Bitcoin-Kurs erreicht Jahreshoch: Wohin geht die Reise?

Dr. Philipp Giese

von Dr. Philipp Giese

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Dr. Philipp Giese

Dr. Philipp Giese arbeitet als Chief Analyst für BTC-ECHO und ist auf die Bereiche Chartanalyse und Technologie spezialisiert. Der promovierte Physiker kann dabei auf jahrelange Berufserfahrung als technologischer Berater zurückgreifen. Zudem ist er zentraler Ansprechpartner im Discord-Channel von BTC-ECHO und pflegt als Speaker und Interviewer den Austausch mit Startups, Entwicklern und Visionären.

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Quelle: Shutterstock

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Heute, am 3. Mai, konnte der Bitcoin-Kurs auf über 5.700 US-Dollar steigen und damit ein neues Jahreshoch erreichen. Auf Bitfinex konnte der Kurs sogar schon über die 6.000-US-Dollar-Grenze steigen. Auf der Suche nach Gründen und Prognosen. 

Da wurde der eher bearishen Prognose der letzten Altcoin-Marktanalyse widersprechend das bullishe Szenario der gestrigen Kursanalyse voll erfüllt: Der Bitcoin-Kurs stieg seit heute Morgen von 5.400 US-Dollar an und kennt aktuell nur eine Richtung: aufwärts. In dieser Aufwärtsbewegung wurde das bisherige Jahreshoch von 2019 überboten. Aktuell bewegt sich der Kurs über 5.700 US-Dollar. Damit wagt der Bitcoin-Kurs erneut einen Retest der durch das seit Ende November 2018 bestehende Plateau definierten Resistance.

Auf Bitfinex ist es sogar noch extremer: Auf dieser umstrittenen Börse trieben die Bullen den Bitcoin-Kurs über die 6.000-US-Dollar-Marke. Die angesprochene Resistance liegt auf dieser Börse schon weit zurück. Die nächste Resistance ist die der langen Seitwärtsphase zwischen September und November 2018.

Ist das der erhoffte Bullenmarkt? Sicherlich können die News um Bakkt sowie das Investmentverhalten des Ablegers der Intercontinental Exchange einen positiven Einfluss auf den Markt haben. Kritische Stimmen vermuten jedoch die Unsicherheiten auf Bitfinex als Grund. Viele Anleger sollen von dieser problemgeplagten Börse ihre Bitcoin-Funds abziehen, sodass für jene, die Bitcoin kaufen möchten, eine Verknappung des Angebots entsteht. Diese erhöhte Nachfrage treibt, so die bearishe Hypothese, den Preis nach oben, was wiederum auf andere Börsen einen Einfluss hat.

Bearishe Divergenz beim Bitcoin-Kurs lässt zwar Pullback vermuten…


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Die Suche nach fundamentalen Gründen gleicht öfter einer Suche nach der sprichwörtlichen Nadel im Heuhaufen. Sichtbarer – wenn auch ebenfalls mit Vorsicht zu genießen – sind da die Signale im Chart. Was kann man also mit Blick auf den Daily-Chart sagen?

Auch wenn die aktuelle Entwicklung positiv ist, bleibt die mittelfristige Prognose neutral bis eher bearish: Sicher, der Aroon-Up-Indikator konnte bei der aktuellen Kursexplosion wieder stark ansteigen, ebenso konnten die gleitenden Mittelwerte der letzten 50 beziehungsweise 200 Tage (orange und grün eingezeichnet) ein goldenes Kreuz bilden. RSI und MACD sinken jedoch und bilden gemeinsam mit dem seit Anfang April ansteigenden Aufwärtstrend eine bearishe Divergenz. Sollte der Kurs also unter 4.899,01 US-Dollar fallen, ist der aktuell verfolgte Abwärtskanal endgültig gebrochen.

Wer trotz der leicht bearishen Signale auf der aktuellen Aufwärtsbewegung mitreiten möchte, sollte seinen Stop Loss dorthin setzen. Ein erstes mögliches Target liegt bei 6.201,23 US-Dollar. Außerdem: Wie wir weiter unten sehen werden, kann es sich bei diesem bearishen Sentiment auch um die Ankündigung einer temporären Kurskorrektur und nicht um die Suche nach einem neuen Boden handeln.

Bullenmarkt? Verschiedene Indikatoren weisen verschiedene Wege

Was ist langfristig zu sagen? Einerseits stimmt die Delta-Kapitalisierung beziehungsweise die DVAV-Ratio hier immer noch etwas kritisch: Sie liegt noch deutlich über zwei und damit über den Werten, die in den letzten Bitcoin-Marktzyklen das Ende des Bärenmarkts ankündigten:

Die Zeit wird zeigen, ob sich hier ein neues Narrativ bildet. Wer weiß, vielleicht bildet sich in diesem Zyklus der Boden der DVAV-Ratio auf einem deutlich höheren Level als bei den vorherigen Marktzyklen.

Charttechnisch jedenfalls sieht aktuell alles recht bullish aus:

Langfristig sieht die Gesamtlage deutlich rosiger aus. Ein Kurs über den gleitenden Mittelwerten der letzten 20 beziehungsweise 150 Wochen, ein steigender RSI, ein hoher Aroon-Up-Indikator sowie ein positiver MACD stimmen sehr bullish. Gerade der letzte Indikator ist interessant, ist der MACD im Wochenchart nun das erste Mal seit Ende 2018 bullish. Vergleichen wir die Situation mit August 2015, könnte man dies als Beginn des Bullenmarkts interpretieren.

Disclaimer: Die auf dieser Seite dargestellten Kursschätzungen stellen keine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlungen dar. Sie sind lediglich eine Einschätzung des Analysten.

Chartbilder auf Basis der Daten von bitstamp.com

USD/EUR-Kurs zum Redaktionsschluss: 0,89 Euro.


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