Pornhubs Liebling Verge Blockchain unter Beschuss: War es eine 51-%-Attacke?

51-%-Angriffe sind der Super-GAU für jedes Proof-of-Work-basierte Netzwerk. Dieses Schicksal muss laut zwei Coin Metrics-Experten nun Verge (XVG) zugestoßen sein.

Christian Stede
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Verge

Beitragsbild: Shutterstock

Auf der Verge Blockchain (XVG) gibt es ein höchst mysteriöses Vorkommnis. Gemeldet hat es am Montag Antoine Le Calvez, seines Zeichens Data-Analyst beim Blockchain-Forschungsunternehmen Coin Metrics in einem Tweet. Demnach sind mehr als 560.000 Blocks und damit die Transaktionen der letzten 200 Tage nicht mehr auffindbar. “Einen Fall dieses Ausmaßes gab es noch nie bei einer Top 100-Kryptowährung”, schreibt Le Calvez’ Kollege Lucas Nuzzi

Nach diesem augenscheinlichen 51-%-Angriff gehören die Zeiten innerhalb der Top-100-Kryptowährungen für Verge (XVG) jedoch der Vergangenheit an. Dem Angreifer ist es gelungen, die Kontrolle über die Mehrheit der Hash-Power auf einer Blockchain zu übernehmen. Er kann diese Mehrheit ausnutzen, um die Blockchain zu reorganisieren. Zuvor legitim erworbene Blöcke kann er durch seine eigenen ersetzen. 

Auf dem Telegram-Channel von Verge bestätigte ein Administrator den Angriff zwar , dementierte jedoch , dass es sich dabei ums einen 51-%-Angriff handelte. Pikanter Nebenaspekt: Verge (XVG) war die erste Kryptowährung, die die Pornofilmseite Pornhub als Zahlungsmittel akzeptiert hat. Das könnte daran liegen, dass XVG dem Bedürfnis der Website nach Diskretion entsprach. Verge (XVG) wurde im Jahr 2014 ursprünglich als eine datenschutzfreundliche Version von Dogecoin konzipiert und hieß zunächst DogeCoinDark.

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