Der US-amerikanische Netzwerk- und Sicherheitsdienstleister Cloudflare hat die Einführung von “Cloudflare Wallets” sowie der Zahlungsfunktion “Cloudflare Pay” in einer Pressemitteilung bekannt gegeben. Mit diesen neuen Modulen stellt das Unternehmen eine digitale Infrastruktur bereit, die KI-Agenten eine beständige Identität zuweist und sie für finanzielle Transaktionen ausstattet. Dadurch will man den wachsenden agentenbasierten Handel zukünftig auf eine verifizierbare und sichere Grundlage stellen.
Bisher verwendete Werkzeuge zur Bot-Erkennung stießen bei autonomen Assistenten regelmäßig an ihre Grenzen, weil sie ursprünglich für klassische Suchmaschinen-Crawler entwickelt wurden. Durch die Vergabe einer eindeutigen Webadresse als ID ermöglicht Cloudflare nun aber eine durchgängige Identifikation. Wenn ein KI-Agent Klicks oder Käufe tätigt, sieht die Gegenseite im Detail, wer diese Aktion autorisiert hat.
Stablecoins statt Krypto-Volatilität
Neben der Identitätslösung fungieren die Cloudflare Wallets als zentrale Guthabenverwaltung – auf Basis von Stablecoins. Betreiber können ihren KI-Agenten sogenannte Virtual Wallets zuweisen. Um Missbrauch und Fehlkäufe zu verhindern, sind diese mit programmierbaren Schutzmechanismen ausgestattet. Nutzer legen beispielsweise feste Ausgabenlimits und Freigabelisten für zugelassene Händler fest.
Zusammen mit einem Monetization Gateway sollen Cloudflare Wallets und Cloudflare Pay gemeinsam den zweiseitigen, durch KI-Agenten gesteuerten Zahlungsmarkt vervollständigen. Nutzer können ab sofort Wunschnamen für ihre Wallets reservieren. Die vollständige Freischaltung für Ein- und Auszahlungen sowie die Zuweisung der virtuellen Guthaben soll dann schrittweise in den kommenden Monaten erfolgen.
