5 Sätze, die ein Bitcoin-Maximalist niemals sagen würde

Quelle: shutterstock

5 Sätze, die ein Bitcoin-Maximalist niemals sagen würde

Beim Bitcoin-Maximalismus scheiden sich die Geister. Die einen sagen: Bitcoin-Maximalismus bedeutet, die Vorteile der digitalen Währung gegenüber dem Fiatgeldsystem konsequent zu Ende zu denken. Eine Weltwirtschaft, die einzig auf Bitcoin aufbaue, sei abwegig und überdies deflationär, sagen die anderen.

Bitcoin-Maximalismus ist indes mehr als eine Präferenz für Bitcoin gegenüber den Altcoins. Denn seine Verfechter sehen in der Kryptowährung Nr. 1 nicht weniger als einen Paradigmenwechsel innerhalb des makroökonomischen Gefüges unserer Weltwirtschaft. Zentralbanken wären obsolet, Inflation unmöglich und Wechselkurse passé. Wir nehmen das Phänomen unter die Lupe. Hier sind fünf Sätze, die ein Bitcoin-Maximalist niemals sagen würde.

„Bitcoin ist tot.“

Ein Wesenszug von Bitcoin-Maximalisten ist der unumstößliche Glaube an den Wert der Kryptowährung. Jeder Crash wird mit demonstrativer Gelassenheit hingenommen und als notwendige Korrektur für die langfristige Entwicklung des Kurses umgedeutet. Denn Bitcoin-Maximalismus bedeutet auch, einen langen Atem zu beweisen. Nur wer durch etliche Täler der Tränen geschritten ist, darf die langersehnten Früchte der „Hyperbitcoinization“ ernten, so die Theorie. Oder um es in einem Wort zu sagen: Hodl.

„Ich lebe vegetarisch.”


[Anzeige]
Bitcoin kaufen mit dem Bitwala Konto. Warum ein Bankkonto bei Bitwala? Ein Bankkonto “Made in Germany” mit Einlagensicherung bis zu 100.000 Euro; 24/7 Bitcoin Handel mit schneller Liquidität; Gehandelt werden ausschließlich ‘echte’ Bitcoin – keine Finanzderivate wie CFDs; Sichere Nutzerkontrolle über das Bitcoin Wallet und den private Schlüssel; Mit der kontaktlosen Debit-Mastercard weltweit abheben und bezahlen.

Jetzt kostenloses Konto eröffnen

Zugegeben das gilt sicher nicht für alle Bitcoin-Maximalisten. Über den offenbar bestehenden Zusammenhang zwischen einer Vollfleisch-Diät und BTC haben wir an dieser Stelle bereits berichtet.

Wir lassen an dieser Stelle AsapSCIENEC für uns sprechen und wünschen guten Appetit!

 

Keynes war eigentlich ein toller Kerl.

Bitcoin-Maximalismus, das ist auch der Clash zweier Denkschulen der Volkswirtschaftslehre. Bitcoin-Maximalisten ordnen sich in der Regel der sogenannten Österreichischen Schule für Nationalökonomie zu. Prominent vertreten ist die durch Friedrich von Hayek – ein erbitterter Widersacher des berühmten John Maynard Keynes. Um es kurz machen: Die Theorien und Implikationen der beiden Schulen sind inkompatibel. Während Keynes die Geldwirtschaft in den Händen des Staates sehen will, plädiert Hayek für ein wirtschaftsliberaleres System, bei dem verschiedene umlaufende Geldformen miteinander konkurrieren. Bei der Konferenz von Bretton-Woods hat sich Keynes Vorstellung schlussendlich durchgesetzt. Aber seht selbst:

Ein bisschen Inflation ist schon okay.

Bitcoin-Maximalisten sind keine Fans von Zentralbanken. Wenn man dem Maximalisten Saifedean Ammous Glauben schenken darf, war die Abschaffung des Goldstandards und die Einführung eines monetären Systems unter der Fuchtel von Zentralbanken der Anfang vom Ende. Das mag übertrieben klingen.

