Betrugsverdacht bei WEX: Binance fror verdächtige Konten ein
Lars Sobiraj

von Lars Sobiraj

Am · Lesezeit: 2 Minuten

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Binance fror kürzlich auf Drängen mehrerer Nutzer zwei ihrer Kundenkonten ein. Zuvor stellte man bei den fraglichen Binance-Wallets auffällige Veränderungen fest. Daraus wurde geschlussfolgert, dass es Hackern gelang, Ether von Cold-Wallets der russischen Krypto-Börse WEX zu entwenden, um sie anschließend zu Binance zu transferieren.

Die weltweit größte Online-Handelsbörse Binance hat kürzlich wegen des Verdachts auf Diebstahl und Geldwäsche mehrere Accounts eingefroren. Auf den Wallets tauchten mehr als 93.000 Ether auf. Binance-Pressesprecherin Leah Li teilte dem Newsportal CoinDesk mit, dass das Unternehmen die Kontensperrungen am Donnerstag, dem 25. Oktober, vollzogen hat. Betroffene des WEX-Hacks sollen sich von der zuständigen Polizeidienststelle die Bearbeitungsnummer ihres Falles geben lassen. Binance kündigte an, man werde mit der Polizei kooperieren, um diese bei der Aufklärung vollumfänglich zu unterstützen.

25 auffällige Transfers seit August 2018


Seit Sommer dieses Jahres berichten immer wieder Nutzer der Krypto-Börse WEX, dass sie plötzlich die Kontrolle über ihr Konto eingebüßt haben. Bei einer Analyse der Ethereum Blockchain stellten geprellte Anleger fest, dass Vermögenswerte ohne ihr Zutun von Unbekannten von ihrer WEX-Wallet auf zwei Binance-Konten transferiert wurden. Von August bis Oktober dieses Jahres sollen insgesamt 25 Transfers stattgefunden haben, die vermuten lassen, dass Cyberkriminelle damit ihre Spuren verwischen wollten.

Vorgeschichte von WEX höchst fragwürdig

Opfer tauschen sich in der Chatbox aus.

Bei WEX.nz sind offenbar ähnlich kriminelle Machenschaften an der Tagesordnung, wie bei dessen Vorgänger BTC-e. Das US-amerikanische Justizministerium beschlagnahmte die Domain btc-e.com am 26. Juli 2017. Der CEO Alexander Vinnik, wurde während seines Urlaubs in Griechenland wegen des Verdachts auf Geldwäsche und anderer Straftaten verhaftet. Die Behörden lasten Vinnik an, unter anderem an der Verschleierung der gehackten Vermögenswerte von Mt.Gox beteiligt zu sein. Die wahren Hintermänner von BTC-e sollen aber Mitglieder von „Fancy Bear“ sein. Dies ist eine kriminelle Hacker-Gruppierung aus dem russischen Raum, wie Bloomberg News berichtete. Um die Überstellung des Strohmanns von Griechenland nach Russland zu vereiteln, planten Unbekannte sogar die Ermordung des Inhaftierten mittels einer giftigen Substanz. Um die Arbeit der Ermittler nicht zu behindern, gab man den vereitelten Mordversuch Vinniks erst im Mai diesen Jahres öffentlich bekannt.

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