Bitcoin vs Libra: 5 Gründe für Bitcoin

David Scheider

von David Scheider

Am · Lesezeit: 2 Minuten

David Scheider

Kryptowährungen sind Davids Leidenschaft. Deshalb studiert er jetzt Digital Currency an der Universität Nicosia – und schreibt nebenher für BTC-ECHO. Von Bitcoin hält David einiges, vom allgemeine Hype um die Blockchain-Technologie eher weniger.

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Libra hat den Krypto-Sektor wieder auf die Agenda gebracht. Schließlich fand das Facebook-Projekt in fast allen großen Zeitungen und Fernsehsendungen Widerhall. Für Bitcoin ist Libra eine gute Nachricht, denn es legitimiert den Versuch, Geld und Staat voneinander zu trennen. Mit Libra dürfte das Rennen ums beste Geld folglich weiter an Fahrt aufnehmen. An BTC wird der Facebook-Coin jedoch scheitern.

Fünf Gründe, warum Libra Bitcoin unterlegen ist.

1. Libra ist nicht dezentral

Hinlängliche Dezentralität zu erschaffen ist non-trivial. Man könnte argumentieren, dass Bitcoin zur Zeit das einzige wirklich dezentrale Krypto-Projekt der Welt ist. Schließlich stecken hinter den allermeisten Altcoins Stiftungen oder Unternehmen, die einen gewissen Machtüberhang gegenüber anderen Netzwerkteilnehmern innehaben.

Unstrittig ist indes die zentralisierte Struktur des Libra Coins. Lediglich 100 Validator Nodes soll es nach Inhalt des White Papers geben. Zum Vergleich: Das Bitcoin-Netzwerk verfügt zu Redaktionsschluss über 10.554 aktive Full Nodes.

2. Libra ist nicht zensurresistent


Die mangelnde Dezentralität beschert uns sodann eine Reihe von Folgekrankheiten. Allen voran dürfte Libra alles andere als „permissionless“ sein. Denn durch die zentralisierte Struktur haben Regierungen Angriffspunkte für regulatorische Eingriffe. Man könnte Facebook damit etwa verpflichten, auf Antrag von Behörden bestimmte Wallets bei Libra zu sperren.

Aufgrund der Wirtschaftssanktionen gegen den Iran dürfte der Coin am persischen Golf daher nicht verfügbar sein.

3. Geldpolitik

Über die konkreten Modalitäten des Asset-Korbs, der den Wert von Libra decken und stabil halten soll, ist noch nicht viel bekannt. Allerdings legt die Deckung durch klassische Assets wie Fiatwährungen eine direkte Abhängigkeit von Notenbanken nahe. Während Bitcoins Geldpolitik transparent und algorithmisch ist, wird Libras Wert maßgeblich von politischen Entscheidungen der Notenbanker abhängen. Dies steht in einem diametralen Gegensatz zum großen Bitcoin-Narrativ als apolitische Währung.

4. Libra ist kein guter Wertspeicher

Ferner ist Bitcoin nachweislich knapp. Die Cap bei 21 Millionen Coins (von denen schätzungsweise bereits vier Millionen verloren sind) lässt sich im Quellcode von allen Netzwerkteilnehmerinnen und -teilnehmern verifizieren. Wer in BTC investiert, weiß also zu jedem Zeitpunkt, wie viel Prozent des BTC-Gesamtsupply im eigenen Besitz ist. Das macht die Kryptowährung Nr. 1 zu einem guten Wertspeicher.

Ganz im Gegensatz dazu der Facebook-Coin. Schließlich ist der Coin an Fiatwährungen gebunden, deren Geldmenge bewusst erhöht wird. Mögliche Spekulationsgewinne sind also nicht Bug, sondern Feature für Bitcoin.

5. Libra ist nicht unabhängig

Sollte Libra erfolgreich lancieren, hätte Facebook den Status einer Zentralbank inne. Dies verschafft dem Unternehmen eine immense Marktmacht. Wer an die Idee einer unabhängigen und apolitischen Währung glaubt, der sollte also eher auf BTC zurückgreifen.


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