"Jetzt ist der Moment, das zu korrigieren" 

Krypto-Branche fordert Änderungen an MiCA

Die MiCA-Konsultation ist beendet. Die Rückmeldungen zeigen: Bei Europas Krypto-Regeln gibt es erheblichen Nachbesserungsbedarf.

Moritz Draht
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Das Bild zeigt den Plenarsaal des Europäischen Parlaments in Brüssel. Zu sehen sind die weitgehend leeren Sitzreihen der Abgeordneten. Auf mehreren Bildschirmen ist das Logo des Europäischen Parlaments vor blauem Hintergrund eingeblendet, im Zentrum hängen die EU-Flagge sowie die Flaggen der Mitgliedstaaten.

Beitragsbild: Shutterstock

| Die Krypto-Branche fordert Änderungen an der EU-Regulierung MiCA

Die Konsultation der EU-Kommission zur Überarbeitung der Krypto-Verordnung MiCA ist beendet. Bis Mittwoch konnten Unternehmen, Verbände und Behörden ihre Vorschläge einreichen. Zu den Teilnehmern gehören unter anderem Circle, die European Securities and Markets Authority (ESMA), die European Banking Authority (EBA), die Deutsche Börse, der Bankenverband AFME und das Hyperliquid Policy Center.

Ein zentraler Streitpunkt bleiben Stablecoins. Die derzeitige Vorgabe, nach der 30 Prozent der Reserven als Bankeinlagen gehalten werden müssen, stößt bei mehreren Teilnehmern auf Kritik. Auch beim Zinsverbot für Stablecoins gehen die Forderungen auseinander.

DeFi-Regeln auf dem Prüfstand

Nachbesserungen fordern die Teilnehmer zudem bei DeFi und Krypto-Derivaten. Strittig bleibt, wie regulierte Anbieter mit dezentralen Protokollen umgehen dürfen. Einigkeit besteht dagegen weitgehend darin, dass Krypto-Produkte wie Perpetual Futures weiterhin unter MiFID fallen sollen.

Greenfield Capital fordert darüber hinaus klarere Regeln für die Abgrenzung zwischen MiCA und MiFID II sowie für dezentrale Protokolle. Der Berliner Krypto-Investor will außerdem die Hürden für Euro-Stablecoins senken und das Zinsverbot für deren Halter abschaffen. Nach Greenfields Darstellung machen Euro-Stablecoins derzeit weniger als ein Prozent des weltweiten Stablecoin-Angebots aus.

Die EU-Kommission wertet die Stellungnahmen nun gemeinsam mit EBA und ESMA aus. Bis zum 30. Juni 2027 muss sie dem Europäischen Parlament und dem Rat ihren Bericht vorlegen. Ob daraus tatsächlich ein “MiCA 2.0” entsteht, ist noch offen.

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