Krypto-Marktupdate 

Bitcoin zurück über 60.000 Dollar – nur eine Verschnaufpause?

Nach dem Ausverkauf erholt sich der Krypto-Markt leicht. On-Chain-Daten sprechen allerdings dagegen, dass Bitcoin den Tiefpunkt bereits erreicht hat.

Moritz Draht
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Eine rote Bitcoin-Münze

Beitragsbild: Shutterstock

| Der Krypto-Markt zeigt erste Erholungstendenzen

Der Krypto-Markt startet mit leichten Kursgewinnen in den Handelstag. Bitcoin steigt um 0,2 Prozent und notiert wieder knapp über der Marke von 60.000 US-Dollar. Auf Wochensicht bleibt dennoch ein Minus von rund fünf Prozent. Ethereum legt um 0,8 Prozent auf 1.580 US-Dollar zu, XRP gewinnt 1,5 Prozent, Solana 3,7 Prozent. Zu den größten Verlierern der vergangenen sieben Tage zählt Hyperliquid mit einem Abschlag von rund neun Prozent.

Die Erholung fällt bislang verhalten aus. Die gesamte Marktkapitalisierung steigt lediglich um 0,2 Prozent. Gleichzeitig bleibt die Stimmung am Markt äußerst angespannt. Der Fear and Greed Index verharrt mit 15 Punkten im Bereich der “extremen Angst”.

On-Chain-Daten sprechen gegen eine Bodenbildung

Nach dem jüngsten Rücksetzer hoffen viele Anleger auf eine Stabilisierung. Der Gründer der Analyseplattform CryptoQuant, Ki Young Ju, sieht dafür bislang jedoch wenig Anzeichen. Er verweist auf den sogenannten Realized Price. Die Kennzahl gibt den durchschnittlichen Kaufpreis aller im Umlauf befindlichen Bitcoin auf Basis ihrer letzten On-Chain-Bewegung an und gilt als Gradmesser für den Zustand des Marktes.

In früheren Bärenmärkten fiel der Bitcoin-Kurs zum Ende der Korrekturphase zumindest kurzfristig auf dieses Niveau oder sogar darunter. Erst danach setzte jeweils eine nachhaltige Erholung ein. Aktuell notiert Bitcoin trotz der jüngsten Verluste weiterhin oberhalb des Realized Price. Aus Sicht von Ki Young Ju spricht das gegen einen klassischen Zyklusboden.

Allerdings hat sich der Bitcoin-Markt in den vergangenen Jahren grundlegend verändert. Spot Bitcoin ETFs, institutionelle Investoren und makroökonomische Faktoren beeinflussen die Kursentwicklung heute deutlich stärker als in früheren Marktzyklen. Deshalb betrachten viele Analysten den Realized Price inzwischen nicht mehr isoliert, sondern zusammen mit weiteren Indikatoren wie ETF-Zuflüssen, Stablecoin-Liquidität und der institutionellen Nachfrage. Damit bleibt die Frage nach einer nachhaltigen Bodenbildung vorerst offen – auch wenn sich der Markt nach den kräftigen Verlusten der vergangenen Tage zunächst etwas stabilisiert.

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