Bitcoin-Kurs, Bullenmarkt oder Falle? Worauf wir beim Bitcoin-Kurs achten sollten

Bullenmarkt oder Falle? Worauf wir beim Bitcoin-Kurs achten sollten

Der Bitcoin-Kurs knackte jüngst sein Jahreshoch. Sind wir also schon längst im Bullenmarkt? Ein Blick auf die Charts mahnt zur Vorsicht.

Man fühlt sich an Ende 2017 erinnert: Der Bitcoin-Kurs kennt nur noch eine Richtung, es vergeht kaum ein Tag ohne ein neues Jahreshoch und alles zeigt nordwärts. Der Boden von November 2018 ist nur noch eine Erinnerung – entweder an finstere Zeiten oder an eine lukrative Akkumulationsphase. Auf Twitter hat NekoZ es passend in Worte gekleidet: https://twitter.com/CryptoNekoZ/status/1143776965268140032

Die gleichen Leute, die 2017 bei 12.000 gekauft hatten und sagten, dass sie sich wünschten, BTC läge wieder bei 3.000.

Sind jetzt die gleichen Leute, die wieder nicht bei 3k gekauft haben und jetzt nachkaufen oder zögern, bei 12k zu kaufen.

Zyklus der Dummheit

Ich gehöre nicht zu den Leuten, die auf Teufel komm raus Bitcoin bei 3.000 US-Dollar wiedersehen wollen. Um ehrlich zu sein, könnte ich mit einem Durchmarsch bis zum Bitcoin-Kurs von einer Million US-Dollar wunderbar leben. Dafür nehme ich sogar in Kauf, dass McAfee seine Wette gewinnt und meine kritische Einschätzung vom letzten Jahr von der Realität widerlegt wird. So sehr man auf sein Herz hören soll, sind doch auch Vorsicht und kritisches Denken gute Ratgeber. Formulieren wir deshalb gemeinsam, sicherlich gegen unsere Hoffnungen mal die Antithese: Was würde gegen ein Ende des Bärenmarkts sprechen? Was für Hinweise könnten für eine Bullenfalle sprechen?

Delta-Kapitalisierung von Bitcoin-Kurs immer noch unschlüssig

Vor einiger Zeit stellte ich die Delta-Kapitalisierung von Bitcoin vor. Dabei entwickelte ich auf der Basis der Metrik von David Puell ein Maß namens DVAV, welches bisherige Blasen und Böden gut abbilden konnte. Ich wies darauf hin, dass bisher der Boden erreicht war, wenn die DVAV auf unter zwei fiel. Eine genauere Analyse erweiterte die These. Es zeigte sich, dass die Bullenmärkte komplexer sind und in den letzten beiden Zyklen aus einer Doppelpeak-Struktur bestanden:


Bitcoin-Kurs, Bullenmarkt oder Falle? Worauf wir beim Bitcoin-Kurs achten sollten
BTC-ACADEMY
Blockchain & Krypto E-Learning Kurse (inkl. Teilnahmezertifikat) Erhalte einen tiefen Einblick in die Blockchain-Technologie und wende dein Erlerntes direkt in der Praxis an – werde zum Blockchain-Profi. Als Nachweis für dein erlerntes Wissen erhältst du ein offizielles Teilnahmezertifikat.

Jetzt Blockchain-Profi werden

Was also, um eine gewagte These aufzustellen, wenn das Allzeithoch von Ende 2017 nur ein Vorbote im selben großen Marktzyklus war? Ein derartiges Verhalten könnte man mithilfe der DVAV-Ratio erkennen. Man müsste sehen, dass diese wieder extrem abrupt ansteigt.

Bitcoin-Kurs, Bullenmarkt oder Falle? Worauf wir beim Bitcoin-Kurs achten sollten

Aktuell sind beide Möglichkeiten durchaus noch offen: Die DVAV-Ratio steigt weder so dramatisch wie 2011 oder 2013 an, noch bemüht sie sich, unter die zwei zu fallen.

Fake Breakouts kannte der Bitcoin-Kurs bereits vorher

Wie der geneigte Leser weiß, bin ich ein Freund des MA20 im Wochenchart. Der gleitende Mittelwert der letzten 20 Wochen bewies sich immer wieder als Unterscheidungsmerkmal bezüglich der Marktlage. Ein nachhaltiger Bitcoin-Kurs über dem MA20 wäre ein Indikator eines Bullenmarkts, während ein Bitcoin-Kurs darunter für einen Bärenmarkt sprechen würde. Das wichtige Wort ist jedoch nachhaltig. Bitcoin kann auf gescheiterte Breakouts durchaus zurückblicken. Ein für uns aktuell interessantes Menetekel ist dabei die Kursentwicklung von 2014: Bitcoin-Kurs, Bullenmarkt oder Falle? Worauf wir beim Bitcoin-Kurs achten sollten

