Bitcoin Mining, Bitcoin Mining: Putins Internet-Ombudsmann will 20 Prozent Marktanteil

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Bitcoin Mining: Putins Internet-Ombudsmann will 20 Prozent Marktanteil

Der russische Internet-Ombudsmann Dmitri Marinichev verspricht, den Bitcoin-Mining-Markt aufzumischen. Mit einer neuen Schürfoperation möchte der russische Unternehmer 20 Prozent des weltweiten Mining-Markts an sich reißen. Ob seine ehrgeizigen Pläne Erfolg haben werden, bleibt indes fraglich.

Die Russian Mining Company (RMC) des russischen IT-Unternehmers und Internet-Obudsmann Dmitri Marinichev plant den Bau einer neuen Bitcoin-Mining-Farm. Marinichev kündigte an, dass die Operation auf einen Anteil von 20 Prozent des globalen Mining-Markts abzielt.

Das russische Finanznachrichtenportal RBK berichtete am 29. Oktober von den Plänen der Russian Mining Company. Demnach entsteht die Bitcoin-Mining-Farm auf dem Gelände einer Fabrikanlage in Karelien, einer nordwestlichen Region unweit der finnischen Grenze. Eine dort ehemals beheimatete Aluminiumfabrik des Konzerns Rusal musste im August 2018 schließen. Auf Grund von Sanktionen war es ihr nicht mehr möglich, ihr Aluminium in die USA zu liefern. Marinichev plant dort nun einen Daten-Hub, das Ziel ist es, die Rechenleistung vor allem ins Ausland zu verkaufen.

Neben seiner Tätigkeit als Unternehmer ist Marinichev seit 2014 zudem auch Russlands Internet-Ombudsmann. Präsident Putin berief ihn persönlich auf diesen Posten. Marinichev vertritt in dieser Funktion die Interessen der Wirtschaft gegenüber der Politik, besonders, wenn es um Fragen der Regulierung des Internets geht. Als Ombudsmann fiel er bisweilen auch durch kritische Äußerungen auf. In einem Interview unterstellte er manchen Gesetzesgebern etwa, in der unzeitgemäßen Mentalität des Kalten Krieges verharrt zu sein. Dennoch kann ihm eine gewisse Kremlnähe nachgesagt werden, die bei geschäftlichen Unternehmungen in Russland mehr als nützlich ist.

Bitcoin Mining made in Russia


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Marinichevs Russian Mining Company (RMC) ist bereits seit einigen Jahren im Geschäft. Im Jahr 2017 nahm das Unternehmen im Rahmen von Russlands bislang größtem ICO 43 Millionen US-Dollar ein. Eine bereits im Jahr 2017 in Moskau errichtete Mining Farm für Bitcoin und Ethereum hat RMC allerdings im Mai wieder vom Netz genommen. Die hohen Moskauer Strompreise machten das Geschäft unrentabel.

Für den in Karelien geplanten Bitcoin Mining Pool kooperiert RMC zusätzlich mit der britischen Bitcoin-Börse Cryptonex. Das russische Unternehmen erhielt 42 Millionen Einheiten des börseneigenen Krypto-Token CNX. Durch ihren Verkauf will RMC die nötigen Mittel einnehmen, um Bitcoin-Mining-Equipment zu erwerben. Die beiden Unternehmen wollen so gemeinsam ein Fünftel des Mining-Markts übernehmen. Das Geschäftsmodell zielt hierbei auf Dezentralität. Die Rechenleistung soll an Schürfer aus dem Ausland verkauft werden.

Strompreise für Mining ausschlaggebend

RBK fragte Yuri Pripachkin, den Vorsitzende der russischen Krypto- und Blockchain-Interessenvertretung RACIB, nach seinem Urteil zu Marinichevs Plänen. Pripachkin erklärte, dass Bitcoin Mining in Russland nach wie vor rentabel sein könnte. Entscheidend ist nach wie vor der Strompreis. Weswegen es übrigens keine vergleichbaren Bitcoin-Mining-Operationen in Deutschland gibt. Der Strompreis ist hier zu Lande schlicht zu hoch.

Bezüglich des 20-Prozent-Ziels der Russian Mining Company zeigte sich Pripachkin allerdings skeptisch:

Es gibt bereits viele andere Spieler auf der Welt, die diese Kryptowährung abbauen. Für den russischen Pool ist es realistisch, von 5-7 Prozent des Gesamtvolumens auszugehen, und dieser Indikator ist stark vom Zugang zu entsprechenden Strompreisen abhängig.

Russische Mining Farmen kontrollieren momentan insgesamt etwa 10 Prozent der weltweiten Bitcoin Mining Rate. Der Großteil der Bitcoin wird indessen nach wie vor in China geschürft. Chinesische Mining-Giganten wie Bitmain und Canaan versuchen jedoch, in den USA Fuß zu fassen und nicht in Russland. Ob sie Marinichevs Daten-Hub nutzen werden, bleibt folglich fraglich.

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