5 Gründe, warum Bitcoin besser ist als Gold

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5 Gründe, warum Bitcoin besser ist als Gold

Bitcoin mit Gold zu vergleichen liegt nahe. Beide Medien sind eher Wertspeicher als Zahlungsmittel. „Noch“, würde der Bitcoin-Maximalist von Welt hier einwenden. Denn bevor BTC zum Tauschmittel wird, muss sich die Kryptowährung Nr. 1 zunächst als Wertspeicher etablieren.

Diese Ansicht kann man teilen, muss man aber nicht. Trotzdem ist es spannend festzuhalten, wo Bitcoins Vorteile gegenüber Gold liegen. Hier sind fünf Gründe, weshalb Bitcoin besser ist als Gold.

1. Geringere Transaktionskosten

Wenn es am Bärenmarkt etwas Gutes gibt, dann dass die Transaktionsgebühren weiter sinken (und sich unter bestimmten Umständen eine Möglichkeit bietet, günstig einzusteigen). Wer eine längere Bestätigungszeit seiner Transaktion in Kauf nimmt, kann Bitcoin aktuell fast gratis um den Erball schicken.

Die folgende Formel gilt so gut wie immer: Längere Bestätigungszeit bedeutet geringere Gebühren. So kann jeder individuell entscheiden, wie viel man für eine Bitcoin-Transaktion bezahlen möchte.

Dies gilt für Gold in dieser Form nicht. Privatkunden können Gold zwar zu vergleichsweise günstigen Konditionen einkaufen; schließlich können kleine Mengen an Gold sogar mit der Post verschickt werden. Bei größeren Summen sieht es aber ganz anders aus. Vom Handel mit goldbesicherten Wertpapieren wie ETCs einmal abgesehen, gestaltet sich das Settlement großer Volumina an Gold schwierig und kostspielig.

Im Vergleich dazu sind Bitcoin-Transaktionen geradezu verschwindend gering. Ein Beispiel:

Hier hat ein unbekannter Wal die stolze Summe von 27.496 BTC (über 103 Millionen US-Dollar) verschickt. Ein Klick auf die Transaktionsdetails zeigt: Für die Transaktion hat der Wal nicht mehr als 13 US-Dollar Transaktionsgebühren bezahlt.

Ein Schnäppchen.

1:0 für BTC.

2. Sichere Lagerung – Be Your Own Bank

Hier muss man Vorsicht walten lassen, ähnlich dem Vergleich von Äpfeln und Birnen. Denn theoretisch kann jeder sein Gold auch unter der Matratze lagern. Dies ist aber nicht sehr ratsam und zudem ziemlich unbequem auf Dauer. Deswegen nehmen die meisten dann doch die Dienste einer Bank in Anspruch, die das hinterlegte Gold verwahrt.

Ein fundamentales Wertversprechen von Bitcoin hingegen ist die Unabhängigkeit von jedweden Intermediären, die sich für ihre Dienste Gebühren abzweigen können. So auch bei der Verwaltung.

Bei Gold skaliert die Höhe der Lagerungskosten grundsätzlich mit der Menge des Goldes. Wer im Besitz großer Mengen physischen Goldes ist, tut gut daran, eine Bank mit der Verwahrung zu beauftragen. Doch das kostet Platz und Geld.

Bitcoin zu hodln kostet, außer Nerven, eigentlich nichts. Eine Hardware Wallet ist eine einmalige Anschaffung und, obgleich zweifelsfrei sinnvoll, nicht einmal obligatorisch. Die Unabhängigkeit, mit der man Bitcoin hodln kann, lässt sich anschaulich am Beispiel der Brain Wallet illustrieren. Wer sich seinen 24-Wörter-Seed merken kann, braucht für die Verwahrung seiner Bitcoin nicht mal eine Paper Wallet. Zugegeben, ein riskantes Unterfangen und nicht für jeden empfehlenswert.

Wer noch nicht im Besitz einer Hardware Wallet ist, darf hier einen Blick in unseren BTC-ECHO Shop werfen.

3. Besserer Wertspeicher

Es gibt unter Bitcoin-Maximalisten die recht populäre Ansicht, dass sich Bitcoin zunächst als Wertspeicher etablieren muss, bevor die Kryptowährung als Zahlungsmittel so richtig durchstarten kann. Wie kann man jedoch Bitcoin noch als veritables Wertspeichermedium bezeichnen, wenn die Kryptowährung seit Jahresbeginn fast 85 Prozent im Wert gefallen ist?

