Volvo springt auf den Blockchain-Zug – nächster Halt: faires Kobalt
Christopher Klee

von Christopher Klee

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Quelle: Shutterstock

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Volvo goes Blockchain. Zumindest, was die Beschaffung des Konfliktrohstoffes Kobalt betrifft. Der Autobauer folgt damit dem Vorbild von Ford und BMW.

Der Autobauer Volvo erprobt die Blockchain-Technologie, um seine Lieferkette für das Metall Kobalt besser überwachen zu können. Das Element kommt unter anderem in den allgegenwärtigen Lithium-Ionen-Batterien zum Einsatz. Aufgrund seiner in Teilen ausbeuterischen Abbaubedingungen gilt das seltene Metall als konfliktbehafteter Rohstoff. Vor diesem Hintergrund gewinnt auch das Recycling von Kobalt immer mehr an Bedeutung.

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In einem Pilotprojekt hat Volvo nun erstmals nachprüfbar „konfliktfreies“ Kobalt in Autobatterien verbaut. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf eine E-Mail des Unternehmens. Darin heißt es:

[Volvo] verfolgte Kobalt von einer chinesischen Recyclinganlage zu Volvo Cars Zhejiang über einen Zeitraum von zwei Monaten bis zum 27. Juni.

Im Vordergrund habe danach „vollständige Transparenz und Rückverfolgbarkeit“ gestanden. Einen besonders weiten Weg dürfte das recycelte Kobalt dabei nicht zurückgelegt haben müssen. Wenn auch nicht explizit genannt, dürfte es sich bei besagter „chinesischer Recycling-Anlage“ um das Unternehmen Huayou Cobalt handeln, das sich ebenfalls in der Provinz Zheijang befindet.

Entwickelt hat die Blockchain-Lösung das britische Blockchain-Start-up Circulor. Circulor arbeitete dazu mit dem US-amerikanischen IT-Unternehmen Oracle zusammen. Gegenüber Reuters bekräftigt Circulor-Chef Doug Johnson-Poensgen, dass die Blockchain-Technologie kein Allheilrezept sei:

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Keine Technologie kann die Sorgfaltspflicht vollständig ersetzen. Sie wird die Durchsetzung der Normen verbessern, indem sie erkennbar macht, wenn etwas nicht wie vorgesehen funktioniert,

so Johnson-Poensgen gegenüber der Nachrichtenagentur.

Die Kobalt-Blockchain: Volvo folgt der Konkurrenz

Außerdem hat sich deutsche Automobilkonzern BMW der Rückverfolgung von Kobalt angenommen. Erst Anfang Juli gab der Autobauer aus München bekannt, für seine Elektrofahrzeuge ab 2020/21 kein Kobalt mehr aus dem Kongo – wo sein Abbau unter besonders menschenunwürdigen Bedingungen erfolgt – beziehen zu wollen. Stattdessen plant der Autobauer, das nützliche Metall ausschließlich aus Marokko und Australien zu beziehen.

Auch bei Ford hat man sich des Kreuzes mit dem Kobalt angenommen. So erprobt der US-amerikanische Automobilhersteller die Blockchain-Technologie für die Rückverfolgung von Kobalt. Ford setzt dabei auf eine Blockchain-Plattform des in Sachen Blockchain-Technologie besonders umtriebigen IT-Unternehmens IBM.

Ford und IBM planen, gemeinsam mit Huayou Cobalt und LG Chem die Blockchain-Technologie dabei zur Rückverfolgung von Mineralien aus ethisch vertretbaren Quellen einzusetzen. Das Projekt steht unter der Aufsicht von RCS Global, einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit Fokus auf verantwortungsvollem Beschaffungsmanagement.

Volvo bestätigte gegenüber Reuters, sich der Initiative anzuschließen.

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