Bitcoin-Mining: Abchasien dreht 15 Farmen den Strom ab

Quelle: shutterstock

Bitcoin-Mining: Abchasien dreht 15 Farmen den Strom ab

Die Autonome Republik Abchasien hat 15 Bitcoin-Mining-Farmen die Stromzufuhr gekappt. Insgesamt hatten sie so viel Strom verbraucht wie 1.800 Haushalte. Damit war ihr Bedarf schlichtweg zu hoch für die Region.

Bitcoin-Mining verbraucht Strom und das nicht zu knapp. Was Umweltschützern ein Dorn im Auge ist, kann für kleine Regionen eine Bedrohung der lokalen Stromversorgung darstellen. Entsprechend konnte die Autonome Republik Abchasien den Stromverbrauch der nahegelegenen Mining-Farmen für Bitcoin und andere Kryptowährungen nicht länger tragen. Die Region gilt völkerrechtlich als Teil Georgiens und zählt knapp 250.000 Einwohner. Zum Jahresende musste sie die Stromzufuhr für die Mining-Betriebe einstellen, wie der staatliche Stromversorger Chernomorenergo in einem Facebook-Post am 31. Dezember mitteilte.

Keine leichte Zeit für Bitcoin-Mining

Um die Stromversorgung der Region weiterhin gewährleisten zu können, hat die Regierung der Republik Abchasien eine Resolution „über zeitweilige Maßnahmen zur Begrenzung des Stromverbrauchs bestimmter Kategorien von Abonnenten“ verabschiedet. Mit der Abschaltung der Stromversorgung aller im Netz befindlichen Bitcoin-Betriebe wurde diese Entscheidung am 31. Dezember des vergangenen Jahres umgesetzt. Die 15 betroffenen Mining-Farmen hatten insgesamt 8.950 kWh verbraucht – laut Angaben des Stromversorgers so viel wie 1.800 Haushalte. Der Stromversorger betonte zwar, dass die Eigentümer der Anlagen vorab über die Abschaltung informiert wurden. Bislang ist jedoch nichts über die Dauer der Maßnahme oder die Reaktion der Betreiber bekannt.

Die kleine Region in Georgien steht jedoch mit ihrer Maßnahme gegen den hohen Stromverbrauch von Mining-Farmen nicht alleine da. Auch Norwegen ist bereits gegen den enormen Energiebedarf, den das Schürfen von Bitcoin & Co. erfordert, vorgegangen. Wie BTC-ECHO am 24. November berichtete, hatte das skandinavische Land Krypto-Mining bislang mit vergünstigten Strompreisen subventioniert. Dieser Vorteil ist am 1. Januar dieses Jahres weggefallen. Daher müssen Bitcoin-Mining-Unternehmen nun das Vierfache für den benötigten Strom bezahlen.

Nicht nur diese Preiserhöhung machen Krypto-Miner derzeit zu schaffen. Immer geringer werdende Gewinnmargen, die aus dem anhaltenden Bärenmarkt und dem rasanten Wachstum der Marktgrößen wie Bitmain resultieren, bringen die Schürfer in Bedrängnis. Dagegen dürften die Ergebnisse einer kürzlich erschienenen Studie von CoinShare Umweltschützer beruhigen. Entsprechend stamme ein Großteil des Stroms, der für das Krypto-Mining verwendet wird, aus erneuerbaren Energien. Außerdem sorge das Schürfen von Bitcoin & Co. für die Stabilisierung der Stromnetze und wirke sich dadurch positiv auf die Effizienz der Stromnetze aus.

BTC-ECHO

Aufgepasst: Der Kryptokompass ist das erste digitale Magazin für digitale Währungen und Blockchain-Assets. Er liefert dir monatlich exklusive Einschätzungen, spannende Insights und umfassende Analysen zur aktuellen Lage an den Blockchain- & Krypto-Märkten. Nur jetzt und nur solange der Vorrat reicht: Im Abo inkl. GRATIS Bitcoin-T-Shirt

 

Mehr zum Thema:

Ähnliche Artikel

Blockstream startet eigene Bitcoin-Mining-Farm
Blockstream startet eigene Bitcoin-Mining-Farm
Mining

Der Lightning-Entwickler Blockstream möchte nun auch im Mining Game mitmischen. Das Unternehmen steigt deshalb mit zwei Serverfarmen in das Bitcoin-Schürfen ein. Hierbei bleibt es seiner grundlegenden Agenda treu: Die Dezentralität des Bitcoin-Netzwerks soll gewahrt werden.

