Binance ohne Lizenz in Japan – Behörde spricht Warnung aus

Quelle: Traffic Sign / Stop Sign in Japan via shutterstock

Binance ohne Lizenz in Japan – Behörde spricht Warnung aus

Die japanische Finanzaufsichtsbehörde will unterbinden, dass Binance ohne Erlaubnis im Land operiert. Laut Berichten soll die Börse in Japan mehrere Mitarbeiter haben, ohne jedoch eine Lizenz dafür zu besitzen.

Die Neuigkeiten um die in Hongkong ansässige Krypto-Börse Binance sind wieder einmal negativ. Nach dem kürzlichen Hacker-Angriff und dem damit einhergehenden Phishing-Versuch bemängelt die japanische Finanzaufsichtsbehörde nun, dass die Börse ohne Genehmigung im Land operiere. Dahingehend sprach die Behörde eine Warnung aus.

Wie Bloomberg berichtet, hat Binance mehrere Teammitglieder im Land der aufgehenden Sonne. Laut einer nicht näher benannten Quelle haben sie dafür jedoch keine Erlaubnis. Binance reagierte darauf und gab an, sich um eine Zusammenarbeit mit den Behörden zu bemühen. Man sei an einem konstruktiven Dialog mit der Aufsichtsbehörde bemüht, habe aber bisher keine Erlaubnis von den Regulatoren bekommen, so CEO Changpeng Zhao.

Seit dem kürzlich erfolgten Angriff auf die japanische Börse Coincheck im Januar, bei dem 530 Millionen US-Dollar in NEM versucht worden sind zu stehlen, haben die japanischen Regulatoren ein schärferes Auge auf die Situation an den Börsen. Die Folge war unter anderem, dass die Behörden intensive Untersuchungen der Krypto-Börsen des Landes begannen.

Japan entschieden in Sachen Regulierung

Bis heute hat die japanische Finanzaufsichtsbehörde Lizenzen an insgesamt 16 Krypto-Börsen erteilt, darunter bitFlyer Inc. und Quoine. Weiteren 16 wurde die Erlaubnis erteilt, ohne Lizenzen zu handeln, darunter auch Coincheck. Im letzten Monat erteilte die Behörde zudem eine Strafe für das Blockchain Laboratory Ltd. Diese boten Seminare und Consulting Services ohne Lizenz an.

Außerdem haben die Behörden die Börsen zu erhöhten Sicherheitsmaßnahmen angemahnt. So bekamen Coincheck, Bitcrements Tech Bureau, GMO Coin und Mister Exchange den Auftrag, der Behörde eindeutige Pläne vorzulegen. Mit einem Untersuchungsausschuss will Japan zudem die Branche der Krypto-Börsen künftig genauer untersuchen, um schnell auf Probleme hinweisen zu können. Ansonsten waren die Neuigkeiten um Binance in letzter Zeit jedoch positiv. So kündigten sie den Launch einer dezentralen Börse und die Listung von NEM an.

Während der Abschlussbericht des G20-Gipfels in Buenos Aires am 21. März in Sachen Regulierung eher zurückhaltend klingt und verbindliche Aussagen erst für die Zukunft in Aussicht stellt, gibt sich Japan damit deutlich entschiedener.

BTC-ECHO

Aufgepasst: Der Kryptokompass ist das erste digitale Magazin für digitale Währungen und Blockchain-Assets. Er liefert dir monatlich exklusive Einschätzungen, spannende Insights und umfassende Analysen zur aktuellen Lage an den Blockchain- & Krypto-Märkten. Nur jetzt und nur solange der Vorrat reicht: Im Abo inkl. GRATIS Bitcoin-T-Shirt

 

Mehr zum Thema:

Ähnliche Artikel

Südkorea: Die Abwanderung der Bitcoin-Börsen
Südkorea: Die Abwanderung der Bitcoin-Börsen
Tech

Immer mehr südkoreanische Blockchain-Start-ups und Bitcoin-Börsen listen ihre Projekte in Übersee. Neben den USA und China ist auch Singapur ein beliebter Zufluchtsort für Krypto-Entrepreneure. Die Entscheidung, auf ausländischen Plattformen zu operieren, lässt sich auf ungünstige Bedingungen auf dem heimischen Markt zurückführen. Unterdessen reagieren große internationale Börsen erfreut und öffnen ihre Pforten für Südkoreaner.

