Schweizer SIX-Börse bastelt an Stable Coin

Polina Khubbeeva

von Polina Khubbeeva

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Polina Khubbeeva

Polina Khubbeeva studiert Politikwissenschaft am Otto-Suhr-Institut der FU Berlin. Im Studium setzt sie sich besonders intensiv mit dem Verhältnis von Macht und Raum auseinander, weshalb Kryptowährungen für sie besonders im Hinblick auf globale Machtverschiebungen spannend sind.

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Die größte Schweizer Börse SIX Swiss Exchange arbeitet an einem eigenen Stable Coin. Die Kryptowährung mit Kopplung an den Schweizer Franken (CHF) dient Transaktionen auf der SIX-Digitalbörse (SDX). Ein Banken-Stable-Coin mit Fiatkopplung kann unter anderem bei Cross-Chain-Transaktionen bzw. Atomic Swaps auf der Blockchain Verwendung finden. Die Konkurrenz um die Einführung eines Banken-Stable-Coins spitzt sich zu.

SIX Exchange, die größte Schweizer Börse, arbeitet an einem Stable Coin für den Gebrauch auf ihrer Digitalbörse (SDX). In einer E-Mail an das englischsprachige Krypto-Magazin CoinDesk bestätigte SIX am 22. Mai: „Ja, wir arbeiten aktuell an einem CHF Stable Coin.“ Weitere Details nannte die Sprecherin des Unternehmens mit Sitz in Zürich nicht. Es bleibt also unklar, ob der SIX Stable Coin auch abseits der SIX-Digitalbörse Verwendung finden wird. Auf SDX kann ein Stable Coin mit Fiat-Kopplung Transaktionsprozesse beschleunigen und effizienter machen.

Die SIX-Exchange entstand im Mai 1995 durch den Zusammenschluss der drei Börsen Genf, Basel und Zürich. Sie macht einen Umsatz von etwa 733 Milliarden Schweizer Franken (etwa 726 Milliarden US-Dollar) jährlich.

Anwendungsmöglichkeiten für einen SIX Stable Coin.

Grundsätzlich nutzen fiatgekoppelte Stable Coins der Akzeptanz von Distributed-Legder-Technologien im traditionellen Finanzgeschäft.

Ein Stable Coin innerhalb einer Blockchain dient außerdem der Automatisierung und Wertsteigerung von Smart Contracts. Abseits von simplen Kaufgeschäften verbessern diese beispielsweise die Gewinnverteilungsprozesse für Unternehmen.

Auf SDX wären zudem Atomic Swaps, also der Austausch von Wertpapieren und anderen Anlageformen zwischen den Blockchains, denkbar. Diese Cross-Chain-Transaktionen tragen mit ihrer Flexibilität zur Überlegenheit tokenisierter Finanzprodukte bei.

Banken-Wettlauf um den Stable Coin

SIX kristallisiert sich bereits seit geraumer Zeit als Wegbereiter für die Blockchain-Technologie im etablierten Bankengeschäft heraus. Während die meisten staatlichen Wertpapierbörsen noch zögerlich mit der Tokenisierung von Wertanlagen umgehen, marschiert SIX mit großen Schritten voran. So führte die Schweizer Börse den weltweit ersten Krypto-ETF (Exchange Traded Product) Ende 2018 ein.

Derweil arbeiten auch andere große Finanzinstitute an Stable Coins: J.P. Morgan entwirft einen JPM Coin, ein Zusammenschluss von einem Dutzend führender Banken investiert 50 Millionen US-Dollar in den Utility Settlement Coin. Wer das Rennen um den ersten Stable-Coin-Erfolg für sich entscheiden wird, bleibt spannend.


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