Der Bär schlägt zu: Steemit Inc. entlässt 70 Prozent der Mitarbeiter

Christopher Klee

von Christopher Klee

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Christopher Klee

Christopher Klee hat Literatur- und Medienwissenschaften sowie Informatik an der Universität Konstanz studiert. Seit 2017 beschäftigt sich Christopher mit den technischen und politischen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

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Steemit Inc. hat 70 Prozent seiner Mitarbeiter entlassen. Ned Scott, Gründer und CEO der Plattform, begründet den Schritt mit der aktuellen Schwäche des Krypto-Markts.  

Harte Zeiten erfordern harte Maßnahmen – das hat nun auch ein Großteil der Mitarbeiter von Steemit Inc. zu spüren bekommen. Steemit ist das bekannteste blockchainbasierte soziale Netzwerk. Wie CEO Ned Scott am 28. November auf der Plattfform bekannt gab, mussten 70 Prozent seiner Angestellten nun ihren Hut nehmen.


Als Grund für die Entscheidung nennt Ned Scott den Bärenmarkt, der zu einem Kursverfall des plattformeigenen STEEM-Token geführt hat. Als weiteren Grund führt Scott gestiegene Kosten für das Betreiben von STEEM-Nodes an. Auch der Umstand, dass Steemit Inc. ihre API auf eigene Kosten Drittparteien zur Verfügung stellt, hat sich negativ auf die Finanzen der Plattform ausgewirkt.

Steemit Adieu?

Damit das Projekt fortbestehen kann, widmen sich die verbliebenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jetzt der Kosteneinsparung. Einsparpotenzial soll es vor allem bei der Infrastruktur und der API geben. So will das Team unter anderem Steemd-Plugins durch Hivemind ersetzen, die Größe der Blockchain per Pitchfork auf 0 Gigabyte reduzieren und die Zahl der Test Nodes verringern.

Was die Zukunft anbelangt, gibt sich Scott kämpferisch:

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„Es gibt nichts, was ich jetzt mehr will, als zu überleben, steemit.com am Laufen halten und weiterhin die Mission zu verfolgen, großartige Communities zu bilden.“

Für die betroffenen Mitarbeiter versuche das Unternehmen nun alles in seiner Macht Stehende zu tun, um ihnen einen „sanften Übergang“ in das nächste Beschäftigungsverhältnis zu verschaffen.

Solidarität aus der Community

Über mangelnde Unterstützung aus der Community kann sich Scott indes nicht beklagen. In den Kommentaren unter dem Hiobs-Post finden sich dabei nicht nur ermutigende Worte, sondern auch Anregungen und konkrete Hilfsangebote. „Verkauf Werbefläche, Ned“, schlägt etwa eine Benutzerin vor. „Alle Optionen werden geprüft, danke für deine Untersützung“, antwortet Scott. Ein User schlägt eine stärkere Dezentralisierung des Backends vor, wofür er seine Node zur Verfügung stellen würde. Ein anderer User geht noch einen Schritt weiter und bietet an, ohne Bezahlung für Steemit zu arbeiten. Hut ab!

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