Tingeltangel Tangle: Mit IOTA zur smarten Wohnung

Smart Homes sind en vogue. Man bekommt den Eindruck, dass Fernbedienungen und Lichtschalter bald der Vergangenheit angehören und durch das Smartphone ersetzt werden. In puncto Sicherheit könnte IOTAs Tangle ein wichtiger Baustein für die Integration in die Haushalte sein.

Das Internet der Dinge greift um sich und mittendrin taucht immer wieder der Name IOTA auf. Die IOTA Foundation sieht sich bekanntermaßen als Plattform, bei der die zunehmende Vernetzung der internetfähigen Endgeräte zusammenlaufen soll – mit allen Vorteilen der DLT. So ist es keine Überraschung, dass kräftig an der Integration von Smart-Home-Lösungen in den Tangle getüftelt wird.

Der Home Assistant

Auf der Open-Source-Plattform Home Assistant können Entwickler die Technisierung ihres Haushalts vorantreiben, indem sie Anwendungen wie digitale Lichtschalter bauen und für andere Smart-Home-Pioniere zur Verfügung stellen. Home Assistant ist ein modulares System. Das heißt, Nutzer entscheiden selbst, welche Applikationen sie installieren und welche nicht. Derzeit stehen über 1.000 installierbare Komponenten zur Verfügung, darunter auch ein Modul zur Integration von Amazons Alexa. Als Hub für die Smart-Home-Software dienen Einplatinencomputer wie der Raspberry Pi.

Und IOTA?

IOTA hat ehrgeizige Ziele: Die Plattform möchte Grundlage für das Internet der Dinge sein. Daher liegt die Integration des Tangle in Smart-Home-Applikationen nah. Wie das aussehen könnte, demonstriert Softwareentwickler Lukas Hetzenecker in einem Blog-Post.

Auf der Plattform Medium beschreibt der Masterstudent die Integration von IOTAs Tangle in seine smarte Wohnung am Beispiel eines digitalen Türöffners. Im Video wird der Use Case deutlich: Bei derart sensiblen Anwendungen wie digitalen Schlüsseln ist es enorm wichtig, die Berechtigung zum Öffnen der Tür einwandfrei feststellen zu können. Mithilfe des Tangles ist dies möglich.

Die DoorOpener-App erlaubt es Nutzern, den Befehl zum Öffnen der Tür auf dem Tangle abzulegen. Triggert der Anwender diesen Befehl auf dem Smartphone, leitet die Applikation eine verschlüsselte Nachricht an das Smart-Home-System weiter. Der große Vorteil dabei ist, dass das System die Authentizität der Anfrage einwandfrei feststellen kann, ohne dass eine Verbindung zum Internet nötig ist. Der heimische Server muss lediglich für den IOTA-Feed erreichbar sein. Dadurch erreicht Hetzenecker ein hohes Niveau an Sicherheit:

„[Für Anwendungen, die von außen angesteuert werden sollen] könnten Sie Ihren Home-Assistant-Server dem Internet aussetzen, aber das birgt seine eigenen Risiken. Die Kombination von Home Assistant und IOTA löst dies auf elegante Weise und beseitigt alle Sicherheitsbedenken.“

Die Community scheint also munter an Anwendungen für den Tangle zu basteln. Darüber hinaus verkündete die IOTA Foundation bereits im Juli ihre Zusammenarbeit mit VW. Es läuft.

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