Klimaschutz in Spanien Blockchain beschleunigt den Handel von Emissionszertifikaten

Anton Livshits

von Anton Livshits

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Anton Livshits

Anton Livshits absolviert ein Masterstudium der Kulturwissenschaften an der Universität Leipzig. Seine Beschäftigung mit Krypto-Themen ist das Resultat eines grundlegenden Interesses am Wechselspiel von technischer Innovation und gesellschaftlichem Wandel.

Teilen
BTC19,253.17 $ 2.18%

Klimaschutz ist im Jahr 2020 in aller Munde. Sowohl Staaten als auch Vertreter der Privatwirtschaft sehen sich zunehmend in die Pflicht genommen, dem voranschreitenden Klimawandel entgegenzuwirken.

Bei diesen Bemühungen spielen nicht zuletzt auch neue Technologien eine entscheidende Rolle. Ein Projekt aus Spanien beweist, dass auch die Blockchain hier durchaus Anwendung finden kann.


Der Energiearm des Großkonzerns Acciona ist eine Kooperation mit dem Blockchain-Start-up Climate Blockchain Initiatives (CBI) eingegangen. Das Ziel der Zusammenarbeit der spanischen Unternehmen ist die Förderung der ClimateTrade-Plattform von CBI. Die blockchainbasierte Plattform verspricht, den Handel mit Emissionszertifikaten zu vereinfachen und zu beschleunigen.

Der Emissionshandel gibt Unternehmen ein Instrument an die Hand, um den von ihnen verursachten Ausstoß an CO2 und anderen Treibhausgasen auszugleichen. Dies geschieht, indem sie C02-Zertifikate von klimafreundlichen Projekten erwerben, die die Emission von C02 wiederum vermeiden. Derartige Projekte können etwa Windkraftanlagen oder Wasserkraftwerke sein. Hinter dem System steht freilich ein ökonomisches Kalkül. Denn der Emissionshandel erlaubt, den Ausstoß von C02 an jenen Stellen zu reduzieren, an denen es ökonomisch am sinnvollsten ist.

Das System des Zertifikatshandels beruht auf den Vereinbarungen des Kyoto-Protokolls. Diese Form des Handelns mit Zertifikaten ging bislang allerdings vergleichsweise langsam vonstatten. Denn laut der Pressemitteilung von Acciona dauert ein derartiges Zertifikatgeschäft in der Regel zwei Monate. Der spanische Großkonzern und die Climate Blockchain Initiatives geben hingegen an, dass ihre Plattform diesen Zeitraum auf 48 Stunden herabsetzen kann.

Blockchain-Plattform verspricht „vollständige Rückverfolgbarkeit, Sicherheit und Transparenz“

Die ClimateTrade-Plattform verbindet Unternehmen, die Zertifikate erwerben möchten, mit solchen, die sie anbieten. Der gesamte Transaktionsprozess soll dabei deutlich schneller ablaufen. Nach Angaben der Kooperationspartner gestattet die Blockchain-Technologie eine derartige Beschleunigung bei gleichzeitiger Einhaltung der international geforderten Sicherheitsstandards.

Die Pressemitteilung geht an dieser Stelle zwar nicht ins Detail, aber es erscheint naheliegend, dass die Blockchain insbesondere die Echtheit und Einmaligkeit der gehandelten Zertifikate garantieren kann. Beim gewöhnlichen Emissionshandel gilt es schließlich sicherzustellen, dass die Zertifikate tatsächlich nur einmal gehandelt und danach aus dem Verkehr gezogen werden. Diese Überprüfung oblag bisher global operierenden Datenbanken.

Acciona stellt Emissionszertifikate bereit

Während Climate Blockchain Initiatives die Plattform selbst entwickelt, unterstützt Acciona das Projekt durch die Bereitstellung von Emissionszertifikaten. Die Zertifikate stammen aus Projekten für erneuerbare Energie, die Acciona in Mexiko, Chile und Costa Rica betreibt. Im Einklang mit den internationalen Bestimmungen sollen diese Projekte dabei nicht nur klimafreundlich sein, sondern auch bestimmte Mindeststandards an sozialer Verträglichkeit erfüllen. Santiago Gómez Ramos, Leiter des Energiemanagements bei Acciona, äußerte sich folgendermaßen zu der Kooperation:

ClimateTrade wird die Handelstransaktionen zwischen Erzeugern und Käufern von Emissionsrechten erheblich erleichtern und Acciona eine sehr interessante geschäftliche und innovative Perspektive im Rahmen des Übergangs zu einer dekarbonisierten Wirtschaft eröffnen, die unsere Haupttätigkeit der Versorgung mit erneuerbarer Energie ergänzt.

Acciona hat unterdessen nach eigenen Angaben bereits weitere Blockchain-Projekte im Energiesektor realisieren können. Dazu zählt unter anderem die blockchainbasierte Nachverfolgung von erneuerbarer Energie.

kryptokompass

Das passende Krypto-Portfolio für jeden Anleger

1.000€, 10.000€ oder 100.000€

Mehr erfahren im führenden Magazin für Blockchain und digitale Währungen Print und digital
☑ Im Abo inkl. Ledger Nano S oder 30€ Amazon Gutschein
☑ Jeden Monat über 50 Seiten Krypto-Insights
☑ Keine Investmentchancen mehr verpassen
☑ Portofrei direkt nach Hause

Zum Kryptokompass

Gratis-Prämien nur solange der Vorrat reicht.



Teilen

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Ich stimme zu, dass meine E-Mail-Adresse für den Versand des Newsletters gespeichert und verarbeitet wird. Weitere Hinweise

Kryptokompass #41 – inkl. gratis Prämie (u.a. Ledger Nano S)

Der passende Krypto-Portfolio für jeden Anleger

Kryptokompass #41 – inkl. gratis Prämie (u.a. Ledger Nano S)

Der passende Krypto-Portfolio für jeden Anleger

Das Bitcoin & Blockchain Szene Magazin

In Print und Digital verfügaber

Neue Investmentchancen verstehen und ergreifen

Jeden Monat über 50 Seiten Insights, Analysen, KnowHow

Streng limitiert: Inkl. gratis Prämie im Abo

Gratis Ledger Nano S, 30€ Amazon Gutschein oder 24 Karat vergoldete Bitcoin Münze

BTC-ACADEMY

Kryptowährungen einfach handeln

Plus500 der führende CFD Anbieter

  • Direkt mobil handeln
  • Einzahlung per Kreditkarte oder PayPal
  • Bitcoin,Ether,IOTA,Ripple, uvm.
  • inkl. Demokonto

76,4% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD Handel mit diesem Anbieter