Nach Ripple-Bann XRP-Investor startet Sammelklage gegen Coinbase

Christopher Klee

von Christopher Klee

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Christopher Klee

Christopher Klee hat Literatur- und Medienwissenschaften sowie Informatik an der Universität Konstanz studiert. Seit 2017 beschäftigt sich Christopher mit den technischen und politischen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

Ripple-Münze auf rotem Untergrund

Quelle: Shutterstock

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Allen Unkenrufen zum Trotz kann sich der Kurs des Ripple-Coins XRP gegen den Abverkauf stemmen und die Marke von 0,2 US-Dollar verteidigen. Mit einem Kursplus von 15 Prozent kann XRP im Fahrwasser der Altcoin-Rallye sogar einen deutlichen Tageszuwachs verbuchen. Und das, obwohl sich die regulatorischen Hiobsbotschaften häufen – möglicherweise auch bald für Börsen, die XRP angeboten haben.

Zwischen den Jahren hat mit eToro nun auch der größte XRP-Broker der USA angekündigt, das digitale Asset vorerst aus dem Angebot zu nehmen. Ähnliche Schritte hatten zuvor bereits zahlreiche weitere Bitcoin-Börsen und -Broker angekündigt. Darunter finden sich auch Größen wie Coinbase Pro, Binance US, Bittrex oder die DeFi-Plattform Crypto.com.

Ripple-Bann: Diese Unternehmen stellen das XRP-Trading ein


Vor allem für US-Amerikaner wird es immer schwerer, einen Broker beziehungsweise einen Handelsplatz für XRP zu finden. Zu den größten Plattformen, die XRP vorerst auf Eis gelegt haben, zählen unter anderen:

  • Coinbase Pro
  • Binance US
  • eToro
  • Bittrex
  • Bitstamp
  • Crypto.com
  • OKCoin

Leonidas Hadjiloizou, Betreiber der XRP-News-Site XRPArcade, hat zu Silvester eine umfassende Tabelle zu den verschiedenen Maßnahmen, die Broker und Exchanges angesichts der SEC-Klage gegen Ripple verkündet haben, veröffentlicht.

Danach beschränken sich die Maßnahmen vielerorts auf US-amerikanische Staatsbürger. Allerdings sind die Auswirkungen auch in Europa zu spüren. Einerseits hat der Schweizer Krypto-Broker Bitcoin Suisse seine XRP-Unterstützung vorerst eingestellt. Andererseits hat der SEC-Vorstoß, XRP als Wertpapier zu klassifizieren, auch Auswirkungen auf die Produktpalette 21Shares (ehemals Amun), einem eidgenössischen Anbieter von Krypto-ETPs, die teilweise auch in Deutschland gehandelt werden.

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Ende Dezember hat 21Shares angekündigt, XRP aus seinem HODL5 Index, der sich aus den fünf größten Kryptowährungen nach Marktkapitalisierung zusammensetzt, zu entfernen. XRP belegte im HODL5 Index bislang mit einer Gewichtung von 10,5 Prozent den dritten Platz nach Bitcoin (55,81 Prozent) und Ethereum (27,63 Prozent). Welches Asset die Nachfolge von XRP in den Krypto-ETPs von 21Shares antreten soll, will das Unternehmen mit dem nächsten monatlichen Rebalancing bekannt geben.

XRP-Investor initiiert Sammelklage gegen Coinbase

Dass sich vor allem US-amerikanische Krypto-Broker und -Exchanges von dem umstrittenen Ripple-Asset distanzieren, ist nachvollziehbar. Denn Coinbase und Co. drohen als US-Unternehmen Sanktionen durch die SEC, sollten sie weiterhin den Handel mit einem Asset anbieten, das von der Behörde als Wertpapier eingestuft wird.

Doch nicht nur vonseiten der US-Börsenaufsicht drohen Konsequenzen. Im Falle von Coinbase hat bereits ein XRP-Investor einer Sammelklage gegen die Exchange eingeleitet. Der Vorwurf: Coinbase habe XRP-Investoren mit XRP wissentlich ein Wertpapier verkauft, ohne über die dafür notwendige Lizenz zu verfügen und dafür eine Kommission eingestrichen. Damit habe die Exchange gegen das kalifornische Wettbewerbsrecht verstoßen. Der Kläger fordert deshalb einen Schadenersatz für sich und andere XRP-Investoren, die das Asset über Coinbase gekauft haben. Der Fall liegt nun dem Bezirksgericht von Nordkalifornien vor.

Ripple-Fans fordern US-Regierung zum Handeln auf

Unterdessen haben US-amerikanische XRP-Unterstützer ein Bürgerbegehren ins Leben gerufen. Das Weiße Haus soll der SEC-Klage gegen Ripple Einhalt gebieten, in dem es XRP als Währung anerkennt. Zu Redaktionsschluss hat die Petition bereits 25.000 Unterzeichner gewinnen können. Damit sich die US-Regierung der Sache annimmt, müssen bis zum 28. Januar insgesamt 100.000 Unterschriften zusammen kommen.

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