Innerhalb von nur zwei Monaten verdoppelte sich der Bitcoin-Kurs und stieg über den MA20. Einige waren damals schon dabei, den Bärenmarkt für beendet zu erklären. Erinnert also durchaus an die heutige Zeit. Leider schloss sich danach eine Flaute an, die zu Einbußen von 75 Prozent führte – und den Kurs unter den MA20 im Wochenchart fallen ließ. Nachhaltige Kursanstiege sehen anders aus. Wir kennen das Verhalten aus dem letzten Bullenmarkt. Zwar marschierte der Bitcoin-Kurs zwischen 2016 und 2018 mehr oder weniger durch, jedoch wurde der

MA20 im Wochenchart mehrfach getestet:

Einen derartigen Test vermisst man derzeit doch etwas. Aktuell notiert der Bitcoin-Kurs ungefähr 100 Prozent über dem gleitenden Mittelwert der letzten 20 Wochen. Häufig kam das nicht vor und endete – gerade in einem stabilen Bullenmarkt – mit einem ordentlichen Retracement.

Die untere Abbildung zeigt das Verhältnis zwischen dem Wochenschlusskurs und dem MA20 in Prozent:

Bitcoin-Kurs, Bullenmarkt oder Falle? Worauf wir beim Bitcoin-Kurs achten sollten

Orientieren wir uns an dem Kursverlauf von Mitte 2017, könnte es also wieder durchaus zu einem Test des bekannten gleitenden Mittelwerts kommen – oder, wie Ende 2013 und Ende 2017, sogar unter Null fallen. Dann hätten wir einen Fake Breakout.

Wohin gehts, wenns schlimm läuft? Ein Versuch mit Elliot-Wellen

Unter den Unheilspropheten im Bitcoin-Ökosystem ist die Elliot-Wellen-Theorie sehr beliebt. Sie geht davon aus, dass Börsenmärkte bestimmten Gesetzmäßigkeiten folgen. So soll ein fünfstufiger Anstieg immer von einer dreistufigen Korrektur abgelöst werden. Ganz offen gesagt bin ich kein Elliot-Experte. Teilweise kommt mir die Theorie auch wie eine Self-Fulfilling Prophecy vor, in der die Ergebnisse des Markts so interpretiert werden wie es passt. Was mir jedoch gefällt, ist das gewagte Unterfangen, langfristige Marktbewegungen zu beschreiben. Ein Bild, das bezüglich dieser langfristigen Marktbeschreibungen oft zu sehen ist, ist das folgende:

Bitcoin-Kurs, Bullenmarkt oder Falle? Worauf wir beim Bitcoin-Kurs achten sollten

In der Vergangenheit sah man jeweils nach einer fünfstufigen Elliot-Impulswelle eine dreistufige Elliot-Korrekturwelle. Letztere endete irgendwo zwischen den Punkten (4) und (5) der vorherigen Impulswelle. Nehmen wir also an, wir seien nicht in einem Bullenmarkt, sondern in einer Bullenfalle, könnte der Bitcoin-Kurs durchaus nicht nur das Jahresminimum von 2018 wiedersehen. Selbst Kurs-Untiefen wie 2.000 US-Dollar sind dann durchaus möglich.

Der MA20-Trend ist dein Freund

Soweit die Drohbotschaft der Elliott-Wellen. Wie schon angedeutet, meine ich nicht, dass es unbedingt so kommen muss. Es handelt sich um ein bearishes Szenario, welches uns vor übertriebener FOMO bewahren kann. Was mir jedoch Sorgen macht, ist die aktuelle Diskrepanz wischen MA20 und Bitcoin-Kurs und die Unschlüssigkeit der DVAV-Ratio. Ich denke nicht, dass der Kurs ständig ohne Korrekturen weiter ansteigen kann, dass Investoren auch irgendwann ihre Gewinne veräußern wollen. Wenn das geschieht, kann der MA20 wieder ein gutes Maß darstellen: Sollte der Bitcoin-Kurs diesen testen und daran abprallen, wäre das das finale Zeichen für einen Bullenmarkt. Disclaimer: Die auf dieser Seite dargestellten Kursschätzungen stellen keine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlungen dar. Sie sind lediglich eine Einschätzung des Analysten. Die Chartbilder wurden mithilfe von TradingView erstellt. Betrachtet werde das Wertepaar BTC/USD auf Bitstamp.com und im Rahmen des Liquid Index von BraveNewCoin

Mehr zum Thema:

Bitcoin-Kurs, Bullenmarkt oder Falle? Worauf wir beim Bitcoin-Kurs achten sollten

Bereit für den nächsten Karrieresprung?

Sichere dir deinen Vorsprung durch Wissen und werde zum Blockchain & Krypto Experten

z.B. "Blockchain Basics Kurs"

Inklusive personalisiertes Teilnahmezertifikat
Zum Online Kurs

Ähnliche Artikel

Bitcoin-Kurs, Bullenmarkt oder Falle? Worauf wir beim Bitcoin-Kurs achten sollten
Green Bonds kommen auf die Blockchain
Invest

Am 12. Dezember lancierte ein schwedisches FinTech-Unternehmen mit deutscher Unterstützung die „Green Assets Wallet“. Die Plattform sammelt Daten, die für ökologisch nachhaltige Investitionen genutzt werden.

