Regulierung Plant Indien jetzt ein totales Bitcoin-Verbot?

Christian Stede

von Christian Stede

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Christian Stede

Christian ist freiberuflicher Journalist. Er ist davon überzeugt, dass die Blockchain-Technologie ein noch ungeahntes Umweltschutz- und Nachhaltigkeitspotenzial bietet.

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Gerade in Zeiten des Lockdowns erfreuen sich private Krypto-Investments besonders in Indien größter Beliebtheit. Dem will man jetzt laut eines Insiders von Regierungsseite einen dicken Riegel vorschieben.

Wie das Nachrichtenportal Moneycontrol auf seiner Webseite meldet, will die indische Regierung das Trading mit Kryptowährungen per Gesetz verbieten lassen. Die indische Zentralbank „Reserve Bank of India“ (RBI) hatte stets einen restriktiven Kurs gegen Bitcoin & Co. gefahren. Der private Besitz von Kryptowährungen war zwar erlaubt, Banken war es jedoch verboten, entsprechende Dienstleistungen mit ihnen anzubieten. Erst im März dieses Jahres hat der indische Supreme Court dieses Verdikt aufgehoben

Dies war natürlich für viele Investoren und Geldinstitute eine gute Nachricht, hatte die indische Regierung diesbezüglich lange Zeit eine klare Linie vermissen lassen. In seiner aktuellen Meldung bezieht sich Moneycontrol auf einen Angehörigen aus indischen Regierungskreisen.

Die Regierung war der Ansicht, dass ein Verbot durch ein Gesetz verbindlicher wäre. Es wird klar definieren, wann wir es mit illegalen Handlungen zu tun haben. Eine Mitteilung an die zuständigen Ministerien wurde zur Diskussion weitergeleitet,

so der Insider. Zu dem Inhalt dieses Gesetzes sagt der Offizielle, der Handel mit Kryptowährungen in Indien solle „offiziell beendet werden“. Das würde auch privaten Investoren den Kauf von Bitcoin und seinen Artgenossen verbieten. An dem Gesetzentwurf waren nach seinen Worten das Justizministerium, das Ministerium für Information und Technologie sowie die RBI beteiligt. Schlussendlich müsste das indische Parlament dem Gesetzentwurf noch zustimmen.

Indien erlebt Krypto-Boom während des Lockdowns


Ein solches Gesetz wäre natürlich ein absoluter Paukenschlag. Denn gerade in der Zeit des Lockdowns hat der Krypto-Handel in Indien massiv zugelegt. 

Die Pandemie hat dazu geführt, dass viele Menschen ihre Investitionen durch den Kauf von Krypto absichern. Da es online ist, besteht ein viel geringeres Risiko, dass die Pandemie dies betrifft,

zitiert Moneycontrol Nischal Shetty, den Co-Gründer der Krypto-Börse WazirX.

Die Menschen haben jetzt mehr Zeit, nach neuere Möglichkeiten des Investments Ausschau zu halten.

Davon hätten gerade WazirX und seine Mitstreiter profitiert. Laut des von Moneycontrol zu Rate gezogenen Regierungsmitarbeiters ist es recht wahrscheinlich, dass das Parlament das Gesetz verabschieden wird. Dann müssen alldiejenigen, die beim Handel mit Kryptowährungen erwischt werden, mit drakonischen Strafen rechnen. In einem ersten Bericht eines indischen Kontrollgremiums aus dem Jahr 2017 war noch von Geldstrafen in Höhe von 25 Rupien und einer Gefängnisstrafe von bis zu zehn Jahren die Rede gewesen.


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