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Bye, bye Monero? Frankreich erwägt Verbot von anonymen Kryptowährungen

Quelle: Shutterstock

Bye, bye Monero? Frankreich erwägt Verbot von anonymen Kryptowährungen

Frankreich diskutiert momentan darüber, anonyme Kryptowährungen zu verbieten. Privacy Coins wie Monero, ZCash, Dash und Konsorten könnten dort also bald für illegal erklärt werden. Darüber hinaus arbeitet Frankreich an einer Gesetzgebung, die möglichst alle Aspekte von Bitcoin, Altcoins und der Blockchain-Technologie erfasst.

Monero steht vornehmlich für die Verschlüsselung von Transaktionen und für anonyme Zahlungen. Damit bietet die Technologie eine Möglichkeit, Geld unter dem Radar von Behörden zu bewegen. Selbiges gilt – mit einigen Einschränkungen – für alle der sogenannten Privacy Coins. Es liegt also in der (technologischen) Natur von privaten Kryptowährungen wie ZCash, Dash, Verge oder Komodo, nicht zwingend bei jeder Steuererklärung angegeben zu werden. Kein Wunder also, dass sie einigen Regierungs- und Steuerbehörden ein Dorn im Auge sind.

Frankreich erkennt Unterschied von Bitcoin und Blockchain an

So aktuell auch Frankreich. Dort hat die Nationalversammlung am 6. März einen 148-seitigen Bericht (Rapport) veröffentlicht, indem sie Chancen und Risiken von Kryptowährungen wie Bitcoin, Ether und Ripple klärt. Darin erkennt sie zunächst an, dass Bitcoin von seiner (Blockchain-)Technologie zu unterscheiden sei, um eine möglichst passende Gesetzgebung zu finden. Für Privacy Coins scheint die Französische Nationalversammlung die Lösung bereits gefunden zu haben: Sie zieht ein Verbot aller privaten Kryptowährungen in Betracht.

Privacy Coins stellten demnach eine Gefahr dar, indem sie durch ihre Anonymität Verbrechen wie etwa Geldwäsche fördern würden. Details zu einer technischen Umsetzung dieses Verbots bzw. der Überwachung desselben spart das Dokument bisher noch aus.

Prinzipielle Empfänglichkeit für Kryptowährungen

Ansonsten steht das Land Bitcoin & Co. jedoch offen gegenüber. Wie man dem Dokument weiter entnehmen kann, will die Regierung eine bestmögliche und angemessene Gesetzgebung für Kryptowährungen schaffen. So könne sich Frankreich im Wettbewerb um zukunftsweisende Technologien behaupten und zum Technologie-Standort mausern. Die Konkurrenz ist hier freilich auf Trab: Länder wie Malta oder auch Liechtenstein beschäftigen sich längst eingehend mit der Technologie und versuchen dementsprechend, Unternehmen anzulocken. Doch etwas tut sich auch bereits in Frankreich: Die Regierung ermöglicht es seit Januar, Bitcoin in Tabakläden zu verkaufen. Die Adaption verlief dabei relativ erfolgreich: Immerhin 4.000 Tabakhändler beschlossen, die neue Zahlungsmöglichkeit in ihr System zu integrieren. Natürlich nachverfolgbar.

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