Bitcoin-Kurs, Bullenmarkt oder Falle? Worauf wir beim Bitcoin-Kurs achten sollten
Bitcoin-Kurs gefangen im Abwärtstrend
Kursanalyse

Das Adam-und-Eva-Pattern konnte sich nicht wie erhofft auflösen, sodass die Einschätzung beim Bitcoin-Kurs ins Bearishe zurückfiel. Dennoch sind die Long-Positionen beim Wertepaar BTC/USD auf einem Allzeithoch. Immerhin ist das steigende Interesse der institutionellen Investoren ein Hoffnungsschimmer.

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

Bitcoin-Kurs, Bullenmarkt oder Falle? Worauf wir beim Bitcoin-Kurs achten sollten
Equilibrium richtet ersten Krypto-Stabilitätsfonds ein
Altcoins

Stable Coins gelten als das Fünkchen Sicherheit am schwankenden Krypto-Markt. Mit der Einrichtung eines Stabilitätsfonds für ihren eigenen Stable Coin bringt die Equilibrum-Plattform den Sicherheitsgedanken auf die nächste Stufe.

Bitcoin-Kurs, Bullenmarkt oder Falle? Worauf wir beim Bitcoin-Kurs achten sollten
Diese 5 Coins haben 2019 am besten performt
Kolumne

Altcoin Hodler aufgepasst! Trotz Bitcoins unangefochtener Dominanz in Sachen Marktkapitalisierung (zur Stunde sind es 67 Prozent) konnten Trader 2019 durch geschicktes Coin Picking Bitcoins Performance schlagen. Aufs Jahr gerechnet legte die Kryptowährung Nr. 1 zwar um sagenhafte 96 Prozent zu. Doch damit belegt BTC lediglich Platz drei in der Performance-Rangliste 2019.

Bitcoin-Kurs, Bullenmarkt oder Falle? Worauf wir beim Bitcoin-Kurs achten sollten
DGLD Token ab sofort verfügbar
Blockchain

Stable Coins stehen, wie auch ihr Name schon verrät, für Stabilität und Beständigkeit. Der neue DGLD Token bringt dieses Prinzip indessen auf die nächste Stufe. Schließlich ist er nicht an launenhaftes Papiergeld gebunden, sondern an ein Edelmetall.

Bitcoin-Kurs, Bullenmarkt oder Falle? Worauf wir beim Bitcoin-Kurs achten sollten
Green Bonds kommen auf die Blockchain
Invest

Am 12. Dezember lancierte ein schwedisches FinTech-Unternehmen mit deutscher Unterstützung die „Green Assets Wallet“. Die Plattform sammelt Daten, die für ökologisch nachhaltige Investitionen genutzt werden.

Angesagt

Fiat Chrysler tritt IBM geführtem Blockchain-Rohstoff-Netzwerk bei
Unternehmen

Der Nutzen der Blockchain endet nicht mit Bitcoin. Diese Binsenweisheit ist zumindest an der Industrie nicht vorbeigegangen, die schon seit Jahren an Nutzungsmöglichkeiten forscht. Hervorzuheben sind hierbei jene Verwendungsweisen, die neben der üblichen Effizienzsteigerung auch mit dem Versprechen von Gemeinnützigkeit aufwarten. So nutzen insbesondere Automobilhersteller vermehrt die Vorteile der Blockchain für die Nachverfolgung von Rohstofflieferketten. Damit wollen sie auch menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen entgegenwirken.

Bitcoin-Kurs gefangen im Abwärtstrend
Kursanalyse

Das Adam-und-Eva-Pattern konnte sich nicht wie erhofft auflösen, sodass die Einschätzung beim Bitcoin-Kurs ins Bearishe zurückfiel. Dennoch sind die Long-Positionen beim Wertepaar BTC/USD auf einem Allzeithoch. Immerhin ist das steigende Interesse der institutionellen Investoren ein Hoffnungsschimmer.

65 Prozent der Hash Rate steht in China – kein Grund zur Panik
Bitcoin

CoinShares verortet 65 Prozent der Bitcoin Hash Rate in China – davon 54 Prozent alleine in der Provinz Sichuan. Wieso das kein Grund zur Sorge ist.

Warum der Zusammenschluss der deutschen Blockchain-Szene zur richtigen Zeit kommt
Kommentar

Teamplay ist nicht nur im Sport wichtig, sondern auch innerhalb eines Wirtschaftszweiges beziehungsweise einer Branche. Die Fähigkeit, sinnvolle Kooperationen mit anderen Unternehmen einzugehen, kann über Erfolg und Misserfolg entscheiden. Wie es die Blockchain-Branche in Deutschland mit Kooperationen hält und warum uns die Verbandsarbeit in Deutschland einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil gegenüber den USA und China sichern kann. Ein Kommentar.

Warte mal kurz ... !

Kennst du schon unseren Newsletter? Wir versorgen dich kostenlos mit den spannendsten News der Krypto- und Blockchainszene: