Nach Krypto-Regulierung Österreichische FMA beurteilt eingeführte AML-Maßnahmen

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Daniel Hoppmann

von Daniel Hoppmann

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Österreichische Flagge auf einem Krypto-Kurs. Daneben liegen zwei Bitcoin auf einem Haufen US-Dollar

Quelle: Shutterstock

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Vor knapp einem Jahr führte die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) strengere Krypto-Regulierungen ein. Nun zog die Finanzbehörde Bilanz.

Ein Jahr ist der Krypto-Beschluss der österreichischen Finanzmarktaufsicht (FMA) nun her. Damals führte die Börsenaufsicht strengere Regelungen für Dienstleister virtueller Währungen ein. Seitdem müssen sich Krypto-Anbieter mit Geschäftstätigkeiten in Österreich oder aus dem Land heraus bei der Finanzmarktaufsicht registrieren lassen. Ziel der neuen Bestimmungen: die Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. Am 7. Januar zog die Finanzbehörde in einer Pressemitteilung ein erstes Fazit.

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Laut Angaben der FMA baten seit Inkrafttreten der Regulierung 40 Anbieter bei der Börsenaufsicht um eine Zulassung. 18 Unternehmen wurde der Wunsch stattgegeben. Dabei handelt es sich vor allem um Firmen, die „elektronische Geldbörsen und Tauschplattformen“ betreiben. Die Vorstandsmitglieder der Finanzbehörde, Helmut Ettl und Eduard Müller, sagten zum einjährigen Bestehen der neuen Gesetzgebung:

Die FMA verfolgt einen klaren Null-Toleranz-Ansatz im Bereich der Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung. Im Bewusstsein der mit virtuellen Währungen einhergehenden Risiken haben wir daher im Vorjahr eine weitere Lücke geschlossen und hier die Registrierungspflicht für Unternehmen, die in diesem Bereich tätig sind, eingeführt.

Kriterien und Ziele der FMA für eine Zulassung

Die Zulassung erfolgt dabei anhand bestimmter Kriterien. Dazu gehören die Größe des Unternehmens, das angebotene Geschäftsmodell mit den damit verbundenen Missbrauchsrisiken durch Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung sowie das Proportionalitätsprinzip und das Vorhandensein eines risikobasierten Aufsichtsansatzes.

Ziel sei es, Größe des Unternehmens und dessen Geschäftsvolumens sowie das Risikogehalt der Dienstleitung und des Geschäftsmodells angemessen an die Aufsichtsintensität der Finanzbehörde anzupassen. Darüber hinaus sollen unter der Wahrung der Technologieneutralität auch potenzielle Risikofaktoren identifiziert und abgeschwächt werden. Dazu gehört das Ausnutzen von Anonymität und das Verschleiern der Geldmittelherkunft.

Finanzbehörden versagen beim Kampf gegen Geldwäsche

Mit den im September letzten Jahres bekannt gewordenen FinCEN-Files wird deutlich, dass Banken und Finanzbehörden wie die FMA weltweit bezüglich der Geldwäschebekämpfung durchaus über Luft nach oben verfügen. Bei dem Leak aus dem US-Finanzministerium handelt es sich um Dokumente, die belegen, dass große Geldhäuser wie JPMorgan, HSBC, Barclays oder die Deutsche Bank große Geldsummen von Kriminellen oder anderen umstrittenen Personen bewegten, obwohl diese eigentlich auf Sanktionslisten vermerkt waren. Insgesamt sollen so fast zwei Billionen US-Dollar transferiert worden sein. Das entspricht mehr als der dreifachen Marktkapitalisierung von Bitcoin.

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Bücher auf der BlockchainLiteratur in Token-Form: Bookwire startet NFT-Plattform

26 Minuten

Bookwire hat den Start einer NFT-Plattform für diesen Herbst bekannt gegeben. Verleger, Autoren und Leser sollen gleichermaßen von dem Modell profitieren.


Nach Kunst und Musik erobern NFT (Non-fungible Token) auch den Literaturmarkt. Bookwire, einer der führenden Anbieter im Bereich Digital Publishing, hat den Start einer Blockchain-basierten NFT-Plattform für den Vertrieb und die Vermarktung für Text- und Audioinhalte angekündigt. Der Marktplatz soll im Herbst dieses Jahres an den Start gehen und Autoren bei der Platzierung ihrer Werke am Markt unterstützen. Leser profitieren dabei von exklusiven Angeboten und Produkten.

