei soll die Technologie vor allem den Ausbau staatlicher Handelswege auf der ‚Neuen Seidenstraße‘ vorantreiben.

Corona-Staatshilfen: Millionen US-Amerikaner warten weiter auf Papierschecks 

Zur Stunde hat die US-Steuerbehörde IRS über 80 Millionen solcher Stimulus-Zahlungen per Direktüberweisung durchgeführt. Viele Amerikaner mögen es jedoch weiter altmodisch. Laut Medienberichten sollen derzeit weitere 60 Millionen Staatsbürger auf die Übermittlung von Papierschecks warten.  

Unternehmen wie Privatleute dürfen abseits dessen jedoch auf weitere Entlastungen wie etwa Steuernachlässe, Hilfskredite und Sonstiges hoffen. Für diese können sich sowohl öffentliche Einrichtungen, kommunale Vertretungen, und Bundesstaaten als auch große Industrievertreter, ebenso wie kleine Unternehmen und Mittelständler bewerben.

Dennoch zweifeln Beobachter, ob die Staatshilfen reichen werden, um den wirtschaftlichen Fall abzufangen. In diesem Zuge wird bereits der Ruf nach einem zweiten Hilfspaket laut. Nancy Pelosi, Sprecherin des Repräsentantenhauses, ließ in dieser Woche gar verlauten, dass es sich lohne, über ein staatlichen Grundeinkommen nachzudenken.

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