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Von China in die Staaten: US-Börsengang von OneConnect gestartet

Jutta Schwengsbier

von Jutta Schwengsbier

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Jutta Schwengsbier

Jutta Schwengsbier arbeitet seit rund 30 Jahren als Journalistin und berichtet aus vielen Ländern über Themen, die die Welt verändern. Auch beherrscht sie mehrere Programmiersprachen und ist im Zuge dessen auf die Blockchain-Technologie aufmerksam geworden.

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Quelle: Shutterstock

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Chinas größtes Versicherungsunternehmen Ping An Insurance hat mit OneConnect seine KI- und Blockchain-Aktivitäten an eine US-Börse gebracht. Eine gewagte Aktion, mitten in einem Handelskrieg zwischen China und den USA?

OneConnect Financial Technology hat am 3. Dezember seinen Börsengang in den USA im Wert von 504 Millionen US-Dollar gestartet, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. OneConect ist eine Tochtergesellschaft der Ping An Insurance Group Co of China Ltd, des größten chinesischen Versicherungsunternehmens nach Marktwert.

OneConnect will bei dem Börsengang (Initial Public Offering, IPO) an der New York Stock Exchange (NYSE) 36 Millionen American Depository Shares (ADS) zu einem Preis zwischen 12 bis 14 US-Dollar pro Aktie abgeben. Jeder ADS repräsentiert dabei drei OneConnect-Aktien. Das geht aus einem am 2. Dezember aktualisierten Prospekt der U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) hervor.

Bei dieser Preisspanne werde OneConnect nach Expertenmeinung etwa zwischen 4,5 Milliarden US-Dollar und 5,5 Milliarden US-Dollar bewertet. Das liege deutlich unter der Bewertung von 7,5 Milliarden US-Dollar, mit der OneConnect in seine erste Finanzierungsrunde im vergangenen Jahr gestartet ist. Dabei hatte das Finanztechnologieunternehmen 750 Millionen US-Dollar von Investoren wie der japanischen SoftBank und dem japanischen Finanzunternehmen SBI Group erhalten. Das würde auf eine Abwärtsbewegung – einen Rückgang der Bewertung nach einer Neuinvestition – des Technologieunternehmens hindeuten.

OneConnects US-Börsengang im Down Turn


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Weder Ping An noch OneConnect wollten sich zur aktuellen Bewertung zu äußern. Laut Reuters hatte OneConnect noch im Juni einen Börsengang von bis zu 1 Milliarde US-Dollar geplant. Die Bewertung zu der Zeit lag bei rund 8 Milliarden US-Dollar.

Sofern eine „Greenshoe“- oder Mehrzuteilungsoption vollständig ausgeübt werde, kann OneConnect bei seinem IPO an der NYSE bis zu 580 Millionen US-Dollar einnehmen.

Ursprünglich sollten die Anteile des KI- und Blockchain-Dienstleisters in Hongkong gehandelt werden.

Laut SEC-Antrag ist OneConnect Financial Technology auf den Caymaninseln registriert. Unternehmen aus Hongkong koordinieren seine Geschäfte in China. Diese Hongkong-Ableger von OneConnect sind wiederum Tochtergesellschaften von Unternehmen mit Sitz in der Karibik.

Laut IPO-Prospekt erzielte OneConnect im Jahr 2018 zwar einen Umsatz von 198 Millionen US-Dollar, machte dabei allerdings Verluste über 111 Millionen US-Dollar. Im Jahr 2019 ist der Umsatz bislang zwar gestiegen, die Verluste aber auch.

China: Mut oder Verzweiflung beim US-Börsengang?

Angesichts der monatelangen Proteste in Hongkong hat sich Chinas größter Versicherungskonzern Ping An sicher nicht leichten Herzens entschieden, mit OneConnect eine seiner wichtigsten Zukunftssparten ausgerechnet an einer US-Börse zu listen. China ist sich sicher bewusst, dass die USA bei einem weiter eskalierenden Handelskrieg dadurch auch direkten Einfluss auf die Entwicklung chinesischer Spitzentechnologie nehmen könnten.

Die USA und China streiten derzeit nicht nur um Leistungsbilanzdefizite und Wettbewerbsbedingungen. Werden die USA in diesem Jahrhundert die alles bestimmende Weltmacht bleiben oder könnte China diese Rolle übernehmen? Beide scheinen sich darüber einig zu sein, dass die Blockchain-Entwicklung und die Fortschritte im Bereich der Künstlichen Intelligenz die Zukunft entscheiden.

Das digitale Wettrüsten hat schon lange begonnen. Ursprünglich war die Idee hinter Bitcoin und Blockchain darauf ausgerichtet, Betrugsmöglichkeiten in digitalen Geldsystemen zu verhindern (Double Spending) und die Macht von Staaten und Banken zu beschränken.

Gerade China versucht mithilfe von KI und Blockchains nun aber das genaue Gegenteil aufzubauen: allumfassende Überwachungssysteme, in denen staatlichen Geheimdiensten nichts mehr verborgen bleibt. Am Ende wird nicht nur darüber entschieden, welcher Staat sich als Weltmacht durchsetzen kann. Die Blockchain-Entwicklung wird auch mitentscheiden, ob wir Gesellschaften mit freien oder ständig überwachten Bürgerinnen und Bürgern sein werden.


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