USA Darum wird die Fed die Zinsen vorerst nicht senken

Der Krypto-Space wartet sehnsüchtig auf Zinssenkungen in den USA. Doch bislang spielt die Fed nicht mit. Das sind die Gründe.

Daniel Hoppmann
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Jerome Powell, Fed-Chef

Beitragsbild: Picture Alliance

| Fed-Chef Jerome Powell ist der Hüter über die Zinsen in den USA
  • Die Finanz- und Krypto-Branche wartet seit Monaten auf ein Signal der Federal Reserve (Fed), die Zinsen zu senken.
  • Das dürfte allerdings noch eine Weile dauern, denn die US-Wirtschaft zeigt sich auch im Juni weiterhin stabil. Das zeigen aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamts der Vereinigten Staaten.
  • So stieg die Zahl der Beschäftigten im Juni um 206.000 und übertraf damit die Erwartungen der Analysten. Die hatten zuvor 191.000 Neubeschäftigungen prognostiziert.
  • Die allgemeine Arbeitslosenquote von 4,1 Prozent veränderte sich nur leicht.
  • Zudem stieg der Stundenlohn der Beschäftigten durchschnittlich um 0,3 Prozent auf aktuell 35 US-Dollar.
  • Alles in allem liefert die Entwicklung der Daten der Fed nur wenige Argumente, Zinsen zu senken. Einerseits deutet der anhaltende Anstieg der Beschäftigtenzahlen darauf hin, dass keine Abschwächung der US-Wirtschaft vorliegt.
  • Zum anderen deutet das Lohnwachstum auf eine robuste Nachfrage nach Arbeitskräften, was die Inflation weiter anheizen könnte.
  • Das nächste Zins-Meeting der Fed findet am 31. Juli statt. Experten gehen bislang nicht, davon aus, dass die US-Notenbank von ihrem Kurs abrücken und wie in Europa Zinsen senken wird.
  • Laut CME FedWatch könnte eine Leitzinssenkung in den USA ab September wahrscheinlicher werden.
  • Lange kann die Fed Zinssenkungen jedoch nicht hinauszögern. Schließlich sitzen die USA auf einem massiven Schuldenberg. Zinssenkungen würden die Zinslast der Schulden verringern und die Haushaltsbelastung reduzieren, was wiederum der Regierung mehr finanzielle Freiheiten einräumen könnte.
  • Generell profitieren Risikoassets wie Bitcoin von Zinssenkungen, weil diese Kredite billiger machen und die Liquidität steigern. Dadurch kann potenziell mehr Kapital in risikoreiche Anlagen wie Bitcoin fließen. Außerdem suchen Investoren bei niedrigeren Zinsen nach höheren Renditen, was Bitcoin attraktiver macht.
  • Dann könnte auch der Krypto-Markt wieder anziehen. Aktuell sehen sich Bitcoin und Co. mit einem harten Abverkauf konfrontiert. Die Gründe dafür lest ihr hier: Krypto-Markt crasht weiter
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