Bitcoin-Kurs bei 8.000 US-Dollar: Wird BTC manipuliert?

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Bitcoin-Kurs bei 8.000 US-Dollar: Wird BTC manipuliert?

Der Bitcoin-Kurs ist mit aktuell 8.000 US-Dollar so tief wie seit Juni 2019 nicht mehr. Die Stimmung unter Anlegern ist angespannt. Wie ist die Lage am Krypto-Markt? Ein Blick auf Manipulationsverdacht beim BTC-Kursverlauf.

Spätestens seit der Bitcoin-Kurs die 10.000-US-Dollar-Marke und sukzessive die 9.000-US-Dollar-Marke gerissen hat, kann man es nicht anders sagen: Die Stimmung am Krypto-Markt war schon einmal besser. Laut dem Crypto Fear & Greed Index ist die Anleger-Stimmung am 27. September extrem verängstigt, allerdings mit einer leichten Steigerung im Gegensatz zum Vortag:

Latest Crypto Fear & Greed Index

Zur Erklärung: Der Fear & Greed Index versucht die Anleger-Stimmung im Krypto-Markt abzubilden. Er setzt sich aus verschiedenen Faktoren wie Bitcoin-Kursverlauf, aber auch Fundamental- und technischer Analyse zusammen. Laut den Initiatoren von alternative.me kann man hier die Grundlagen des antizyklischen Investments anwenden – natürlich ohne Garantie.

Bitcoin-Kurs-Manipulation durch Futures?

Krypto-Fans hatten sich von den BTC-Terminkontrakten aus dem Hause Bakkt eine große Signalwirkung erhofft. Physisch abgesicherte Futures, mit denen auch institutionelle Investoren auf den Bitcoin-Kurs wetten können – das sollte auch das große Geld in das Ökosystem spülen. Doch weit gefehlt: Momentan sieht es eher danach aus, als ob Geld den Markt verlässt. Wie wir hier erläutern, gab es in diesem Zusammenhang offenbar einige fehlgeleitete Erwartungen. Doch es gibt auch Verdachtsmomente, die in eine ganz andere Richtung gehen.

Laut einer Analyse von Arcane Research gibt es Hinweise, dass durch die Bitcoin Futures der Bitcoin-Kurs bewusst manipuliert, mindestens jedoch beeinflusst wird. Sie beziehen sich hier auf die bereits seit 2017 bestehenden BTC Futures der Chicagoer Optionsbörse CME, nicht auf die frisch lancierten Bakkt Futures. Laut Arcane Research sei der Bitcoin-Kurs in 15 von 20 Fällen gefallen, bevor die Kontrakte ausliefen. Demnach sei es wahrscheinlich, dass institutionelle Investoren den BTC-Kursverlauf maßgeblich beeinflussten.


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Der Gedanke dahinter ist folgender: Zu Beginn einer Future-Phase gehen Investoren „long“ mit tatsächlich gekauften Bitcoin. Gleichzeitig gehen sie eine Wette via Bitcoin Futures ein, dass die Kurse zu einem späteren Zeitpunkt wieder fallen werden. Bevor die Kontrakte dann auslaufen, stoßen sie eine große Menge an Bitcoin wieder ab, lösen eine Reihe an Sell Orders aus – und gewinnen die Wette doppelt. Ähnliche Verdachtsmomente gab es bereits in der Vergangenheit.

Was man hierbei jedoch beachten muss: Arcane Research beobachtete in der Vergangenheit einen Fall des BTC-Kurses von „lediglich“ zwei Prozent, bevor die jeweiligen Kontrakte ausliefen. Für Preisbewegungen wie in den letzten Tagen bräuchte es dann doch größere Kettenreaktionen.

Wale im Haifischbecken

Dann sind da noch die sogenannten Wale, die sich im großen Krypto-Haifischbecken tummeln. Was man institutionellen Investoren zuschreiben mag, trifft auch auf die BTC-Wale zu: Sie bewegen große Geldmengen.

Dass diese Walbewegungen zuletzt mit einem starken Knick im Bitcoin-Kurs korrelierten, mag da kaum verwundern. So verzeichnete der Blockchain-Analysedienst Whale Alert am 25. September, dass Wale insgesamt 14.400 Einheiten BTC bewegten – und zusätzlich Stable Coins im Millionen-US-Dollar-Bereich.

CME Futures laufen aus

Tatsächlich laufen am heutigen 27. September CME Futures aus. Der Theorie nach würden Anleger, die bis zum 24. September mit physischen Bitcoin long und für den heutigen Tag mit Futures short gingen, davon profitieren. Theoretisch.

Denn hier muss man mit Schlüssen vorsichtig sein. Nur weil etwas korreliert, heißt das noch nicht, dass es auch kausal zusammenhängt. Anders gesagt: Nur weil der Bitcoin-Kurs fällt, bevor die Terminkontrakte auslaufen, muss das nicht zwangsläufig bedeuten, dass auch Manipulation stattfindet. Dennoch sollte man die Bewegungen kritisch im Auge behalten.

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