Venezuela: Maduro will Petro-Akzeptanz der Nationalbank

Phillip Horch

von Phillip Horch

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Phillip Horch

Phillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er ist Diplom-Journalist und hat einen Master-Abschluss in Literatur-Kunst-Medien.

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Nicolás Maduro, Präsident von Venezuela, hat angeordnet, dass die Banco de Venezuela den Petro akzeptieren muss. Die staatliche Kryptowährung soll pro Einheit von einem Fass Öl gedeckt sein und den südamerikanischen Staat aus der Misere ziehen.

Während sich die Menschen in Venezuela zunehmend in Bitcoin flüchten, versucht Präsident Nicolás Maduro, die Akzeptanz der staatseigenen Kryptowährung durchzusetzen. Dementsprechendes kündigte das Finanzministerium am 3. Juli über Twitter an:

Live von Präsident Nicolás Maduro: Ich ordne ausdrücklich die Eröffnung von Schaltern für den Petro in allen Stellen der Bank von Venezuela an.

Damit versucht der venezolanische Präsident also abermals, die staatliche Kryptowährung unter die Menschen zu bringen. Beim Petro handelt es sich um eine digitale Währung, bei der laut offiziellen Angaben jede Einheit von einem Fass Öl gedeckt ist. Einer der Clous an der Sache: Als Grundlage für die digitalen Münzen berechnete man das Ölvorkommen Venezuelas, dass sich theoretisch unter der krisengeplagten Erde Venezuelas befindet.

Petro: Venezuelas Kryptowährung mit politischer Sprengkraft

Ob man die Token aus Venezuela jedoch tatsächlich gegen ein Fass Öl tauschen kann, ist indes mehr als fraglich. Schließlich wurde auch bekannt, dass es sich beim Petro um den Versuch handelt, US-amerikanische Strafzölle zu umgehen. Denn während die US-Regierung unter Präsident Donald Trump nach wie vor im Handelsstreit mit dem südamerikanischen Land steht, ging letzteres offenbar Deals mit einigen Banken ein. Ziel ist es, das Embargo der US-Regierung zu umgehen.

Darunter befindet sich unter anderem die russische Nationalbank. Diese unterstützt laut Medienberichten die Herausgabe des Petros und damit die Bemühungen der Maduro-Regierung. Damit ist der Petro mehr als „nur“ eine Kryptowährung. Vielmehr bildet er ein Mittel des politischen Mächtekampfs und darüber hinaus den Versuch, die Wirtschaft in Venezuela zu retten.

Die Bürger des inflationsgeplagten Landes haben sich indessen längst Bitcoin und anderen Kryptowährungen zugewandt. Das führt unter anderem dazu, dass der Bitcoin-Kurs in Venezuela mitunter sehr viel höher steht als in anderen Ländern.


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