Hashrate vs. Notenbanken Warum das Bitcoin Halving ein voller Erfolg war

Sven Wagenknecht

von Sven Wagenknecht

Am · Lesezeit: 4 Minuten

Sven Wagenknecht

Sven Wagenknecht ist Chefredakteur von BTC-ECHO. An der Blockchain-Technologie faszinieren ihn vor allem die langfristigen Implikationen auf Politik, Gesellschaft und Wirtschaft.

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Konfetti wirbelt durch die Luft und man sieht Party-Zylinder, die das erfolgreiche Bitcoin Halving symbolisieren sollen.

Quelle: Shutterstock

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Erfolgreicher hätte das Bitcoin Halving kaum werden können. Die Kurse haben praktisch nicht reagiert, die Hashrate ist bis auf einen kleinen erwartbaren Knick nicht großartig eingebrochen und auch sonst ist im Bitcoin-Ökosystem alles wie sonst. Wieso nur ein unspektakuläres Halving ein erfolgreiches Halving ist und warum die Notenbankenbilanzen mehr über das Bitcoin-Potential verraten als die Hashrate. Das Freitagskommentar.

Es wurde viel im Vorhinein über das Bitcoin Halving spekuliert, was alles passieren könnte. Wird der Kurs einbrechen oder gar sprunghaft ansteigen? Was ist mit den Minern und der Hashrate? Wie wir bereits im Vorfeld berichtet hatten, hat vieles darauf hingedeutet, dass das Bitcoin Halving unspektakulär abläuft und es kurzfristig zu keinen größeren Verwerfungen kommt.

Wenn aus Spekulation datenbasierte Modelle werden

Nicht jeden Tag geschehen spannende Ereignisse im Krypto-Ökosystem. Entsprechend kann es schnell passieren, dass besondere Ereignisse wie Halvings oder Hard Forks zu besonders großen Erwartungen in die ein oder andere Richtung führen. Schnell ertappt man sich dabei, seine eigene Erwartungshaltung, also zum Beispiel Short oder Long Bitcoin, auf den Tag Null zu projizieren.

Um die eigenen Erwartungen mit Substanz anzureichern, neigen wir dazu, Modelle, wie beispielsweise das Stock-to-Flow-Ratio, mit einzubeziehen. Nichts beruhigt mehr als datengetriebene Modelle, die aus Wünschen rationale Prognosen machen. Dass es in der Geschichte von Bitcoin erst zwei Halvings vor dem Aktuellen gegeben hat, spielt dabei kaum eine Rolle. Bislang hat das Modell funktioniert, warum sollte man dann noch eine Fallzahl von zwei kritisieren?


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Mit dem Bitcoin Halving hat man zwar einen Anlass, sich mit derartigen Modellen zu beschäftigen, aber keinen sachlichen Grund, der zeitlich mit dem Ereignis zusammenfällt. Das Stock-to-Flow-Modell sagt kaum etwas über die kurzfristige Kurs-Entwicklung, sondern nur über die Langfristige, aus.

Das Halving ist keine Aktionärshauptversammlung

Wenn bei einem Börsenunternehmen die Jahreshauptversammlung ansteht, spekulieren viele Anleger auf gute oder schlechte Bilanzergebnisse, je nach Positionierung. Wenn die Zahlen vom Vorstand verkündet werden, gibt es in der Regel heftigere Ausschläge nach oben oder unten. Die Volatilität ist dann höher als an normalen Börsenhandelstagen ohne Hauptversammlung.

Im Gegensatz zu Hauptversammlungen weiß aber jeder bei dem Halving, was fundamental mit dem Bitcoin-Ökosystem passiert. Die Konsequenzen sind jedem bekannt. Mining-Unternehmen hatten nach dem Halving vier Jahre Zeit, sich auf diesen Moment vorzubereiten.

Natürlich ändert das nichts an den möglichen Risiken, die durch Überreaktionen hervorgerufen werden können. Auch wenn der Bitcoin–Markt alles andere als effizient im theoretischen Sinne beschrieben werden kann, ist er zumindest so effizient, dass er die Halbierung des Mining-Ertrages ohne größeres Erdbeben absorbieren kann. Turbulenzen schließt das nicht aus. Sehr wohl aber eine Bitcoin-Kursexplosion als auch einen kompletten Zusammenbruch der Hashrate.

Halving sichert die Zukunft, aber nicht die Gegenwart

Wir sollten uns über das reibungslose Halving freuen, es hätte nichts Besseres passieren können. Sowohl ein stark steigender Bitcoin-Kurs als auch ein fallender wären kein gutes Zeichen für die Reife und Stabilität des Ökosystems gewesen. Zumindest kurzfristig ist das Halving also ziemlich treffsicher eingepreist worden.

Der für den Wert von Bitcoin positive Effekt der Inflationshalbierung, ist ein Versprechen für die Zukunft und nicht die Gegenwart von Bitcoin. Das Halving ist ein Meilenstein zur Sicherung des Bitcoin-Wertversprechens, das in Zeiten inflationärer Geldpolitik mehr denn je an Relevanz hinzugewinnt.

Wer Bitcoin-Kurs-Prognosen möchte, sollte unser Geldsystem analysieren und nicht die Hashrate

Dass man aktuell eine Korrelation zwischen Bitcoin und Aktienmärkten feststellen kann, ist ein Zeichen für die großen Fortschritte von Bitcoin. Wäre es in 2016 zu einem Corona-Crash gekommen, dann hätten wir sicherlich nicht das gemeinsame auf und ab zwischen Krypto und traditionellen Markt gesehen.

Sollte es in Zukunft zu extremen Szenarien am Währungsmarkt kommen, starke Geldentwertung oder gar Währungsreform, dann würde aus dem vermeintlichen Risikoasset mehr denn je ein Safe Haven wie Gold werden. Das digitale Gold hat auch bereits heute schon diese Funktion, die allerdings noch von neuen Anlegergruppen kultiviert werden muss. Dass Bitcoin gerade auch für konservative Anleger geeignet ist, um das Portfolio zu diversifizieren, benötigt noch etwas Zeit.

Wie der Gang zum Notar

Das Halving ändert an all den makroökonomischen Rahmenbedingungen nichts. Es sorgt nicht für eine steigende Nachfrage nach Bitcoin wie es Gelddruckorgien der Notenbanken machen. Schließlich erwirbt man Bitcoin nicht aufgrund seiner geringen Emissionsrate. Vielmehr erhofft man sich einen Wertspeicher und eine Absicherung gegenüber Fiatwährungen. Das Halving ist also nur die Grundlage, um Bitcoin im makroökonomischen Gesamtkontext verorten zu können. Das Halving schafft eine Vergleichbarkeit zum traditionellen Geldsystem, indem es Bitcoin eine Inflationsrate gibt. Das Event ist für sich genommen vergleichbar mit dem Gang zum Notar, bei dem rechtskräfitg wirksam wird, was im Vorfeld bereits beschlossen wurde.

YouTube-Fans können sich das Freitagskommentar gerne als Video anschauen:


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