E-Books und NFT, eine perfekte Liaison?

Für Kreative und Käufer schaffe sich somit eine Win-Win-Situation. Verlage und Autoren können ihre Zielgruppen mit Exklusivangeboten füttern, “die den Bedürfnissen und Gewohnheiten neuer Generationen digital geprägter Leser gerecht werden”, heißt es in der Pressemitteilung. Der Marktplatz sei somit sowohl Vertriebstool als auch ein Türöffner für den “stark wachsenden Krypto-Markt”. Zum Plattform-Launch soll es die ersten Drops geben, darunter digitale Verkaufsevents, bei denen Leser die limitierten NFT erwerben können.

Schon lange denken wir bei Bookwire darüber nach, die Blockchain als Technologie für die Publishing-Industrie zu verwenden. Die Nutzungspotentiale der Blockchain sind gewaltig. Der Hype um die NFTs wird vielleicht nachlassen, doch die Technologie wird bleiben.

John Ruhrmann, Managing Director und Mitgründer von Bookwire

Die NFT-Plattform erschließe somit einen neuen Markt für einmalige Sammlerstücke wie Erstausgaben, Original-Manuskripte und exklusive Audio-Aufnahmen. Mittels Blockchain-Technologie seien die Werke vor Vervielfältigung geschützt und an “eine echte digitale Ownership geknüpft”.

100 Prozent in 24h100 Prozent in 24h: EOS-Kurs explodiert zum Wochenausklang

EOS hatte einen bullishen Wochenausklang. Was steckt hinter der Kursexplosion von zeitweise über 100 Prozent?

Zum Wochenausklang frohlockte so mancher EOS-Holder beim Blick auf die Krypto-Charts. Der Token der Smart-Contract-Plattform EOS.IO hat sich binnen zwei Tagen beinahe im Kurs verdoppelt. Die Blitz-Rallye startete am 4. Mai bei 6,35 US-Dollar (USD) und katapultierte EOS bis zum 6. Mai auf 11,5 US-Dollar. Kurszuwächse, wie man sie zuletzt bei Dogecoin gesehen hat. Was steckt hinter der Kursexplosion von EOS?

Als Grund für den Ausbruch beim EOS-Kurs sehen manche den neuen Vorschlag zur Anpassung der Staking Rewards. Gemacht hat ihn die EOS.IO-Erschafferin Block.One. Das Unternehmen hat gemeinsam mit der Blockchain-Consulting-Firma Prism Group ein Whitepaper ausgearbeitet, das einige grundlegende Veränderungen für das Staking-Modell des Netzwerks vorsieht.

Höhere Inflation und Beteiligung der EOS-Holder

Die wichtigste Neuerung, die das neue Whitepaper vorschlägt, liegt in einer Anpassung der Inflationsrate für EOS. Bislang liegt diese bei einem Prozent pro Jahr, wobei ausschließlich die gewählten Block-Produzenten sowie Block-Produzenten, die auf “Stand-By” stehen, frisch “geprägte” Token erhalten. Die Prism Group schlägt eine Erhöhung der Inflationsrate auf 1,2 bis 3,6 Prozent vor. Damit soll auch für jene Netzwerkteilnehmer ein Anreiz geschaffen werden, die ihre Token nur an Block Produzenten delegieren. Konkret sollen Block-Produzenten mindestens 32 Prozent der ausgeschütteten Token erhalten, der Rest soll an die Staker gehen, die mit ihren Token für Block Producer gestimmt haben.

Nun könnte die Aussicht auf eine größere Beteiligung der Staker könnte einen Teil zum Kurssprung vom Ende der Woche beigetragen haben. Das Krypto-Medium Cointelegraph spekuliert beispielsweise darüber. Allerdings kursiert der Vorschlag, über den die Community ohnehin erst noch abstimmen muss, bereits seit dem 21. April durch die EOS-Sphäre. Dass die Kursexplosion zeitlich mit einem Re-Tweet von Block.One korreliert, in dem das Whitepaper vorgestellt wird, scheint daher eher dem Zufall zuzuschreiben zu sein. Angesichts der jüngsten Gewinnmitnahmen sieht es zu Redaktionsschluss mehr nach einem Strohfeuer denn nach einer nachhaltigen Rallye aus.