Es ist aber nicht von der Hand zu weisen, dass Zentralbanken bei ihrer Geldpolitik mehr oder weniger freie Hand haben. Der damit einhergehenden Verantwortung für die Volkswirtschaften werden sie häufig gerecht. In einigen Fällen drehen die Zentralbanker allerdings an den falschen makroökonomischen Stellschrauben – mit verheerenden Folgen.

Daher fordern viele Bitcoin-Maximalisten die Abschaffung des Zentralbanksystems. Denn, so die Argumentation, selbst solide arbeitende Notenbanken sorgen zumindest für eine stetige, wenn auch niedrige Inflationsrate und selbst die sei auf lange Sicht ungesund.

Mit Bitcoin als Leitwährung sei dieses Problem hinfällig. Denn Bitcoin hat aufgrund seines Designs eine immanent deflationäre Struktur und diese sei gut für eine nachhaltige Weltwirtschaft ohne Boom-and-Bust-Zyklen und Geldentwertung.

Klar investiere ich auch in Bitcoin Cash.

BCH oder „BCash“, ist des Bitcoin-Maximalisten Staatsfeind Nummer eins. Aus Bitcoin-Jesus wurde Bitcoin-Judas, denn seit der berüchtigten Hard Fork hat Roger Ver viele Sympathien verspielt. Der BCH-Papa muss sich seither für vieles verantworten, was falsch läuft im Krypto-Kosmos. Zugegeben, mit der Fork und der damit verbundenen Spaltung der Community in zwei Lager, hat Ver dem Ökosystem einen Bärendienst erwiesen. Die Polemik, die Ver entgegenschlägt, bringt uns aber auch nicht weiter.

Wieso ein wenig Währungswettbewerb unter Krypto-Assets sogar förderlich sein kann, fasst Ferdous Bhai in einem Blog-Post zusammen:

„Ich möchte, dass Bitcoin gewinnt, und ich werde weiterhin Unternehmen aufbauen und unterstützen, die Bitcoin besser, stärker und zugänglicher machen. Dabei dürfen wir aber das Ziel nie aus den Augen verlieren. Bitcoin ist nicht das Hauptziel; es ist ein Mittel, um unser Ziel einer zensurresistenten, unabhängigen und entnationalisierten Währung zu erreichen.“

Man kann also Bitcoin die Treue halten, ohne allen anderen Token die Daseinsberechtigung abzusprechen. Denn letztlich sitzen wir doch alle im selben Boot.

Aktuell läuft eine BCH-Fork. Alles, was ihr zu den konkurrierenden Versionen ABC und SV wissen müsst, erfahrt ihr hier.

Hat die Bewegung eine Chance?

Bitcoin-Maximalismus ist ein faszinierendes Metier. Denn die Geisteshaltung will das große Ganze. Viele Zusammenhänge scheinen zwar aus der Luft gegriffen und unrealistisch. Trotzdem lohnt sich ein eingehender Blick. Wer die Zeit hat, taucht ein in eine Debatte zwischen Hartgeldtheorie, technologischer Innovation und der Aussicht, einen ökonomischen Paradigmenwechsel mitzuerleben. In einem Satz gesagt, ist Bitcoin-Maximalismus ein Echtzeitexperiment im Spannungsfeld zwischen Keynesianismus und der Österreichischen Schule für Nationalökonomie. Es bleibt spannend.

Mehr Fun-Facts findet ihr auf unserem Instagram-Channel.

BTC-ECHO

Mehr zum Thema:

Ähnliche Artikel

Die Top Bitcoin und Blockchain News der Woche: Dünne Luft für Ripple
Die Top Bitcoin und Blockchain News der Woche: Dünne Luft für Ripple
Bitcoin

Gefälschte QR-Codes bei Bitcoin, gewagte Kursprognosen, ein naherückender ETF und dünne Luft für Ripple: Der BTC-ECHO-Newsflash.

Bitcoin erreicht die Premier League: Bitcoin-Logo ab sofort auf Trikots des FC Watford
Bitcoin erreicht die Premier League: Bitcoin-Logo ab sofort auf Trikots des FC Watford
Bitcoin

Ein großer englischer Fußballverein entschließt sich dazu, das Bitcoin-Logo auf seine Trikots zu drucken. Diese Kampagne dient offenbar dazu, die Beliebtheit der Kryptowährung zu steigern. Gesponsert wird das Ganze von Sportsbet.io, während die Finanzierung über Crowdfunding läuft. Es ist nicht das erste Mal, dass Fußballclubs sich mit Bitcoin & Co. beschäftigen.

