Blockchain-Start-up erhält E-Geld-Lizenz: Die Isländische Krone wird digital

Christopher Klee

von Christopher Klee

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Christopher Klee

Christopher Klee hat Literatur- und Medienwissenschaften sowie Informatik an der Universität Konstanz studiert. Seit 2017 beschäftigt sich Christopher mit den technischen und politischen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

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Das isländische Blockchain Start-up Monerium darf sich nach einer Entscheidung des EMI nun offiziell als E-Geld-Institut bezeichnen.

Das isländische FinTech-Unternehmen Monerium hat von der zuständigen Finanzaufsichtsbehörde den Status eines Electronic Money Institiutes (EMI) verliehen bekommen. Somit darf das Start-up künftig zunächst eine digitale Form der Isländischen Krone auf der (Ethereum) Blockchain emittieren. Das gab Monerium am 15. Juni in einer Pressemitteilung bekannt. Das Unternehmen sieht in seiner Version von E-Geld die Vorteile von Distributed-Ledger-Technologien und einem sicheren regulatorischen Umfeld vereint.

Monerium E-Geld umfasst die Vorteile von programmierbarem Geld auf Blockchain, ist aber auch die nächstgelegene Form von Zentralbankgeld, die es gibt – basierend auf einem bewährten EU-Rechtsrahmen,

sagte Co-Founder Jon Helgi Egillson anlässlich der Konferenz „The Future of Money“, die am 15. Juni in Stockholm stattgefunden hat.

Dabei gehe es Monerium vor allem um die Automatisierung von Finanztransaktionen, einschließlich Zahlungsverkehr, Handelsfinanzierung, Wertpapierabwicklung und E-Commerce. Die eigene Plattform – die selbst auf der Ethereum-Blockchain basiert – soll „Blockchain-agnostisch“ sein, also auch andere öffentliche und private Krypto-Netzwerke unterstützen.

Der Erhalt einer E-Geld-Lizenz ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu unserem Ziel, die digitale Währung zugänglich, sicher und einfach zu managen,


sagt Sveinn Valfells, CEO und Co-Founder von Monerium. Und fährt fort:

Zur Unterstützung unserer E-Geld-Emission haben wir eine digitale Banking-Plattform entwickelt, die mit allen führenden Blockchain-Protokollen kompatibel und für andere Kunden und Finanzdienstleister erweiterbar ist. Unsere Plattform basiert auf offenen Standards und wurde entwickelt, um dezentrale Finanzanwendungen zu unterstützen.

Monerium will am 18. Juni auf der Kopenhagener FinTech-Woche offiziell die Beta-Phase der Plattform ausrufen.

Nicht das erste Blockchain Start-up mit E-Geld-Lizenz

Anders als die Überschrift der Pressemitteilung suggeriert, handelt es sich bei Monerium nicht um das weltweit erste Blockchain-Unternehmen mit E-Geld-Lizenz. So hat erst vor Kurzem bereits das Krypto-Start-up TenX eine EMI-Lizenz erhalten. Während bei Monerium der behördliche Segen von der Isländischen Finanzaufsicht FME kam, reichte TenX seinen Antrag bei der Liechtensteiner FMA ein. Es kann also keine Rede davon sein, dass Monerium das erste blockchainbasierte E-Geld-Institut ist.

Unterdessen spielt auch die schwedische Zentralbank  mit dem Gedanken, ein digitales Pendant zur schwedischen Krone anzubieten. „Echte“ Krypto-Stable-Coins erhalten somit zunehmend Konkurrenz von traditioneller Seite – oder verhält es sich am Ende umgekehrt?


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