Ponzi-System-Betrüger in Indien festgenommen
Ponzi-System-Betrüger in Indien festgenommen
Mining

Die indische Polizei hat einen australischen Krypto-Verbrecher in einem Hotel in der Nähe des Flughafens von Delhi festgenommen. Ein australischer Staatsbürger hat angeblich ein Krypto-Ponzi-Programm im Wert von 14 Millionen US-Dollar aufgebaut. Insgesamt sollen 1.500 Menschen von dem Betrug betroffen sein.

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

Älteste Bank Koreas nutzt Blockchain
Älteste Bank Koreas nutzt Blockchain
Tech

Die älteste Bank Südkoreas entwickelt eine Sicherheitsstrategie auf Basis der Blockchain-Technologie. Die Shinhan Bank ging dazu eine Kooperation mit zwei weiteren Unternehmen ein. Mit Ground X beteiligt sich auch die Tochterfirma des Messenger-Marktführers in Korea daran. Im Zentrum der Zusammenarbeit steht die Entwicklung eines Private Key Management Systems für Kunden.

„Satoshi“ offenbart sich – Was ist von „The Reveal“ zu halten?
„Satoshi“ offenbart sich – Was ist von „The Reveal“ zu halten?
Szene

Laut Ivy McLemore tritt Satoshi nun an die Öffentlichkeit. In drei Artikeln soll der Erfinder von Bitcoin sich offenbaren. Wirklich glaubhaft wirkt das alles jedoch nicht, sodass man eher von einem seltsamen PR-Gag ausgehen kann.

Alibaba reicht Patent für Blockchain-Domains ein
Alibaba reicht Patent für Blockchain-Domains ein
Krypto

Alibaba reicht ein US-Patent für das Blockchain-System UBCDN ein. Das System soll Informationen vertrauensvoll kennzeichnen und verteilen. Ferner soll UBCDN übergreifend mit anderen Blockchain-Systemen funktionieren.

Pfizer: Pharma-Riese startet Blockchain-Projekt
Pfizer: Pharma-Riese startet Blockchain-Projekt
Blockchain

Der Pharma-Riese Pfizer und Biogen leiten eine gemeinsame Organisation: die Clinical Supply Blockchain Working Group (CSBWG). Die gemeinsame Arbeitsgruppe startet nun ein Proof-of-Concept-Projekt für die Optimierung der pharmazeutischen Lieferkette.

Angesagt

Das Regulierungs-ECHO – USA will Bitcoin-Steuersündern an den Kragen
Regierungen

Während das Klima in Neuseeland zunehmend krypto-freundlicher wird, schauen die Behörden in den USA künftig genauer hin. Es ist wieder viel passiert in Sachen Krypto-Regulierung.

Jenseits der 51-Prozent-Attacke: Angriffe auf Bitcoin & Co.
Wissen

Spricht man über Angriffe auf Bitcoin und andere Kryptowährungen, fällt schnell der Begriff 51-Prozent-Attacke. Sicherlich ist diese besonders schlimm, da damit unter anderem Double-Spending-Attacken möglich sind. Doch auch ohne das Neuschreiben von Blöcken kann man Bitcoin & Co. schaden.

Bitcoin und traditionelle Märkte: Im Gleichschritt mit Gold
Märkte

Bitcoins Performance steht aktuell über der von Gold. Die Volatilität ist wieder unter 4 Prozent gefallen. Diese positiven Entwicklungen werden von einer geringen Korrelation zu den übrigen Märkten begleitet.

Die Top Bitcoin- und Blockchain-News der Woche
Kolumne

Der Bitcoin-Kurs rutscht nervös zwischen verschiedenen Markern hin und her und alle fragen sich: Warum? Der BTC-ECHO-Newsflash. Alles, was du letzte Woche verpasst hast.

Warte mal kurz ... !

Kennst du schon unseren Newsletter? Wir versorgen dich kostenlos mit den spannendsten News der Krypto- und Blockchainszene:

Neue Ausgabe: Das Kryptokompass Magazin inkl. Bitcoin-T-Shirt GRATIS!