XRP en masse Ripple-Gründer McCaleb dumpt: 222 Millionen XRP in 14 Tagen

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Christopher Klee

von Christopher Klee

Am · Lesezeit: 2 Minuten

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schüttguttransporter der auf einem Schrottplatz ablädt

Quelle: Shutterstock

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Der Rubel rollt wieder bei Jed McCaleb: Die XRP-Verkäufe des Ripple-Mitgründers haben wieder deutlich angezogen.

Jed McCaleb ist wieder fleißig am Verkaufen: Innerhalb von zwei Wochen hat der Ripple-Mitgründer über 222.700.000 XRP liquidiert. Das zeigen Daten des XRP Ledger Explorers XRPSCAN.


Rund 70 Millionen XPP hat McCaleb alleine in den letzten 7 Tagen verkauft. Quelle: XRPSCAN

Damit hat McCaleb die Frequenz und das Volumen seiner Verkäufe im Vergleich zum Jahresanfang wieder deutlich angehoben. Zwischen dem 25. Dezember und dem 18. Januar hatte McCalb seine XRP-Verkäufe sogar ganz eingestellt. Weil Kurz zuvor die Klage der US-Börsenaufsicht SEC gegen Ripple veröffentlicht wurde, vermuteten einige Beobachter einen Zusammenhang zwischen dem Verfahren und dem Aussetzen der XRP-Verkäufe durch McCaleb. Der ehemalige Ripple CTO gehört jedoch nicht zu den Angeklagten. Ganz anders Co-Founder Chris Larsen, dem aktuell vorgeworfen wird, trotz des laufenden Verfahrens eine erhebliche Summe an XRP bewegt zu haben.

Der Ripple-Deal: So viel XRP erhält McCaleb

Spätestens seit seiner Trennung von Ripple im Jahr 2014 hat Jed McCaleb ausgesorgt: Als Mitgründer hat McCaleb bei seinem Weggang eine Abfindung in Höhe von 9 Milliarden XRP erhalten. Allerdings nicht auf einen Schlag, sondern schrittweise und nach bestimmten Konditionen.

Seit Februar 2016 ist die Menge der an McCaleb ausgezahlten XRP-Token an das tägliche XRP-Handelsvolumen gekoppelt:

  • Im ersten Jahr der Vereinbarung durfte McCaleb 0,5 Prozent des durchschnittlichen Tagesvolumens des XRP verkaufen.
  • Im zweiten und dritten Jahr dieser Vereinbarung gelten 0,75 Prozent als Richtwert.
  • Für das vierte Jahr der Vereinbarung darf er ein Prozent des durchschnittlichen Tagesvolumens verkaufen.
  • Danach sind es dann bereits 1,5 Prozent des Tagesvolumens.

Folgende XRP-Konten sind für den Deal relevant:

  1. Großes Konto (1,84 Milliarden XRP): Hier verwahrt Ripple den Löwenanteil von McCalebs XRP
  2. Weiteres Konto  zur Aufladung von Konto 3 (seit Juni 2020 inaktiv)
  3. „Tacostand“ Konto (383 Millionen XRP) – McCalebs Wallet
  4. Exchange-Konto  wird für XRP-Verkäufe über Bitstamp verwendet

Analyst Leonidas Hadjikoizou rechnet auf Twitter vor: Sollte McCaleb in diesem Tempo weiter verkaufen, dann könnte er bereits im November seinen XRP-Vorrat liquidiert haben.



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Wirklich nachhaltig?Stronghold: US-Mining-Unternehmen plant Börsengang mit 100 Mio. USD

54 Minuten

Stronghold Digital Mining hat bei der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC einen Börsengang in Höhe von 100 Millionen US-Dollar beantragt. Die Energie fürs Mining gewinnt das Unternehmen durch das Verbrennen von Abfallkohle.


Während die Miner in China zusehends in die Bredouille geraten, sieht die Lage in anderen Teilen der Welt günstiger aus. So hat die im US-Bundesstaat Pennsylvania ansässige Bitcoin-Mining-Firma Stronghold Digital Mining bei der US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) einen Börsengang in Höhe von 100 Millionen US-Dollar beantragt. Das Unternehmen reichte sein S-1-Formular am 27. Juli ein. Wenn die SEC ihr Einverständnis gibt, wird Stronghold seine Stammaktien der Klasse A am Nasdaq Global Market unter dem Kürzel “SDIG” notieren lassen. 