„IOTA“, sagte die Schranke zum Smartphone
„IOTA“, sagte die Schranke zum Smartphone
Tech

IOTA im Alltag: Die App trive.park bezahlt Parkhausautomaten mit IOTA. Hinter dem Projekt steckt das deutsche Software-Start-up trive.me, das seinerseits der EDAG Group angehört. EDAG und trive.me sehen in der Tangle-Integration von IOTA eine Grundsteinlegung für künftige Mobilitätsservices.

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

IBM und Travelport lancieren DLT-Lösung für Hotelprovisionen
IBM und Travelport lancieren DLT-Lösung für Hotelprovisionen
Blockchain

Die Distirbuted-Ledger-Technologie (DLT) verspricht überall dort einen Mehrwert, wo es komplizierte Transaktionen zwischen mehreren Parteien nachzuverfolgen gilt. So auch in der Reisebranche. IBM hat hier gemeinsam mit Travelport nun eine neue Blockchain-Lösung für Reisebüros und Hotels lanciert. Die Entwickler versprechen damit, die Arbeitsabläufe in der Branche entscheidend zu vereinfachen.

Bitcoin-Kurs unter 10.000: Fear & Greed Index gibt klares Signal
Bitcoin-Kurs unter 10.000: Fear & Greed Index gibt klares Signal
Bitcoin

Der Bitcoin-Kurs rüttelt stetig an der psychologisch wichtigen 10.000 US-Dollar-Marke. BTC-Trader brauchen ein ruhiges Gemüt. Der Fear & Greed Index zeigt, dass das aktuell nicht einfach ist. Und gibt eine klare Handlungsanweisung

Bitcoin, China und die US-Drogenkrise
Bitcoin, China und die US-Drogenkrise
Kommentar

US-amerikanische Behörden gehen verstärkt gegen chinesische Drogen-Hersteller vor. Diese nutzen Kryptowährungen wie Bitcoin, um ihr Geld zu transportieren. Die gehandelten Waren bestehen unter anderem aus synthetischen Opioiden. Ein Kampf gegen Windmühlen, die ihr Fundament auf US-amerikanischem Boden haben.

Südkorea: Die Abwanderung der Bitcoin-Börsen
Südkorea: Die Abwanderung der Bitcoin-Börsen
Tech

Immer mehr südkoreanische Blockchain-Start-ups und Bitcoin-Börsen listen ihre Projekte in Übersee. Neben den USA und China ist auch Singapur ein beliebter Zufluchtsort für Krypto-Entrepreneure. Die Entscheidung, auf ausländischen Plattformen zu operieren, lässt sich auf ungünstige Bedingungen auf dem heimischen Markt zurückführen. Unterdessen reagieren große internationale Börsen erfreut und öffnen ihre Pforten für Südkoreaner.

Angesagt

„IOTA“, sagte die Schranke zum Smartphone
Tech

IOTA im Alltag: Die App trive.park bezahlt Parkhausautomaten mit IOTA. Hinter dem Projekt steckt das deutsche Software-Start-up trive.me, das seinerseits der EDAG Group angehört. EDAG und trive.me sehen in der Tangle-Integration von IOTA eine Grundsteinlegung für künftige Mobilitätsservices.

Libra unter Monopolverdacht: EU-Kommission befasst sich mit dem Facebook Coin
Regulierung

Die EU-Kommission prüft Facebooks Währungsprojekt Libra auf mögliche wettbewerbswidrige Praktiken. Einen entsprechenden Fragebogen haben die Wettbewerbshüter Anfang des Monats an die Mitglieder der Libra Association versandt. Damit muss sich die Organisation hinter der noch ungeborenen Währung bereits zwei Monate nach deren öffentlichen Verkündung gegen Monopolverdacht wehren.

CBA: Größte australische Bank entwickelt Handelsplatz für Umwelt-Token
Blockchain

Die Commonwealth Bank of Australia (CBA) hat einen Handelsplatz für Token, die für eine nachhaltige Förderung und den Erhalt der Umwelt stehen, vorgestellt. Dieser soll den Schutz der Umwelt vorantreiben und Investitionen in die Umwelt möglich machen.

WhatsApp plant Einführung von Digitalzahlungen in Indonesien
Tech

Facebook-Tochter WhatsApp führt Gespräche mit indonesischen Finanzfirmen und IT-Unternehmen. Dabei geht es um die Lancierung eines digitalen Bezahldienstes im Land. Als größte Volkswirtschaft in Südostasien ist Indonesien für Facebook von großer Bedeutung. Der Dienst sollte eigentlich bereits 2019 starten, verzögert sich aber wegen Lizensierungsschwierigkeiten in Indien.

Warte mal kurz ... !

Kennst du schon unseren Newsletter? Wir versorgen dich kostenlos mit den spannendsten News der Krypto- und Blockchainszene: