Betrugsverdacht bei WEX: Binance fror verdächtige Konten ein

Lars Sobiraj

von Lars Sobiraj

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Lars Sobiraj

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Außerdem bringt Lars Sobiraj seit 2014 an der Kölner Hochschule Fresenius Studenten für Sustainable Marketing & Leadership (M.A.) den Umgang mit dem Internet und sozialen Netzwerken bei.

Teilen
BTC8,838.86 $ -4.66%

Binance fror kürzlich auf Drängen mehrerer Nutzer zwei ihrer Kundenkonten ein. Zuvor stellte man bei den fraglichen Binance-Wallets auffällige Veränderungen fest. Daraus wurde geschlussfolgert, dass es Hackern gelang, Ether von Cold-Wallets der russischen Krypto-Börse WEX zu entwenden, um sie anschließend zu Binance zu transferieren.

Die weltweit größte Online-Handelsbörse Binance hat kürzlich wegen des Verdachts auf Diebstahl und Geldwäsche mehrere Accounts eingefroren. Auf den Wallets tauchten mehr als 93.000 Ether auf. Binance-Pressesprecherin Leah Li teilte dem Newsportal CoinDesk mit, dass das Unternehmen die Kontensperrungen am Donnerstag, dem 25. Oktober, vollzogen hat. Betroffene des WEX-Hacks sollen sich von der zuständigen Polizeidienststelle die Bearbeitungsnummer ihres Falles geben lassen. Binance kündigte an, man werde mit der Polizei kooperieren, um diese bei der Aufklärung vollumfänglich zu unterstützen.

25 auffällige Transfers seit August 2018

Seit Sommer dieses Jahres berichten immer wieder Nutzer der Krypto-Börse WEX, dass sie plötzlich die Kontrolle über ihr Konto eingebüßt haben. Bei einer Analyse der Ethereum Blockchain stellten geprellte Anleger fest, dass Vermögenswerte ohne ihr Zutun von Unbekannten von ihrer WEX-Wallet auf zwei Binance-Konten transferiert wurden. Von August bis Oktober dieses Jahres sollen insgesamt 25 Transfers stattgefunden haben, die vermuten lassen, dass Cyberkriminelle damit ihre Spuren verwischen wollten.

Vorgeschichte von WEX höchst fragwürdig

Opfer tauschen sich in der Chatbox aus.

Bei WEX.nz sind offenbar ähnlich kriminelle Machenschaften an der Tagesordnung, wie bei dessen Vorgänger BTC-e. Das US-amerikanische Justizministerium beschlagnahmte die Domain btc-e.com am 26. Juli 2017. Der CEO Alexander Vinnik, wurde während seines Urlaubs in Griechenland wegen des Verdachts auf Geldwäsche und anderer Straftaten verhaftet. Die Behörden lasten Vinnik an, unter anderem an der Verschleierung der gehackten Vermögenswerte von Mt.Gox beteiligt zu sein. Die wahren Hintermänner von BTC-e sollen aber Mitglieder von „Fancy Bear“ sein. Dies ist eine kriminelle Hacker-Gruppierung aus dem russischen Raum, wie Bloomberg News berichtete. Um die Überstellung des Strohmanns von Griechenland nach Russland zu vereiteln, planten Unbekannte sogar die Ermordung des Inhaftierten mittels einer giftigen Substanz. Um die Arbeit der Ermittler nicht zu behindern, gab man den vereitelten Mordversuch Vinniks erst im Mai diesen Jahres öffentlich bekannt.

BTC-ECHO

Teilen

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Ich stimme zu, dass meine E-Mail-Adresse für den Versand des Newsletters gespeichert und verarbeitet wird. Weitere Hinweise
BTC-ACADEMY
ANSTEHENDE EVENTS

Kryptowährungen einfach kaufen und verkaufen

Ein Bankkonto, Krypto-Wallets und Trading vereint

  • Einfach, sicher und zuverlässig
  • Kontoeröffnung in nur 5 Minuten
  • Nur 1% Handelsgebühr
  • Made in Germany