Stronghold ist ein nach eigenen Worten “nachhaltig” ausgerichtetes Bitcoin-Mining-Unternehmen, das im Jahr 2021 gegründet wurde. Seine Hauptanlage, das Scrubgrass-Kraftwerk in Pennsylvania, wandelt Abfallkohle in Strom um. Dieser kommt dann zum Mining von Bitcoin und anderen Kryptowährungen zum Einsatz. Im Juni hat das Unternehmen zwei private Kapitalerhöhungen im Wert von 105 Millionen Dollar abgeschlossen.

Stronghold will weiter mächtig expandieren

Laut der neuen Einreichung bei der SEC wird Stronghold die Mittel für allgemeine Unternehmenszwecke verwenden. Dazu zählen Akquisitionen weiterer Miner und Stromerzeugungsanlagen.  Das Unternehmen hegt also offenbar konkrete Pläne, seine Gesamtkapazität der Hash-Rate deutlich zu erhöhen.

Mit einem Teil der Erlöse aus dem IPO beabsichtigen wir, weitere 27.900 Miner zu beschaffen. Die Gesamtkapazität an Hash-Raten wird bis Dezember 2021 auf etwa 3.000 PH/s und bis Dezember 2022 auf über 5.300 PH/s steigen.

Nach Angaben von Stronghold werden für jeden von dem Unternehmen geförderten Bitcoin 200 Tonnen Abfallkohle vernichtet. Doch mit der “Nachhaltigkeit” ist es so eine Sache. Bei der Verbrennung entsteht nämlich giftige Asche. Laut einer Studie des Energy Justice Network ist das Verbrennen von Abfallkohle sogar deutlich schädlicher als das Verbrennen normaler Kohle.

KampfansageRobinhood: Mit neuem Feature gegen Volatilität am Krypto-Markt

15 Stunden

Die US-amerikanische Trading-Plattform Robinhood sagt Krypto-Volatilität mit einem neuen Feature den Kampf an – das steckt dahinter.

Laut einem Bericht von Bloomberg arbeitet die gebührenfreie Handelsplattform Robinhood derzeit an einer neuen Funktion. Dieses neue Feature soll Trader vor extremen Kursschwankungen schützen.

Demnach erforsche das Unternehmen momentan, wie es seine Nutzer besser vor volatilen Kursen schützen kann. Unter dem Namen “Price Volatility Protection” könnte das Feature live gehen. Indem Kauf- und Verkaufsaufträge von Tradern in Abhängigkeit von Kursschwankungen automatisch angepasst werden, könnte das neue Feature dabei helfen, User vor Volatilität zu schützen, so Bloomberg.

Um Ihre Kauf- oder Verkaufsaufträge vor Kursschwankungen zu schützen, kann es vorkommen, dass wir Ihre wiederkehrenden Aufträge auslassen oder weniger, als die von Ihnen gewählte Menge, kaufen.

Darüber hinaus geht aus dem Beitrag von Bloomberg hervor, dass Nutzer immer eine Benachrichtigung erhalten, wenn sich Trades anpassen. Außerdem ist im Code der neuen Schutzfunktion festgelegt, dass die vom Nutzer gewählte Kaufmenge nicht überschreitbar ist.

Robinhood geht an die Börse

Noch vor wenigen Monaten stand Robinhood scharf in der Kritik, nachdem die Plattform zeitweise den Handel mit bestimmten Kryptowährungen unterbrochen hat. Zudem haben erst Ende letzten Jahres Aufsichtsbehörden schwere Vorwürfe gegen die Plattform erhoben, da die Plattform zum Zocken verleite. Trotzdem soll es nun endlich so weit sein – noch in dieser Woche will das Unternehmen an die Börse gehen.

Money, Money, MoneyKrypto-Unicorn Fireblocks erhält massiven Geldsegen

16 Stunden

Der digitale Vermögensverwalter Fireblocks kann sich über weitere Liquidität freuen. Insgesamt nimmt das Unternehmen 310 Millionen US-Dollar ein.

Fireblocks freut sich über eine massive Finanzspritze. Wie das Unternehmen gestern per Pressemitteilung bekannt gab, nimmt der Krypto-Verwahrer aus einem Series D Funding 310 Millionen US-Dollar ein. Daraus ergibt sich auch ein neuer Firmenwert (etwa 2 Milliarden US-Dollar), den Fireblocks mehr als verdreifachen kann – und damit den Status als Unicorn weiter ausbauen.

