Zahlungsmethode für Kryptowährungen soll laut Maduro bald in Venezuela eingeführt werden

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Zahlungsmethode für Kryptowährungen soll laut Maduro bald in Venezuela eingeführt werden

Am Montag, dem 30. September, teilte der Präsident Nicolas Maduro in einer Pressekonferenz mit, dass die Regierung Venezuelas Kryptowährungen bereits als „Methode für nationale und internationale Zahlungen“ nutzt. Die Zentralbank prüft, ob sie den Zahlungsverkehr mit Kryptowährungen regulieren kann.

Laut Maduro haben „der Finanzminister und die Zentralbank Venezuelas neue Instrumente, die wir sehr bald aktivieren werden, sodass jeder Bankgeschäfte sowie nationale und internationale Transaktionen über die Konten der Zentralbank tätigen kann.“

Wie das US-Nachrichtenportal Bloomberg berichtet, führt Venezuelas Zentralbank derzeit interne Tests durch. Die Zentralbank will damit unter anderem prüfen, ob sie Kryptowährungen in ihren Reserven halten kann. Die Untersuchungen treibt die Petroleos de Venezuela SA voran, Lateinamerikas größte Erdölgesellschaft. Die PDVSA schickt Bitcoin und Ether an die Währungsbehörde, um die Lieferanten der Ölgesellschaft mit den Token auszuzahlen.

„Der Gebrauch von Kryptowährungen durch das Regime zeigt Verzweiflung“, sagte Juan Guaido von der Opposition. „Auf diese Art von Täuschung zurückzugreifen, unterstreicht die Wirtschaftskrise, in der sich das Regime befindet.“ Laut Guaido deutet das Interesse der venezolanischen Regierung an Kryptowährungen auf den desolaten wirtschaftlichen Zustand des Landes hin. Das staatliche Bemühen um alternative Zahlungsmethoden sei der Versuch, weitere wirtschaftliche Schäden vom Land abzuwenden.

Maduro und der PETRO

Durch die Wirtschaftssanktionen der USA ist Venezuela weitgehend vom globalen Finanzsystem abgeschnitten. Das Land befindet sich in einer schweren Wirtschaftskrise, die die Regierung veranlasst, Methoden zu entwickeln, um ihre Liquidität zu sichern. Maduros Pläne, eine staatliche Kryptowährung einzuführen, sind jedoch weitgehend gescheitert. Die fortwährenden Bemühungen um die Einführung digitaler Währungen verdeutlichen allerdings, wie verzweifelt die Regierung ist, einen Weg zu finden dem drohenden staatlichen Bankrott zu entgehen.


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„Donald Trump und seine Sanktionen hindern Venezuela daran, Transaktionen in einer der Banken der Welt durchzuführen“, sagte Maduro. „Es gibt andere Methoden zu bezahlen, und diese nutzen wir, denn unser Zahlungssystem funktioniert in China und Russland perfekt.“

Im Zusammenhang mit alternativen digitalen Währungen spricht Maduro von einer „magischen Formel“, die er gefunden habe, um die Inflation des Landes einzudämmen. Die Idee dahinter: eine eigene, staatlich kontrollierte Kryptowährung namens Petro. Der venezolanische Bolívar soll an die Kryptowährung Petro gekoppelt sein, die wiederum an den Wert des venezolanischen Rohöls gebunden ist. Diese doppelte Kopplung soll die neue Landeswährung stabilisieren, so die Hoffnung der Regierung. Ob der Petro tatsächlich eingeführt wird, bleibt indes fraglich. Vielmehr scheint das Szenario einer eigenen Kryptowährung nur ein Baustein im politischen Kalkül Maduros zu sein, den Zusammenbruch von Venezuelas Wirtschaft zeitweilig auszubremsen.

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