Blockchain-Anwendung US-Finanzministerium verteilt Subventionen per Blockchain

Moritz Draht

von Moritz Draht

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Moritz Draht

Moritz Draht hat Deutsche Literatur und Philosophie an der Universität Konstanz studiert. Sein Krypto-Engagement widmet sich den Zusammenhängen zwischen soziokulturellen und technischen Entwicklungen.

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Das US-Finanzministerium testet ein neues Verfahren staatlicher Subventionierung auf Blockchain-Basis. Das neue System soll die Vergabe und Nutzung von Fördermitteln durch verfolgbare Datenspeicherung effizienter gestalten.

Blockchain-Anwendungen halten immer mehr Einzug in behördlichen Vorgängen. So auch beim US-Finanzministerium (US Treasury Department), das ein Subventionsprogramm auf Blockchain-Basis testet. Über das neue System sollen Daten gespeichert und verfolgt werden, was eine effizientere Vergabe und Nutzung von Förderungen ermöglicht.

Fördergelder durch Blockchain

Das blockchainbasierte Akkreditiv für Empfänger staatlicher Fördergelder steht kurz vor Abschluss seiner Testphase. Das geht aus einem Vortrag von Craig Fischer, Leiter des Innovationsprogramms im Finanzministerium, auf einer Konferenz zur Modernisierung der Finanzsysteme hervor, von der das Fachmagazin Federal Computer Week (FCW) am 10. Januar berichtete.

Das System verwendet Token als Akkreditive im Peer-to-Peer-Transfer, um den Fluss von Zuschüssen aus der Staatskasse zu den Empfängern zu verfolgen. Die Tokenisierung dient dabei vor allem der Erfassung und Rückverfolgung entsprechender Daten und soll die Transaktionen zudem sicherer gestalten. Die Blockchain speichert dafür Informationen zum Empfänger und gewährt Einsicht in Transaktionsdetails, wie die Höhe des Geldbetrags und den Zeitpunkt der Vergabe.


Fischer fügte hinzu, dass die Zuschussempfänger im Besitz einer Wallet sein müssen, die mit einem Bankkonto verbunden ist. Der Zugriff auf ein tokenisiertes Akkreditiv sei jedoch aus Gründen der Sicherheit eingeschränkt, so Fischer:

Das ist nicht das Bitcoin-Netzwerk, wo alles sichtbar ist.

Seit September vergangenen Jahres entwickelt das US-Finanzministerium zusammen mit der San Diego State University, der Duke University und der National Science Foundation das blockchainbasierte System. Verlaufen die weiteren Tests komplikationsfrei, ist mit einem Start noch Ende Januar zu rechnen.

KMU-Förderung made in China

Auch die chinesischen Behörden setzen inzwischen vermehrt auf Blockchain-Anwendungen, um behördliche Abläufe zu optimieren. So hat die chinesische Provinz Guangdong jüngst eine Finanzierungsplattform ins Leben gerufen, die die Finanzierung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) verbessern soll.

Die Plattform dient der Analyse und Bewertung von Handelskrediten. Dafür steht eine umfassende Datenbank bereit, die sich aus Regierungsdaten zusammensetzt und Informationen der mehr als elf Millionen Unternehmen katalogisiert. Die Plattform ist ein nützliches Instrument, um Kredite an KMUs zu verteilen und Risiken durch transparente Datentransfers zu minimieren.


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