Trotz Kurszuwächsen Goldman Sachs zeigt sich Krypto-skeptisch

Bullenmarkt hin oder her, mit Krypto will Goldman Sachs weiter nichts zu tun haben. Was hinter der Anti-Haltung des Finanzriesen steckt.

Tobias Zander
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Goldman Sachs Tower

Beitragsbild: Shutterstock

| Kein Krypto-Hub: Der Goldman Sachs Tower in Jersey
  • Mit BlackRock, Fidelity und Co sind zuletzt einige der bekanntesten US-Finanzgiganten dank ihrer Bitcoin-ETFs in den Krypto-Markt gedrungen. Doch die Großbank Goldman Sachs beharrt auf ihrer ablehnenden Position und will weiterhin nichts von Krypto wissen.
  • “Wir glauben nicht, dass es sich um eine Anlageklasse handelt”, sagte Wealth-Management-CIO Mossavar-Rahmani laut Wall Street Journal, “wir glauben nicht an Krypto.”
  • Mit dieser negativen Haltung gehört Goldman unter den US-Banken inzwischen zur Minderheit. Gemäß Mossavar-Rahmani wollten die Goldman-Kunden schlichtweg nichts mit Krypto zu tun haben.
  • Eines ihrer Hauptprobleme mit Krypto-Assets sei, dass man sie nicht wirklich bewerten könne. “Wenn man keinen Wert zuordnen kann, wie kann man dann bullish oder bearish sein?”, fragte sie und spielt auf das Nichtvorhandensein eines Cashflows an.
  • Deshalb betrachtet sie Krypto als rein spekulative Anlage und ergänzt, dass sie keinen Nutzen in dem vermeintlich unregulierten Markt erkennt, denn: “Rechtsstaatlichkeit sowie Checks-and-Balances sind wichtig.”
  • Das überrascht insbesondere, weil sich Konkurrenten aus der Finanzindustrie aufgrund des enormen Bitcoin-ETF-Erfolges inständig um einen Ether-ETF bemühen. Sie stürzen sich regelrecht auf den Krypto-Markt und auch viele US-Banken wollen ein Stück vom Kuchen.
  • Krypto-Anhänger sollten sich allerdings vergegenwärtigen, dass Mossavar-Rahmani mit ihrer Ansicht keineswegs für alle Mitarbeiter von Goldman Sachs steht, das weltweit etwa 40.000 Angestellte hat.
  • Ein zukünftiger Krypto-Einstieg ist daher keineswegs ausgeschlossen. Es wäre nicht das erste Mal, dass ein großer Finanzgigant ein Geschäft wittert und daher seine Meinung ändert. Immerhin war auch BlackRock-CEO Larry Fink mal überzeugter Bitcoin-Gegner.
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