Weltraumökonomie: Blockchain von SpaceChain im All

Jutta Schwengsbier

von Jutta Schwengsbier

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Jutta Schwengsbier

Jutta Schwengsbier arbeitet seit rund 30 Jahren als Journalistin und berichtet aus vielen Ländern über Themen, die die Welt verändern. Auch beherrscht sie mehrere Programmiersprachen und ist im Zuge dessen auf die Blockchain-Technologie aufmerksam geworden.

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Weltraum-als-Service: SpaceChain kommt seinem Ziel näher, ein blockchainbasiertes Satellitennetzwerk aufzubauen.

SpaceChain hat in einer Presseerklärung mitgeteilt, dass seine Open Source Blockchain auf dem Weg zur Internationalen Raumstation (ISS) ist.

Transportiert wird die Technologiefracht über Nanoracks, einen kommerziellen Weltraum-Dienstleister, der sich gerne auch als „UPS des Weltraumtransports“ porträtiert sieht. SpaceChain schickt seine Blockchain am 6. Dezember an Bord einer SpaceX-Rakete als Teil eines kommerziellen Versorgungsflugs ins All. Es ist bereits die dritte Blockchain-Nutzlast, die SpaceChain in den letzten zwei Jahren ins All gebracht hat.

SpaceChain will im Weltraum nach eigenen Angaben ein dezentrales Satellitennetzwerk aufbauen als Sicherheitslösung für FinTech- und andere Geschäftsanwendungen. Die kommerzielle Weltraumplattform von Nanoracks ermöglicht dabei auch den Datenaustausch zwischen der Internationalen Raumstation und der Erde.

Weltraumökonomie verspricht Milliardengewinne

„Der gesamte [Weltraum-]Markt hatte 2018 eine Größe von insgesamt 360 Milliarden US-Dollar oder 305 Milliarden Euro“, schätzt das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in einer aktuellen Analyse. Von Wachstumsphantasien einer neuen Weltraumökonomie getrieben, bieten deshalb auch Blockchain-Unternehmen immer öfter „Weltraum-als-Service-Dienste“ an.

SpaceChain will durch seine Weltraum-Infrastruktur etwa Unternehmen dabei helfen, ihre zentralisierten terrestrischen Server über dezentrale Weltraum-Blockchains per Mehrfach-Authentifizierung abzusichern. Der Weltraum-als-Service-Dienst würde Cyberangriffe und Hacking beim Austausch von digitalen Assets deutlich erschweren, wirbt SpaceChain für sich.

Der dritte Nutzlast-Launch ist ein wichtiger Meilenstein nicht nur für SpaceChain, sondern auch für die Entwicklung der New Space Economy.Die Integration von Weltraum- und Blockchain-Technologien hat neue Möglichkeiten und Chancen eröffnet, und wir freuen uns sehr über die Aussicht auf eine enge Zusammenarbeit mit Finanzdienstleistern und FinTech-Entwicklern, IoT-Dienstleistern, Forschungseinrichtungen und Raumfahrtagenturen in den kommenden Monaten, um den Fortschritt im Ökosystem weiter zu beschleunigen,

sagte Zee Zheng, SpaceChain-Mitbegründer und CEO in der Presseerklärung.

Neben SpaceChain hat auch schon Blockstream ein Blockchain-Satellitennetzwerk aufgebaut. Per Blockstream API soll es ab Januar etwa möglich werden, anonyme Transaktionen und Nachrichten per Satellit zu versenden – unabhängig von Internetprovidern und Internetservern.

SpaceChain erwartet, dass die Tests seiner Weltraum-Blockchain-Nutzlast bis Anfang 2020 abgeschlossen sein werden.


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