Wettbewerb „Wettbewerbsrisiken“: Brasilien blockiert WhatsApp Pay

Phillip Horch

von Phillip Horch

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Phillip Horch

Phillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er ist Diplom-Journalist und hat einen Master-Abschluss in Literatur-Kunst-Medien.

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Ein Whatsapp Sybol (grünes quadrat mit abgerundeten ecken mit einer weißen sprechblase, in der sich ein telefonhörer befindet) auf einem Smartphone. Rechts oben beim whatsapp-symbol sieth man eine weiße Eins, umrundet von einem roten kreis

Quelle: Shutterstock

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WhatsApp Pay ist in Brasilien nicht länger verfügbar. Der Zahldienst der Facebook-Tochter wurde von der Zentralbank vorerst eingeschränkt.

WhatsApp Pay wurde in Brasilien blockiert. Die Zentralbank hat Mastercard und Visa in Abstimmung mit dem wirtschaftlichen Verwaltungsrat des Landes (Conselho Administrativo de Defesa Econômica, CADE) dazu angewiesen, alle Überweisungen, die über WhatsApp laufen, zu blockieren.

CADE fürchtet irreparable Schäden

Wie es in der offiziellen Mitteilung von CADE heißt, wolle man mit dem vorläufigen Verbot von WhatsApp Pay in Brasilien „potentielle Wettbewerbsrisiken“ mindern. Dahingehend wurde die Partnerschaft zwischen Facebook und Cielo, dem größten Kredit- und Debitkartenbetreiber in Brasilien, ausgesetzt.

Wie die Behörde weiter mitteilt, habe es die Situation eingängig untersucht und sei zu dem Schluß gekommen, dass WhatsApp Pay den Wettbewerb im Zahlungsverkehr verzerren könnte. Schließlich handelt es sich bei Brasilien um das Land mit der weltweit zweitgrößten Nutzerbasis des Messaging-Dienstes. Die Integration von WhatsApp Pay würde dem Unternehmen direkt 120 Millionen potentielle Kunden bringen.

Trotz der anfänglichen Phase der Berechnung dieses Vorgangs bestehen potenziell erhebliche Wettbewerbsrisiken, die durch die Intervention dieses Verwaltungsrats gemindert oder vermieden werden sollten, da die Auswirkungen von dem betreffenden Vorgang herrühren und irreparable oder schwer rückgängig zu machende Schäden auf den betroffenen Märkten verursachen können. Obwohl es keine Gewissheit über die Auswirkungen gibt, sollten aufgrund der Sorgfaltspflicht Maßnahmen ergriffen werden, um die Gemeinschaft vor möglichen negativen Auswirkungen zu schützen,


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schließt der Bericht.

Was ist WhatsApp Pay?

WhatsApp Pay verbindet den Messaging-Dienst des Unternehmens mit einer Bezahlfunktion. So soll es möglich sein, über die App direkt Zahlungen zu versenden. Diese Möglichkeit wurde am 15. Juni erstmals in Brasilien und Indien implementiert. Für die nötige Liquidität sorgt die Option, den Messaging-Dienst mit der eigenen Kreditkarte zu verbinden. Damit stellt WhatsApp Pay eine Art Smartphone-Mittelsmann dar, der die Verbindung zwischen Bankkonto und Händler bereitstellt.

WhatsApp Pay, Facebook und der internationale Zahlungsverkehr

Mit WhatsApp Pay handelt es sich um einen weiteren Versuch, mit dem sich der Facebook-Konzern in den internationalen Zahlungsverkehr einbringen will. So arbeitet die Libra Association bereits seit vergangenem Jahr daran, eine eigene Kryptowährung zu lancieren. Libra ist als Stable Coin konzipiert, der in verschiedenen Ausführungen daher kommt und die Gegenwerte von verschiedenen Fiatwährungen abbilden soll. Während sich Zuckerberg davon hohe Gewinne verspricht, hat die Verschmelzung eines privaten Unternehmens mit einer internationalen Währung bei Regulierungsbehörden weltweit Stirnrunzeln hervorgerufen. Trotz zahlreicher Kursänderungen, war es dem Konzern bis zuletzt nicht gelungen, die Bedenken auszuräumen.


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