"Gekommen um zu bleiben"Citibank: Nächster Bankenriese stellt Krypto-Services in Aussicht

2 Tagen

Die Wall Street erkennt scheinbar zusehends die Zeichen der Zeit: In einem Financial Times-Artikel offenbart die Citibank ihr Interesse, in naher Zukunft Krypto-Services anzubieten.

Einem Bericht der Financial Times zufolge möchte sich der Bankenriese Citibank in die Phalanx derjenigen einreihen, die Krypto-Handel, Verwahrung, und weitere Finanzierungsdienstleistungen anbieten. Auch die großen Platzhirsche Goldman Sachs, Morgan Stanley und die Bank of New York Mellon haben derartige Pläne bereits geäußert oder sogar umgesetzt. In dem Artikel sagte Itay Tuchman, globaler Leiter des Devisenhandels bei Citi, dass die Bank einen “sehr schnellen” Anstieg des Interesses an Bitcoin bei vielen großen Kunden seit letztem August gesehen habe.

Aus unserer Sicht gibt es verschiedene Optionen, und wir überlegen, wo wir unsere Kunden am besten bedienen können. Dies wird kein Proprietary-Trading sein

, sagte Tuchman. Den Eigenhandel, bei dem die Bank ihr eigenes Kapital in Krypto-Devisen investiert, schließt er demnach aus.

Citibank nennt noch keinen konkreten Zeitpunkt

Ein konkreter Zeitpunkt, zu dem die Citibank diesen Service anbietet, wird von Tuchman jedoch nicht genannt. Das Institut werde dann einsteigen, wenn es zuversichtlich ist, dass sie diejenigen Produkte anbieten kann, die den Kunden Nutzen bringen. Auch sei hierbei unterstützende Arbeit der Regulierungsbehörden vonnöten. 

Ich habe keine Angst, dass die Citibank den richtigen Zeitpunkt verpassen könnte. Krypto ist hier, um zu bleiben. Wir sind gerade erst am Anfang des Marktes

, so seine Einschätzung.

FinanzspritzeGoldman Sachs: 15 Millionen US-Dollar für Coin Metrics

2 Tagen

Coin Metrics erhält frisches Kapital. Zu den Geldgebern zählt unter anderem Bankenriese Goldman Sachs.

Der Krypto-Datendienst Coin Metrics hat eine deftige Kapitalspritze von insgesamt 15 Millionen US-Dollar erhalten. Hauptinvestor ist die US-Großbank Goldman Sachs. Das Unternehmen, das Krypto-Daten an Kunden auf der ganzen Welt liefert, will mit der gewonnenen Liquidität für Expansionspläne in Europa und Asien realisieren. Neben Goldman Sachs haben auch Kapitalgeber wie Castle Island Ventures, Highland Capital Partners und Fidelity Investments Geld dazugeschossen.

Coin Metrics liefert Institutionen aus der Hochfinanz aufbereitete Daten aus dem Krypto-Sektor zu. Zum Kundenstamm zählen namhafte Player wie Fidelity Investments, Osprey Funds und BlockFi.

Goldman Sachs dürfte indes spätestens jetzt zugelieferte Daten vonseiten Coin Metrics in seiner eigenen Infrastruktur verwenden. So sagt Mathew McDermott, Global Head of Digital Assets bei Goldman Sachs:

Daten sind entscheidend für die Mainstream-Akzeptanz von Krypto-Assets durch traditionelle Investoren und Finanzdienstleister. Unsere Kunden werden zudem in hohem Maße von Coin Metrics institutionellen Dateneinblicken und neuen Risikomanagement-Tools profitieren.

Ferner bietet Goldman Sachs ab sofort neue Bitcoin-Derivate an. Kunden der US-Großbank können ab sofort auf sogenannte non-deliverable forwards (NDFs) wetten. Dabei handelt es sich um spezielle futures contracts, die nicht physisch ausgeliefert, sondern in Cash ausgezahlt werden.

Zuletzt lugte Goldman Sachs immer Tiefer in den Bitcoin-Kaninchenbau. So berichtete BTC-ECHO erst kürzlich über eine von der Bank durchgeführten Studie, die Unternehmen mit Bitcoin-Bezug Überperformance attestierte.

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