Bitcoin und die Steuererklärung: Report offenbart große Wissenslücken

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Bitcoin und die Steuererklärung: Report offenbart große Wissenslücken

Das Unternehmen Blox berichtet über große Wissenslücken bei der Buchhaltung von Krypto-Investments sowie der Berichterstattung an die Steuerbehörden. Nur 5 Prozent der US-Wirtschaftsprüfer (CPAs) glauben, dass ihre Kunden den Handel mit digitalen Vermögensgütern vollständig offenlegen können. Für 96 Prozent der CPAs steht eine offizielle Regulierung unmittelbar bevor.

Blox.io ist eine Plattform für Krypto-Tracking, Management- und Buchhaltungslösungen. Blox hat eine Studie „The Crypto CPA Insights Report“ zum Thema Steuererklärung veröffentlicht. Die Studie beschreibt die Schwierigkeiten, die Krypto-Inhaber und CPAs mit der korrekten Steuererklärung haben. Ferner vermittelt der Bericht Erkenntnisse über die Hürden, die Einzelinvestoren und Unternehmen nehmen müssen, um ihre digitalen Vermögensgüter im Detail verfolgen und verwalten zu können. Der Bericht schafft zudem einen Einblick in die aufstrebende Krypto-Buchhaltungsbranche.

Wie BTC-ECHO bereits am 29. Juli berichtet hatte, plant der Internal Revenue Service über 10.000 Besitzer von Bitcoin, die keine Steuern auf ihre Transaktionen gezahlt haben, per Post zu kontaktieren.

Im Zuge dieser ersten Ermittlungen der US-Steuerbehörde, berichtet Blox, dass gerade einmal 5 Prozent der US-Wirtschaftsprüfer glauben, dass ihre Kunden in der Lage sind, eine genaue und vollständige Steuererklärung offenzulegen.

Dies kann vorsätzlich, jedoch auch unbewusst passieren. Denn 98 Prozent der CPAs gaben an, dass fehlende oder ungenaue Daten in erster Linie zu Krypto-Abrechnungsfehlern führen sollen. Hinzu kommt ein mangelndes Verständnis der Steuerregeln für Kryptowährungen sowie fehlende staatliche Regulierungen und Anleitungen für den richtigen Umgang mit digitalen Vermögensgütern.

Ist eine genaue Berichterstattung an die Steuerbehörde überhaupt möglich?

 Die Gründerin Sharon Yip von Crypto Tax Advisors sagte in einer Pressemitteilung hierzu:

Wenn ein Unternehmen 1.000 Transaktionen pro Tag mit 100 verschiedenen Wallet-Adressen für 30 verschiedene Abteilungen erstellt hat, ist die Organisation und Verfolgung dieser Transaktionen wie die Suche nach einer Nadel im Heuhaufen.

Ferner sagt Sharon Yip, dass es für Anleger ein gefährliches Spiel sei, sich auf Exchanges zu verlassen. Manche Börsen dokumentieren die Transaktionen nur wenige Monate, andere Börsen werden geschlossen. Dies macht eine Berechnung von Gewinn und Verlust nahezu unmöglich und kann zu rechtlichen Konsequenzen führen.

Hierzu hatte BTC-ECHO im Mai berichtet, inwiefern Steuern auf die Einkünfte aus Krypto-Trades anfallen. Zudem bietet das Schweizer Start-up Accointing ein Steuer-Tool für Trader. Das Tool ermöglicht die Überwachung des Portfolios und gibt Hilfestellungen bei der Steuererklärung.

Alon Muroch, CEO von Blox, sieht zudem eines der größten Probleme in der fehlenden Infrastruktur und sagte:

Dies ist eine völlig neue Branche, und die meisten Investoren und Wirtschaftsprüfer lernen immer noch die Grundlagen. Eines der größten Probleme ist der Mangel an Infrastruktur. Je mehr Krypto-Transaktionen zum Mainstream werden, desto mehr intelligente Tracking- und Management-Tools sind unerlässlich. Menschliches Versagen kann schwerwiegende Folgen haben.

Es wird berichtet, dass 93 Prozent der CPAs glauben, dass es in naher Zukunft intelligente Software-Lösungen für die Krypto-Steuererklärung geben wird. Zudem sprechen sich 81 Prozent für eine stärkere Automatisierung und DatenspeicBitcoin Steuerherung aus.

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