Andreas Antonopoulos: Bitcoin-ETFs führen zu Preismanipulation

Tobias Schmidt

von Tobias Schmidt

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Tobias Schmidt ist seit August 2017 als Redakteur im Team von BTC-ECHO tätig. Sein Fachgebiet im Krypto-Bereich sind die vielen verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

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Quelle: PR/antonopoulos.com

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In einer Videobotschaft wendet sich Andreas Antonopoulos an die Bitcoin-Community. Darin beschreibt er seine Gedankengänge zum Thema Bitcoin-ETFs, die von einem Teil der Krypto-Investoren als Verheißung ersehnt werden. Mit seiner Kritik am Format der ETFs reiht sich Antonopoulos ein in die Riege prominenter ETF-Kritiker.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Tanja Giese

In seiner Videobotschaft geht Bitcoin-Anwalt und Maximalist Andreas Antonopoulos auf aktuelle Fragen ein, die sich aus der anhaltenden Diskussion um den Bitcoin-ETF ergeben. Nach einer kurzen und neutralen Erläuterung zur Funktionsweise von ETFs geht er genauer darauf ein, was ein ETF für Bitcoin konkret bedeuten würde. Seine Prognose sieht dabei jedoch nicht gerade rosig aus.

Viel Aufregung – doch was bringt uns ein ETF?

Antonopoulos sieht in der Aufregung um den Bitcoin-ETF vor allem die Hoffnung der Investoren, dass der Kurs in die Höhe schießt. Er vergleicht diese Entwicklungen mit dem Preisanstieg von Gold, nachdem der Rohstoff für Investoren verfügbar wurde. Gerade an diesem Beispiel macht er jedoch ebenfalls die Gefahr der Preismanipulation fest. So helfe ein ETF Marktteilnehmern mit großer Marktmacht, den Preis des Assets auch außerhalb des ETFs zu bestimmen.


Aus diesem Grund positioniert sich Antonopoulos in der Videobotschaft gegen einen Bitcoin-ETF und nennt diesen eine „furchtbare Idee“. Zwar glaubt er, dass es irgendwann passieren wird, dies wirke sich jedoch negativ auf das Bitcoin-Ökosystem aus.

Als wichtigen Punkt für seine Ablehnung eines Bitcoin-ETFs nennt er, dass Investoren in einen Bitcoin-ETF nicht dieselben Möglichkeiten erhalten wie Halter von realen Bitcoin. Ist ein Bitcoin-Halter im Besitz seiner Private Keys, gehen damit Rechte und Pflichten einher, etwa das Recht zu wählen, zwischen Exchanges zu wechseln oder im Falle einer Fork Entscheidungen zu beeinflussen. Ein ETF würde diese Rechte zentralisieren und im Namen aller ETF-Investoren entscheiden. Dies widerspreche dem Grundgedanke einer Peer-to-Peer-Währung.

Viel Diskussion in der Community

Im vergangenen Monat war der Vorschlag der Winklevoss-Zwillinge Cameron und Tyler Winklevoss, einen ETF für Bitcoin ins Leben zu rufen, erneut von der Securities and Exchanges Commission (SEC) abgelehnt worden. Es war bereits das dritte Mal, dass die Brüder von der Regulierungsbehörde eine Absage erhielten.

Daraufhin war in der Krypto-Community eine Diskussion um Sinn und Unsinn eines börsennotierten Fonds für Bitcoins entbrannt. Eine der Stimmen, die sich im Zuge dessen zu Wort meldete, war Ethereum-Gründer Vitalik Buterin. Ginge es nach ihm, solle die Adaption des Bitcoin und anderer Kryptowährungen wieder im Vordergrund stehen. Ein Bitcoin-ETF hingegen manifestiere nur die Nutzung von Kryptowährungen als Investment-Asset.

BTC-ECHO


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