Fehlende Regulierung Bitcoin-Steuer: Indischer Gesetzentwurf fordert 18 Prozent

Christian Stede

von Christian Stede

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Christian Stede

Christian ist freiberuflicher Journalist. Er ist davon überzeugt, dass die Blockchain-Technologie ein noch ungeahntes Umweltschutz- und Nachhaltigkeitspotenzial bietet.

Gestapelte Bitcoin-Münzen vor einem Taschenrechner

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Der Standpunkt der indischen Regierung zu Kryptowährungen bleibt weiter zwiegespalten. Nun droht ein neues Steuergesetz, dass vielen Kryptobörsen den Garaus bereiten könnte.

Die indische Regierung erwägt laut Medienbericht der Times Of India einen Gesetzentwurf, der eine Steuer von 18 Prozent auf Bitcoin-Transaktionen verhängt. Bei einem Transaktionsvolumen von jährlich umgerechnet 5,5 Milliarden US-Dollar würde der indische Fiskus damit eine Million US-Dollar in die eigenen Kassen spülen. Die CEIB (Central Economic Intelligence Bureau), eine Sektion des Finanzministeriums, hat den Vorschlag dem Central Board of Indirect Taxes & Customs (CBIC) vorgelegt. Das CEIB fungiert in Indien als Think Tank des Finanzministeriums. Es hat bereits eine Studie zur Erhebung der Waren- und Dienstleistungssteuer (GST) auf Kryptowährungen durchgeführt.


Der Bericht erwähnt weiterhin, dass das CEIB die indische Regierung aufgefordert hat, Bitcoin als immateriellen Vermögenswert anzuerkennen. Damit wäre faktisch grünes Licht gegeben, um eine GST-Abgabe auf alle Bitcoin-Transaktionen im Land zu erheben. Wirklich überraschend kommt der Vorstoß nicht. Bereits seit geraumer Zeit gibt es Bedenken der Behörden wegen fehlender Regularien in Bezug auf Kryptowährungen. Die Verwendung von Bitcoin bei illegalen Aktivitäten wie Geldwäsche und Wetten geriet dabei in den Fokus. 

Bitcoin-Trading in Indien seit März wieder erlaubt

Die von unregulierten Krypto-Börsen und ihrem Handel ausgehenden Herausforderungen sind um so größer, nachdem der Oberste Gerichtshof Indiens ein zweijähriges Verbot der indischen Zentralbank RBI aufgehoben hat. Seitdem ist es Banken und Finanzinstituten wieder erlaubt, mit digitalen Währungen zu handeln. Sogleich nach Aufhebung des Verbotes stiegen die Transaktionszahlen rasant in die Höhe

Dabei war die Regierung in Indien zuvor durch einen sehr harten Kurs gegen Kryptowährungen aufgefallen. Wie BTC-ECHO bereits im August diesen Jahres meldete, erwog die Regierung gar, den Handel mit Bitcoin & Co. komplett zu verbieten. Wie praktikabel dieser Ansatz letztendlich ist, bleibt fraglich. Schließlich ist Indien die drittgrößte Volkswirtschaft Asiens mit einer der höchsten Wachstumsraten im internationalen Vergleich. Dass Handlungsbedarf in Sachen Regulierung besteht, wurde indes vielfach angemerkt

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Die Besteuerung von Trading als GST würde für viele Kryptobörsen in Indien das Aus bedeuten, wie Bitcoin-Börsen-Chef Praveenkumar Vijaayakumar in einem offenen Brief an die RBI erläutert. Solange die RBI keine klaren Regeln schafft, bekämen die Kryptobörsen von ihren Kreditgebern auch nicht die Finanzdienstleistungen angeboten, die sie benötigten. Dabei dürfte eindeutig sein, dass die angekündigte Besteuerung von 18 Prozent nicht die Klarheit bringt, die sich die Kryptobörsen so dringend wünschen. 

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