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Über 1 Milliarde US-Dollar vernichtet: Droht jetzt der nächste Bitcoin-Crash?

Mehr als eine Milliarde US-Dollar wurden am Krypto-Markt liquidiert. Neue US-Daten setzen Bitcoin zusätzlich unter Druck. Droht nun die nächste Verkaufswelle?

Dominic Döllel
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Bitcoin-Preisverfall vor einem roten abstrakten virtuellen Hintergrund. Börsenkonzept, digitales Geld und Aktiengeschäft.

Beitragsbild: Shutterstock

| Wie tief sinkt Bitcoin noch?

Am Krypto-Markt sind binnen 24 Stunden Positionen im Wert von mehr als einer Milliarde US-Dollar liquidiert worden. Das zeigen Daten von CoinGlass. Besonders stark betroffen waren Long-Positionen, auf die rund 842 Millionen US-Dollar entfielen. Insgesamt wurden etwa 148.500 Trader aus ihren Positionen gedrängt. Auf Bitcoin entfielen Liquidationen im Wert von 489 Millionen US-Dollar, bei Ether waren es 295 Millionen US-Dollar.

Bitcoin notiert entsprechend niedriger als noch vor 24 Stunden. Knapp drei Prozent, um genau zu sein, bei aktuell 59.700 US-Dollar. Trotz einer leichten Gegenbewegung steht auf Wochensicht ein Minus von fast fünf Prozent, im Monatsvergleich beträgt der Rückgang knapp 20 Prozent.

Höchste 3-Jahres-Inflation belastet Bitcoin

Nach Angaben von CoinGlass befinden sich unterhalb des jüngsten Tiefs weitere gehebelte Long-Positionen im Umfang von rund 1,6 Milliarden US-Dollar. Sollten diese Kursbereiche unterschritten werden, könnten zusätzliche Liquidationen ausgelöst werden. Dadurch könnte ein Kaskadeneffekt entstehen, der den Kurs weiter gen Süden schickt.

Auslöser des Abverkaufs waren unter anderem neue Inflationsdaten aus den USA. Der PCE-Preisindex, das von der US-Notenbank bevorzugte Inflationsmaß, stieg im Mai auf 4,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im April hatte die Teuerungsrate noch bei 3,8 Prozent gelegen. Die starke Entwicklung dämpft die Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen der Federal Reserve. Höhere Zinsen gelten als Belastung für risikoreiche Anlageklassen wie Bitcoin und führten auch an den Aktienmärkten zu Verkäufen.

Neue Impulse durch US-Daten

Für neue Impulse könnte am heutigen Nachmittag das Verbrauchervertrauen der US-Privathaushalte sorgen. Um 16:00 Uhr (MESZ) veröffentlicht die University of Michigan ihre finalen Daten. Die Umfrage zählt zu den wichtigsten Stimmungsindikatoren der USA und liefert Hinweise darauf, wie Verbraucher die wirtschaftliche Lage einschätzen.

“Werden die Prognosen tatsächlich erreicht oder wider Erwarten sogar geschlagen, könnte der Aktienmarkt freundlich aus der Handelswoche gehen. Wird die Vorabprognose hingegen verfehlt, würde dies auf einen anhaltenden Vertrauensverlust der US-Verbraucher hindeuten. Vermehrte Gewinnmitnahmen wären vorstellbar”, erklärt BTC-ECHO Marktexperte Stefan Lübeck.

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