Coinbase-Chef Brian Armstrong sieht in künstlicher Intelligenz keinen Konkurrenten für Krypto-Assets, sondern einen zusätzlichen Wachstumstreiber. Seiner Ansicht nach werden autonome KI-Systeme künftig auf digitale Vermögenswerte angewiesen sein, um eigenständig Zahlungen abzuwickeln und Finanzdienstleistungen zu nutzen.
Den technologischen Unterbau dafür liefern laut Armstrong das Ethereum Layer 2 Netzwerk Base, der Stablecoin USDC sowie das Zahlungsprotokoll x402. Gemeinsam sollen sie die Grundlage für eine neue Generation automatisierter Finanzanwendungen schaffen.
Coinbase setzt auf KI-Agenten und Krypto
Auf der Plattform X warb Armstrong am Sonntag für das Konzept des “Agentic Finance” (AiFi). Dahinter steckt die Idee, dass KI-Agenten künftig selbstständig wirtschaftliche Entscheidungen treffen oder Rechnungen begleichen können. Dafür seien klassische Bankkonten jedoch ungeeignet. Stattdessen brauche es programmierbares Geld, das sich nahtlos in Software integrieren lasse.
“Krypto ist eine universelle Technologie. Sie ist Infrastruktur, genau wie Strom oder das Internet. Sie konkurriert nicht mit dem nächsten großen Trend, sondern bildet dessen Grundlage”, so Armstrong auf X.
Eine zentrale Rolle spielt dabei Base. Das von Coinbase im Jahr 2023 gestartete Netzwerk wurde ursprünglich entwickelt, um Transaktionen auf Ethereum schneller und günstiger abzuwickeln. Inzwischen dient es zunehmend als Infrastruktur für automatisierte Zahlungen zwischen Softwareanwendungen.
Ergänzt wird das Ökosystem durch x402, ein auf dem HTTP-Standard “402 Payment Required” basierendes Protokoll. Es ermöglicht Programmen und KI-Agenten, digitale Güter wie Daten oder Programmierschnittstellen direkt mit Stablecoins zu bezahlen. Als Zahlungsmittel kommt unter anderem der an den US-Dollar gekoppelte Stablecoin USDC zum Einsatz.
