Grayscale tiefrot Bitcoin-ETFs verlieren 224 Millionen US-Dollar

Negativüberraschung zum Wochenstart: Die Bitcoin-ETFs sehen plötzlich hohe Nettoabflüsse. Vor allem von Grayscale. Wie geht es weiter?

Tobias Zander
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Bär

Beitragsbild: Shutterstock

| Grayscale sorgt für hohe Nettoabflüsse bei den Bitcoin-ETFs
  • Am gestrigen 8. April mussten die amerikanischen Bitcoin-ETFs zum Wochenstart deutliche Nettoabflüsse verzeichnen. Insgesamt 223,8 Millionen US-Dollar flossen zusammengerechnet aus den zehn Indexfonds, wie Daten von Farside Investors zeigen.
  • Während die anderen Bitcoin-Spot-ETFs zumindest leichte Zuflüsse sahen, verlor der Grayscale Bitcoin Trust (GBTC) am Montag stolze 303,3 Millionen US-Dollar, sodass sein Marktanteil laut Dune jetzt bei nur noch 38,5 Prozent liegt.
  • Wenn sich diese Entwicklung weiter fortsetzt, wären die GBTC-Bestände schon im Sommer vollständig aufgebraucht, wie BTC-ECHO berichtete. Dabei hatte sich CEO Michael Sonnenshein kürzlich positiv gezeigt und eine Trendwende in Aussicht gestellt.
  • Der negative Start in die neue Woche erstaunt, denn BTC selbst zeigte sich über das Wochenende stark und am vergangenen Donnerstag und Freitag hatten die Bitcoin-ETFs noch hohe Nettozuflüsse von insgesamt über 400 Millionen US-Dollar verzeichnet.
  • Trotz des Rücksetzers halten die zehn Bitcoin-ETFs inzwischen 4,28 Prozent der zirkulierenden BTC-Gesamtmenge beziehungsweise 842.000 Bitcoin im Wert von knapp 60 Milliarden US-Dollar (inklusive GBTC).
  • Die Krypto-Leitwährung selbst erlebte einen leichten Rücksetzer und handelt zum Zeitpunkt des Schreibens bei 70.560 US-Dollar. Das bedeutet ein Kursminus von 1,7 Prozent in den vergangenen 24 Stunden.
  • Zudem gab es eine kleine Überraschung beim Wettbewerb zwischen den ETF-Emittenten. Die höchsten täglichen Nettozuflüsse verzeichnete dieses Mal nicht etwa der IBIT von BlackRock, sondern der BITB von Bitwise mit 40,3 Millionen US-Dollar. Ein Achtungserfolg.
  • Schon vor vergangenen Halvings gab es kurzfristige Kursrücksetzer bei Bitcoin. Die aktuelle Schwächephase hat daher historische Vorläufer und sollte keine größere Besorgnis erregen, aber dennoch könnte der Pre-Halving-Dip weiter andauern.
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