Preisschlacht Bitcoin-ETPs in Europa werden deutlich günstiger

Die Bitcoin-ETF-Zulassung in den USA zeigt nun erste Folgen in Europa. Der Wettbewerb intensiviert sich. Was bedeutet das für Anleger?

Tobias Zander
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Bulle und Bär in Frankfurt als Symbol für die Börse

Beitragsbild: Shutterstock

| Die Genehmigung der Bitcoin-ETFs in den USA hat globale Auswirkungen
  • Die beiden US-Finanzgiganten WisdomTree und Invesco haben zum Wochenbeginn die Gebühren für ihre börsengehandelten Bitcoin-Produkte (ETP) gesenkt und damit strategisch auf die Einführung günstiger Bitcoin-Spot-ETFs in den USA reagiert.
  • Zunächst kündigte Invesco eine Reduktion der Gesamtkostenquote des “Invesco Physical Bitcoin ETP” von 0,99 Prozent auf 0,39 Prozent an. Dann senkte auch WisdomTree die jährlichen Gebühren des “WisdomTree Physical Bitcoin ETP” von 0,95 Prozent auf 0,35 Prozent.
  • Dadurch könnte nun auch in Europa ein stärkerer Wettbewerb rund um den BTC-Kurs abbildende Finanzprodukte entfacht werden. Die Anbieter hoffen vor allem darauf, dass sie von einer verstärkten institutionellen Nachfrage nach Bitcoin profitieren können.
  • Krypto-ETPs verzeichneten im vergangenen Jahr Zuflüsse in Höhe von 2,1 Milliarden Euro, wobei BTC ganze 87 Prozent ausmachte. Eine positive Stimmung im Zusammenhang mit der möglichen Zulassung der Bitcoin-ETFs in den USA begünstigte diese Entwicklung bereits Ende 2023.
  • Es handelt sich bei den Produkten allerdings nicht um ETFs, da sich die Rechtslage in den USA von jener in Europa unterscheidet. In Deutschland und Europa gibt es aufgrund der UCITS-Richtlinien keine Bitcoin-ETFs und kann diese auch nicht geben. Ein ETF muss in der EU ein Grundmaß an Diversifikation aufweisen.
  • Im Gegensatz zu ETFs sind ETPs kein Sondervermögen und daher theoretisch nicht vor einer Insolvenz des Anbieters geschützt. In der Praxis ist der Unterschied weniger relevant, weil viele Bitcoin-ETPs sich durch eine “physische” Hinterlegung von BTC auszeichnen. Die Anbieter kaufen also die Coins und verwahren diese für die Investoren.
  • Für deutsche Privatanleger werden die ETPs derzeit bei bekannten Neo-Brokern wie Scalable Capital, Justtrade oder Finanzen.net Zero angeboten. Dennoch bleibt der direkte Bitcoin-Kauf die sicherste Lösung, denn es gilt der Grundsatz: “Not your keys, not your coins!”
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