Marktupdate 

Talfahrt des Yen drückt Bitcoin unter 60.000 US-Dollar

Der Yen fällt auf den tiefsten Stand seit 40 Jahren und treibt den US-Dollar nach oben. Für Bitcoin, Ethereum und XRP bleibt das Marktumfeld damit angespannt.

Johannes Dexl
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Bild mit Yen-Schein und Bitcoin-Münze

Beitragsbild: Shutterstock

| Der Yen drückt derzeit indirekt auf den Bitcoin-Kurs

Bitcoin bleibt unter Druck. Die größte Kryptowährung notiert am Dienstagmorgen bei knapp 59.500 US-Dollar und liegt damit auf Tagessicht rund 1,2 Prozent im Minus. Damit handelt BTC weiter unter dem 200-Wochen-Durchschnitt. Diese Linie gilt als wichtiger langfristiger Gradmesser und zeigt, wie angeschlagen das Marktbild derzeit bleibt.

Ethereum hält sich etwas stabiler. ETH notiert knapp unter 1.600 US-Dollar und zeigt sich auf Tagessicht nahezu unverändert. Auch XRP bewegt sich bei rund 1,04 US-Dollar kaum vom Fleck. Solana schneidet dagegen besser ab. SOL steigt um rund 1,5 Prozent auf etwa 74 US-Dollar. Noch stärker läuft Hyperliquid: HYPE legt um rund 3,8 Prozent zu und notiert bei etwa 65 US-Dollar.

Bei den Gewinnern stechen vor allem Kaspa und Lighter heraus. Beide Token legen innerhalb von 24 Stunden um mehr als zehn Prozent zu und zählen damit zu den stärksten Werten am Krypto-Markt. Auf der Verliererseite steht dagegen Jito. Der Token verliert mehr als sieben Prozent und gibt damit einen Teil der jüngsten Stärke wieder ab.

Starker Dollar belastet den Krypto-Markt

Grund für die jüngste Kursschwäche ist auch, dass der japanische Yen auf den schwächsten Stand seit rund 40 Jahren gefallen ist. Dadurch gewinnt der US-Dollar weiter an Stärke. Für Bitcoin und andere riskante Anlagen ist das ein schwieriges Umfeld. Ein stärkerer Dollar verteuert Dollar-Investments für Käufer außerhalb der USA und zieht Liquidität aus riskanteren Marktsegmenten ab.

Zusätzliche Unsicherheit kommt von Strategy. Der Bitcoin-Treasury-Koloss hat ein neues Kapitalprogramm vorgestellt und dabei die Möglichkeit weiterer Bitcoin-Verkäufe offengelassen. Schon die Aussicht auf weitere Verkäufe reicht in einem dünnen Markt aus, um die Stimmung weiter zu belasten.

Damit bleibt der Krypto-Markt vorerst in einer schwierigen Lage. Bitcoin hängt unter wichtigen technischen Marken fest, Ethereum und XRP bleiben schwach, während lediglich einzelne Ausreißer wie Hyperliquid oder Lighter gegen den Trend laufen. Entscheidend wird nun, ob der US-Dollar an Stärke verliert und ob Japan auf den Yen-Absturz reagiert.

Am heutigen Dienstag blicken Anleger zunächst auf den JOLTS-Stellenreport und die neuesten Daten zum Verbrauchervertrauen.

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