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

Die Top Bitcoin und Blockchain News der Woche: Dünne Luft für Ripple
Die Top Bitcoin und Blockchain News der Woche: Dünne Luft für Ripple
Bitcoin

Gefälschte QR-Codes bei Bitcoin, gewagte Kursprognosen, ein naherückender ETF und dünne Luft für Ripple: Der BTC-ECHO-Newsflash.

Bitcoin erreicht die Premier League: Bitcoin-Logo ab sofort auf Trikots des FC Watford
Bitcoin erreicht die Premier League: Bitcoin-Logo ab sofort auf Trikots des FC Watford
Bitcoin

Ein großer englischer Fußballverein entschließt sich dazu, das Bitcoin-Logo auf seine Trikots zu drucken. Diese Kampagne dient offenbar dazu, die Beliebtheit der Kryptowährung zu steigern. Gesponsert wird das Ganze von Sportsbet.io, während die Finanzierung über Crowdfunding läuft. Es ist nicht das erste Mal, dass Fußballclubs sich mit Bitcoin & Co. beschäftigen.

ConsenSys: Ethereum-Entwickler treten Hyperledger bei
ConsenSys: Ethereum-Entwickler treten Hyperledger bei
Unternehmen

Auch jenseits von Bitcoin & Co. liefert die Blockchain-Technologie eine Fülle an Anwendungsmöglichkeiten. Die Adaption der Blockchain erfordert allerdings eine branchenweite Kooperation. Hyperledger hat sich eben dieser Aufgabe verschrieben. Mit ConsenSys erhält es nun ein weiteres prominentes Mitglied.

Bitcoin-Kurs: 5 Szenarien, die den Krypto-Markt beeinflussen
Bitcoin-Kurs: 5 Szenarien, die den Krypto-Markt beeinflussen
Bitcoin

Der Bitcoin-Kurs bewegt sich seit geraumer Zeit seitwärts. Die 10.000-US-Dollar-Marke scheint bislang zu halten. Doch Anleger träumen von hoher Rendite, während sich die Szene im Sommerschlaf befindet. Von diesen 5 Ereignissen erwarten sich Anleger Signale für den Bitcoin-Kurs.

Angesagt

Bitcoin sicher aufbewahren: AXA versichert Hoyos „sicherste Hot Wallet der Welt“
Sicherheit

AXA XL hat eine Versicherungslösung für mobile Krypto-Wallets des Anbieters Hoyos entwickelt. Hoyos verpflichtet sich nun im Falle eines Hacks, bis zu eine Million US-Dollar an betroffene Nutzer zu zahlen.

Bitcoin Futures „Unlimited“: CME will Obergrenze verdoppeln
Insights

Großinvestoren, die zwar wenig von Bitcoin verstehen, aber umso lieber auf den Bitcoin-Kurs wetten, dürfen wohl bald mit 100 Millionen US-Dollar am Tisch sitzen. Bisher lag das Limit bei 50 Millionen US-Dollar. Dafür hat die Chicago Mercantile Exchange (CME) einen Antrag gestellt.

Ballet: Bobby Lee bringt neue Bitcoin-Wallet
Bitcoin

Bobby Lee bringt eine neue Wallet für Bitcoin & Co. auf den Markt. Der Mitgründer des Kryptowährungs-Handelsplatzes BTCC wartet mit einer Hardware Wallet auf. Beta-Tester können sich bereits anmelden.

Bitcoin-Regulierung: Ausschüsse fordern mehr Klarheit von Bundesrat
Bitcoin

Der deutsche Bundesrat wird aufgefordert, zu einer Änderung der Geldwäscherichlinie Stellung zu nehmen. Dabei kommen auch Bitcoin & Co. zur Sprache. 

Warte mal kurz ... !

Kennst du schon unseren Newsletter? Wir versorgen dich kostenlos mit den spannendsten News der Krypto- und Blockchainszene: