Die von den Finanzmärkten mit Spannung erwarteten Inflationsdaten aus den USA sind wie prognostiziert ausgefallen. Der von der US-Notenbank bevorzugte Inflationsindikator, die Kernrate des PCE-Preisindex, stieg im Mai gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent und lag im Jahresvergleich bei 3,4 Prozent. Beide Werte entsprechen den Erwartungen der Analysten.
Auch der gesamte PCE-Preisindex überraschte nicht: Im Monatsvergleich legt der Wert um 0,4 Prozent zu und bleibt damit leicht unter der Prognose von 0,5 Prozent. Auf Jahressicht liegt die Inflationsrate bei 4,1 Prozent – ein 3-Jahres-Hoch – und damit ebenfalls im Rahmen der Erwartungen.
Für die Märkte bedeutet das vor allem eines: Ein zusätzlicher Inflationsschock bleibt aus. BTC-ECHO Marktexperte Stefan Lübeck erklärt dazu: “Die US-Notenbank könnte bei ihrer nächsten Sitzung von der hawkishen Geldpolitik abrücken. Davon würden Technologieaktien und Kryptowährungen in einer Erstreaktion profitieren. Vor allem spekulative Marktsegmente reagierten zuletzt besonders sensibel auf Veränderungen der zukünftigen Zinserwartungen.”
US-Wirtschaft wächst stärker als erwartet – so reagiert Bitcoin
Zeitgleich wurden auch die endgültigen Wachstumszahlen für das erste Quartal veröffentlicht. Das Bruttoinlandsprodukt der USA wurde auf ein annualisiertes Wachstum von 2,1 Prozent nach oben revidiert. In der vorherigen Schätzung war noch ein Plus von 1,6 Prozent ausgewiesen worden.
Am Krypto-Markt fällt die Reaktion verhalten aus. Bitcoin hält sich nach Veröffentlichung der Daten oberhalb der Marke von 61.000 US-Dollar. Auch am Goldmarkt blieb eine größere Bewegung aus: Der Preis des Edelmetalls notiert weiterhin unterhalb von 4.000 US-Dollar je Unze.
