US-Justiz schaltet sich ein 

Viertgrößte Krypto-Börse im Visier: Geht es Bybit bald an den Kragen?

Erst FTX, dann Binance, jetzt: Bybit? Die US-Justiz schickt der viertgrößten Krypto-Börse eine Vorladung. Vermutlich bereitet sie eine Anklage vor.

Giacomo Maihofer
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Bybit

Beitragsbild: Shutterstock

| Fast zwei Milliarden US-Dollar werden auf Bybit gehandelt
  • Die US-Handelskommission CFTC hat Bybit eine Vorladung geschickt, der drittgrößten Krypto-Börse außerhalb der Staaten.
  • Das teilt Coinbase seinen Nutzern mit, die größte US-Krypto-Börse.
  • Der Verdacht: Die CFTC versucht herauszufinden, ob Bybit auch illegal in den USA operiert.
  • Sie forderte auch dementsprechend Konten- und Transaktionsdaten von Coinbase an.
  • Der Gedanke dahinter: Wenn Kunden von Bybit ihre Gelder nach Coinbase transferierten, handelt es sich vermutlich um US-Amerikaner.
  • Mit diesen Vorwürfen – Missachtung von US-Gesetzen, illegale Dienstleistungen an US-Bürger – fing auch der Prozess gegen Binance an.
  • Bybit könnte also die nächste Börse sein, die ins Visier der US-Justiz gerät. Diese bewegt sich momentan auffällig schnell: Im November 2023 urteilte man SBF ab, wenige Wochen später folgte der Schlag gegen Binance.
  • Die CFTC warnte die Branche indessen, das sei erst der Anfang.
  • Die Kommissarin, Caroline Pham: “Es sollte klar sein, dass die CFTC in ihrer Verfolgung von nicht-amerikanischen Unternehmen nicht aufhören wird.”
  • Die CFTC verklagte die Krypto-Börse Binance im März 2023. Vor Kurzem hat man die Klage fallen lassen, für eine Einigung.
  • Die Folge: Der Gründer muss zurücktreten, die Krypto-Börse alle ihre Daten liefern und eine Strafe von 4,3 Milliarden US-Dollar zahlen.
  • Bybit ist die drittgrößte Krypto-Börse außerhalb der USA. Es werden rund zwei Milliarden US-Dollar täglich gehandelt.
  • Die Börse wurde 2018 von einem chinesischen Unternehmer gegründet, Ben Zhou. Vernünftige Geldwäschekontrollen führte man erst spät ein. Know-Your-Customer (KYC) gibt es erst seit Mai 2023.
  • Die Behörden in Großbritannien und Japan schossen bereits nach Bybit mit strengen Warnungen und forderten die Einhaltung geltender Gesetze.
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