An der Finanzierungsrunde beteiligten sich sowohl neue als auch bestehende Investoren. Unter ihnen renommierte Tech-Venture-Capital wie Sequoia Capital, Stripes, Spark Capital, Coatue und DRW. Über SCB 10X nahm auch die thailändische Siam Commercial Bank indirekt an dem Funding teil. Damit kann Fireblocks neben BNY Mellon und SVB Capital die dritte Großbank für sich gewinnen. Mit dem Geld wolle man weiter wachsen, erklärt Fireblocks CEO Michael Shaulov.

Wir sind begeistert, dass wir unser Unternehmen und unsere Infrastruktur mit dieser neuen Finanzspritze ausbauen können. Das Wachstum, das wir bisher erlebt haben, ist das Ergebnis der Arbeit aller Beteiligten, die in jeder Phase alles geben.

Fireblocks CEO Michael Shaulov

Fireblocks – das Objekt der Begierde

Allgemein scheinen Tech-Unternehmen, die sich der Verwahrung von Krypto-Assets verschrieben haben, zu begehrten Objekten für große Geldgeber geworden zu sein. Insbesondere gilt das für Fireblocks. So hat sich die Investitionssumme im Vergleich zur letzten Finanzierungsrunde im März fast verdoppelt. Michael Shaulov dazu:

Unsere Technologie hat sich seit der Gründung des Unternehmens in diesem Bereich hervorgetan, und ihre Erfolgsbilanz ist offensichtlich. Mit Blick auf das Wachstum der Branche besteht für uns ein enormes Potenzial, auch in Zukunft ein zuverlässiger Partner für Finanzinstitute und andere Organisationen zu sein, die sicher und nahtlos in diesen Bereich einsteigen wollen.

Fireblocks CEO Michael Shaulov

Seit seiner Gründung 2019 gelang es Fireblocks, insgesamt 489 Millionen US-Dollar an Land zu ziehen. Unterstützungen gab es dabei stets von renommierten FinTech-Unternehmen wie Cyberstarts, Eight Roads, Tenaya Capital, Swisscom, Paradigm, Ribbit Capital und Coatue.

ThailandDieses Unternehmen startet Bitcoin-Mining-Offensive

19 Stunden

Der restriktive Kurs der chinesischen Regierung hinterließ am Minining-Markt ein Vakuum. Kein Zufall, dass ein thailändisches Unternehmen gerade jetzt ein ehrgeiziges Projekt aus der Taufe hebt.

Thailands Jasmine Telecom Systems (JTS) drängt ins Bitcoin-Mining. Mit 50.000 Mining-Geräten will das börsennotierte Unternehmen aus der Telekommunikationssparte bis 2024 zum größten BTC-Schürfer Südostasiens werden.

Die Bangkok Post berichtete am 26. Juni von den Plänen der Tochter des thailändischen Konzerns Jasmine International. Laut JTS-Präsident Dusit Srisangaoran hatte sein Unternehmen den Bitcoin-Space schon seit einiger Zeit im Auge hat. Dass der Einstieg jetzt erfolgt, ist folglich kein Zufall:

Jetzt ist ein guter Zeitpunkt für JTS, in das Bitcoin Mining zu investieren, da es weit verbreitet ist und der Zwischenfall in China dazu geführt hat, dass die Hash Rate auf ein Acht-Monats-Tief gefallen ist.

Die chinesische Regierung hatte dem Bitcoin Mining vor einigen Monaten den Kampf angesagt. Nach Mining-Verboten in mehreren Provinzen befindet sich die gesamte Branche im Umbruch.

Mit voller Kraft ins Bitcoin Mining

JTS gewährte der Bangkok Post Einblick in die eigenen Expansionspläne. Demnach wolle man verhältnismäßig klein anfangen, und im dritten Quartal diesen Jahres 500 Bitcoin-Miner in Betrieb nehmen. Für 2022 steht bereits die erste Verzehnfachung auf dem Programm. Gemeinsam mit Unternehmenspartnern plant JTS die Installation von fünf Tausend Mining-Maschinen. Der Telecom-Anbieter gibt dabei an, im Betrieb von Rechenzentren geübt zu sein.

Insgesamt möchte JTS bis zum voraussichtlich 2024 anstehenden Bitcoin-Halfing 50.000 Geräte in Betrieb nehmen. Die Thailänder hoffen, damit jährlich 16.000 BTC abzubauen und 5 Prozent der globalen Hash Rate zu besetzen.

Den Plänen von JTS kommt dabei ein regulatives Umfeld entgegen, das auf Einschränkungen setzt ohne Kryptowährungen gänzlich zu verbieten. Die örtliche Börsenaufsicht sprach derart zwar einen Bann für Meme Coins aus, der Status von König Bitcoin scheint fürs erste aber gesichert.