Thailand: Nun offenbar doch Verbot des Krypto-Handels für Banken

In Thailand kommt es im Zuge eines regulatorischen Schritts zu einem Verbot des Handels mit Kryptowährungen. So soll es künftig Banken und anderen Finanzinstitutionen verboten sein, mit Coins oder Token zu handeln. Dies geht aus einem Rundschreiben der Zentralbank hervor.

Wie der Chef der thailändischen Zentralbank, Veerathai Santiprabhob, am heutigen Montag verlauten ließ, soll der Handel mit Kryptowährungen für institutionelle Investoren verboten werden. Laut Medienberichten sollen Banken und Kreditinstitute künftig weder in Kryptowährungen investieren, noch in den Handel mit diesen involviert sein.



Damit ist es Banken von nun an nicht mehr erlaubt, Handelsplätze- oder plattformen für den Krypto-Handel bereit zu stellen. Auch das Umtauschen von Kryptowährungen der Kunden in Fiat-Währungen ist Banken nicht mehr gestattet. Die Nutzung von Kreditkarten zum Kauf von Kryptowährungen wird anscheinend ebenfalls verboten.

Als Begründung wird von Seiten der Zentralbank – wie so oft bei staatlich initiierten Verboten von Kryptowährungen – das hohe Risiko genannt, was von Kryptowährungen ausgehe. Neben der Gefahr des Betrugs wird an dieser Stelle immer auch Geldwäsche, Schwarzmarkthandel und die Finanzierung terroristischen Aktivitäten genannt.

Bereits vergangene Woche berichteten wir über die Pläne der thailändischen Regierung, über eine strengere Regulierung von Kryptowährungen nachzudenken. So stellte das Finanzministerium eine Arbeitsgruppe aus Mitarbeitern der Bank of Thailand, dem Finanzministerium und der thailändischen Börsenaufsichtsbehörde Exchange Commission (SEC) zusammen, um eine Regulierung des Handels mit Kryptowährungen vorzubereiten. Der Blockchain-Technologie hingegen steht der südostasiatische Staat positiv gegenüber.

Speziell auf Asien liegt das Augenmerk, wenn es um strengere Regeln zur Regulierung von Kryptowährungen oder gar um Verbote geht. War es im letzten Jahr China, welches mit ICO-Verbot und der Schließung der Krypto-Börsen für Schlagzeilen sorgte, so machte in diesem Jahr bisher vor allem Südkorea von sich reden. Indien zeigt sich hingegen freundlicher gegenüber Kryptowährungen, und schließt ein Verbot zunächst aus.

BTC-ECHO

Über Tobias Schmidt

Tobias SchmidtTobias Schmidt ist seit August 2017 als Redakteur im Team von BTC-ECHO tätig. Sein Studium hat er im Fach Politik und Wirtschaft an der Universität Münster mit dem Bachelor abgeschlossen und war während seines Studiums zudem am Lehrstuhl als studentische Hilfskraft tätig. Darüber hinaus sammelte er berufliche Erfahrungen in der parlamentarischen Arbeit und in der strategischen Kommunikation, bevor er in das journalistische Fach wechselte. Seit 2017 widmet er sich der Blockchain-Technologie, wobei er sich insbesondere auf die vielen verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft fokussiert.