Dezentrale Finanzen Berliner Start-up Centrifuge mischt DeFi-Kosmos auf

Moritz Draht

von Moritz Draht

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Moritz Draht

Moritz Draht hat Deutsche Literatur und Philosophie an der Universität Konstanz studiert. Sein Krypto-Engagement widmet sich den Zusammenhängen zwischen soziokulturellen und technischen Entwicklungen.

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Rotierende Waschmaschinentrommel von innen

Quelle: Shutterstock

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Das Berliner Start-up Centrifuge hat das Mainnet gleichen Namens lanciert und damit den Grundstein für ein neues Ökosystem für dezentralisierte Finanzdienstleistungen (DeFi) gelegt.

Ohne Zweifel zählt der Bereich der dezentralisierten Finanzdienstleistungen (Decentralized Finance, kurz: DeFi) zu den spannendsten Trends im Investment-bezogenen Blockchain-Kosmos. Das Ökosystem, das sich dabei basierend auf der Ethereum Blockchain unter Verwendung der Smart-Contract-Technologie bildet, verspricht, angestaubte Finanzierungswege und Anlagemöglichkeiten ins digitale Zeitalter zu hieven und dabei das Werteversprechen demokratischer Teilhabe einzulösen. Aus dem fruchtbaren DeFi-Boden schält sich nun ein neuer Anbieter hervor, der dem Ökosystem seinen Stempel aufdrücken möchte: Centrifuge.

Anleger im DeFi-Rausch

Das noch junge DeFi-Ökosystem befindet sich im stetigen Wachstum. Am 15. Februar, wenige Tage bevor das Corona-Virus die globalen Finanzmärkte zum Wanken bringen sollte, erreichte das Gesamtvolumen mit 1,253 Milliarden US-Dollar ein neues Allzeithoch.

Grafik von Defi Pulse

Das Interesse an DeFi-Anwendungen ist auch angesichts weltweiter Konjunktureinbrüche und Marktverwerfungen ungebrochen. So ist das in DeFi-Anwendungen eingelagerte Gesamtvermögen wieder auf ein Volumen von knapp 866 Millionen US-Dollar gestiegen.

Mittler zwischen den Welten


Dabei sind Anbieter spezieller DeFi-Produkte gemessen an der steigenden Nachfrage noch rar gesät. Mit Centrifuge betritt nun ein neuer Anbieter das aufblühende DeFi-Feld. Das Beliner Start-up hat es sich laut Presseerklärung zur Aufgabe gemacht, „eine Brücke für Kreditnehmer und Investoren [zu bauen], um Zugang zu einem dezentralisierten Finanzsystem zu erhalten“.

Zum offiziellen Launch der Centrifuge-Plattform am 26. Mai ist ist das Mainnet mitsamt der lending Dapp Tinlake live gegangen. Tinlake ist eine Smart-Contract-Anwendung auf Ethereum mit der Unternehmen Liquiditätskonten füllen können. Somit können „Investoren und Kreditnehmer ihre eigenen Asset-Pools finanzieren“. Da die Smart Contracts Open Source sind, lassen sie sich leicht in das DeFi-Ökosystem einbinden. Zudem lassen sich über Tinlake nicht fungible Token (NFTs) erzeugen, mit denen Kredite besichert werden.

Das Centrifuge-Mainnet verwendet einen Proof-of-Stake-Konsensmechanismus, eben jener, der auch das Ethereum-Netzwerk 2.0 künftig in ungeahnte Höhen skalieren soll. Über die öffentliche Blockchain können Unternehmen Vermögenswerte als nicht fungible Token (NFTs) abbilden. Diese lassen sich in die Ethereum Blockchain integrieren. Angetrieben durch den Radial-Token (RAD) als Belohnung, werden die Zentrifugalkräfte des Centrifuge-Mainnets aktuell von 10 Validatoren kontrolliert.

Die Centrifuge-Plattform könnte folglich in erster Linie für kleine und mittelständische Unternehmen ein neuer Weg zur Kapitalbeschaffung sein. Ohne die Abhängigkeit großer Finanzinstitute und Kreditgeber und dem damit verbundenen bürokratischem Aufwand, können Unternehmen somit neue Liquiditätsmittel schaffen, von Hypotheken bis zu KMU-Rechnungen.



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