Tiefkühlkost auf der Blockchain – Bofrost Italien kooperiert mit Ernst & Young

David Barkhausen

von David Barkhausen

Am · Lesezeit: 2 Minuten

David Barkhausen

David Barkhausen hat als freier Journalist bereits für mehrere Tageszeitungen, Funk, Fernsehen und nebenbei seinen eigenen Blog geschrieben. Seit 2017 widmet sich der Master-Student der Politikwissenschaften der Universität Heidelberg dem Themenkomplex Blockchain. In diesem Zusammenhang fokussiert er sich vor allem auf die Bereiche Regulierung, Gesellschaft und Wirtschaftspolitik.

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Quelle: Shutterstock

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Im Zuge einer Marketing-Aktion verkündet der italienische Arm des Tiefkühlvertriebs Bofrost in dieser Woche seine jüngste Partnerschaft mit dem Beratungsunternehmen Ernst & Young. Unter Einsatz der Ethereum-Blockchain wollen beide die Lieferketten von Fisch und Gemüse sichern und diese mithilfe von QR-Codes für Kunden erlebbar machen.

Ob die Supermarktketten Walmart, Carrefour oder der US-Fleischproduzent Smithfield – immer mehr Unternehmen in der Lebensmittelindustrie setzen zur Zeit auf Blockchain-Technologie, um die Qualität ihrer Ware gegenüber Kunden zu garantieren. Als jüngstes Beispiel für diesen Trend und zugleich als einer der ersten Tiefkühlvertriebe will künftig auch der italienische Arm von Bofrost Distributed-Ledger-Software in seiner Lieferkette zum Einsatz bringen.

In einer Pressmitteilung haben die Italiener am 27. Juni hierfür nun eine Partnerschaft mit den Beratern von Ernst & Young (EY) verkündet. Deren EY-OpsChain-Plattform soll künftig die Lieferwege der Bofrost-Ware mithilfe der Ethereum-Blockchain sichern.

Beginnen soll die Blockchain-Initiative dabei zunächst mit Kabeljaufilets und Artischocken, den beiden Bestseller-Produkten von Bofrost Italia.

Die Einführung unserer Blockchain für Kunden ist Teil unserer strategischen Initiative, […] die es uns ermöglicht, die Produktqualität sicherzustellen. Digitale Innovation [wie der Blockchain-Einsatz] revolutioniert die Lieferketten in der Lebensmittelversorgung,

ist sich Bofrost-Italia-Geschäftsführer Gianluca Tesolin sicher.

Blockchain-Marketing: QR-Code zeigt Bofrost-Kunden Anbaugebiet und Rezeptempfehlungen

Gleichzeitig dient der Blockchain-Einsatz dem Marketing von Bofrost. So sollen Kunden mithilfe von QR-Codes die Reise ihrer gekauften Produkte ab Fang und Ernte bis in die heimische Küche folgen können. Einsehbar sollen dabei nicht nur Fischgründe und Anbaugebiete sein. Zudem will der Vertrieb Informationen zur Fangmethode, Lagertemperaturen sowie Rezeptempfehlungen bereit stellen.

Bofrost ist europaweit der größte Direktvertreiber von Tiefkühlkost und Speiseeis und aktuell in zwölf Ländern tätig. Weltweit beliefert das Unternehmen jährlich rund vier Millionen Kunden direkt an der Haustür mit Tiefkühlware.

Der Blockchain-Einsatz als Marketing-Instrument ist dabei jedoch keine völlig neue Idee. Weltweit nutzen beispielsweise vor allem zahlreiche Kaffeeröster die Möglichkeiten von Blockchain-Lieferketten, um gegenüber ihren Kunden biologischen und fairen Anbau zu garantieren.

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