Ein Blick auf die Wachstumsraten des zirkulierenden Angebots kann hier erleuchten.

Inflation

Die Rate, mit der die Menge physischen Goldes jährlich wächst, lässt sich nur ungenau bestimmen. Im Mittel beträgt die jährliche Menge an neu gefördertem Gold etwa 3.200 Tonnen. Das entspricht einem Wachstum von ungefähr sechs Prozent. Allerdings ist völlig unklar, wie lange die Wachstumsrate derart konstant bleibt.

Bitcoin ist verglichen damit das knappere Gut. Wie in der Grafik veranschaulicht, wächst die Geldmenge von Bitcoin im Laufe der Zeit mit abnehmender Rate. Alle 210.000 Blocks halbiert sich der Coinbase Reward, also die primäre Entlohnung der Miner, und damit auch die Inflationsrate von Bitcoin.

Aus marktwirtschaftlicher Sicht ist Bitcoin darüber hinaus aber auch deshalb so interessant, weil sich das Geldmengenwachstum bis in alle Ewigkeit exakt voraussagen lässt. Ein klarer Vorteil gegenüber Gold.

4. Zensurresistenz

Ein zentrales Wertversprechen von Bitcoin ist seine Resistenz gegen Zensurversuche durch zentrale Autoritäten wie Regierungen, Behörden oder Institutionen. Wenngleich mögliche Angriffsvektoren existieren (das Verbot von Fiat-Krypto-Wechselbörsen wäre einer) erschwert die Dezentralität des Netzwerks das Verbot der Kryptowährung entscheidend.

Dass Bitcoins Zensurresistenz mehr als ein stets bemühtes Ammenmärchen ist, um in schlechten Zeiten die Vorteile der Kryptowährung zu betonen, zeigt sich am Beispiel von Iran und Venezuela. Der Grund, weshalb auch BTC-ECHO regelmäßig über die Entwicklung in Ländern mit dysfunktionalen Währungssystemen berichtet, ist der, dass diese Länder geeignete Test Cases sind, Bitcoins Wertversprechen anhand realer Beispiele zu testen.

Und siehe da: Die Nachfrage nach BTC in Iran und Venezuela steigt tatsächlich. Obgleich beider Länder Regierung Bitcoin nicht wohlgesonnen sind, suchen die Bürger ihr Heil im Mining und Ankauf von Bitcoin. In Venezuela sogar mit dem Risiko, verhaftet zu werden.

In Staaten, deren Währung von Hyperinflation gebeutelt ist, kann BTC eine Exit-Strategie sein. Denn „Zensurresistenz“ heißt, dass die Beschlagnahmung von Bitcoin kompliziert ist.

Selbst der Besitznachweis ist schwer zu erbringen. Stichwort: Brain Wallet.

An dieser Stelle muss man allerdings konstatieren, dass auch Gold schwer zu verbieten ist. In der Praxis können Regierungen den Erwerb von Gold mithilfe von Kapitalkontrollen aber entscheidend erschweren. Der indische „Gold Control Act“ ist ein Beispiel dafür.

Unentschieden.

5. Liquider

Gold hat eine Jahrtausende währende Tradition als Zahlungsmittel. Seit der Auflösung des Goldstandards 1971 ist der Gebrauch von Gold als Zahlungsmittel allerdings passé. Seither nutzen Anleger Gold weitestgehend als Wertspeicher und Spekulationsobjekt.

BTC hingegen steht seine Zukunft als Zahlungsmittel noch bevor. Mit Second-Layer-Lösungen wie dem Lightning Network ist ein Gebrauch als Zahlungsmittel denkbar.

Zwar wurde in der Praxis auch im Goldstandard meist nicht mit physischen Goldeinheiten bezahlt, sondern mit goldbesicherten Schuldverschreibungen. Die Liquidität von Bitcoin stufe ich an dieser Stelle trotzdem höher ein. Denn im Gegensatz zu Gold können globale Zahlungen innerhalb von Minuten verbucht werden – ein Wertversprechen mit weitreichenden Implikationen für den Finanzsektor.

Mit dem Vergleich Bitcoin und Gold beschäftigen wir uns auch in der siebten Ausgabe des BTC-ECHO Podcasts.

BTC-ECHO

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