Wegen Datenschutz  Worldcoin muss Betrieb in Hongkong einstellen

Hongkong setzt das utopische Krypto-Projekt wegen Datenschutzbedenken vor die Tür. Auch in Deutschland ermitteln Behörden gegen Worldcoin.

Dominic Döllel
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Worldcoin

Beitragsbild: Shutterstock

| Weltweit sammelt Worldcoin biometrische Daten mithilfe von Iris-Scans
  • Worldcoin soll gegen Datenschutzverordnungen verstoßen. Das hat eine Untersuchung durch das Büro des Datenschutzbeauftragten für personenbezogene Daten (PCPD) in Hongkong ergeben.
  • In einer Mitteilung vom heutigen 22. Mai erließ man deshalb eine Durchsetzungsanordnung gegen das Krypto-Projekt. Worldcoin soll alle Projektaktivitäten in Hongkong, bei denen Iris-Scan-Geräte (Orb) genutzt werden, sofort einstellen.
  • Mit dem sogenannten Orb scannt Worldcoin die Augen. Dafür erhält der Nutzer eine World ID und die Kryptowährung WLD.
  • Auch das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht (LDA) prüft, ob Worldcoin gegen die Datenschutzbestimmungen verstößt. Das bestätigte die Behörde gegenüber BTC-ECHO.
  • “Wir untersuchen hier insbesondere die rechtliche Grundlage der Verarbeitungen, die Einhaltung der Betroffenenrechte und die Sicherheit der Datenverarbeitungen. Unsere Ermittlungen dauern aktuell noch an”, erklärt das LDA auf Anfrage.
  • ChatGPT-Erfinder Sam Altman hat das Krypto-Projekt 2019 gemeinsam mit Alex Blania gegründet. Worldcoin sieht vor, in Zeiten der Künstlichen Intelligenz (KI) besser zwischen Mensch und Maschine unterschieden zu können.
  • In Deutschland gibt es Worldcoin seit dem 29. Juni 2023. BTC-ECHO-Redakteur Giacomo Maihofer hat seine Iris registriert. In diesem Beitrag lest ihr, ob er seine Entscheidung bereut: Ich habe meine Iris an Sam Altman verkauft – hat es sich gelohnt?
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